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Dax-Umfrage „Panik sieht anders aus“

Angesichts des Ausverkaufs an den Märkten haben die Anleger aktuell kapituliert. Doch noch immer glauben viele von Ihnen an bald wieder steigende Kurse. Das könnte Wunschdenken bleiben, zeigt eine exklusive Analyse.
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Noch nie war seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 der Pessimismus so hoch wie derzeit.
Dax-Anleger brauchen Geduld

Noch nie war seit dem Start der Handelsblatt-Umfrage im September 2014 der Pessimismus so hoch wie derzeit.

Düsseldorf Der Dax findet einfach keinen Halt. Nach dem Minus von 4,3 Prozent in der Handelswoche vom 10. bis 14. August gab es in der vergangenen Woche einen erneuten Ausverkauf, der dem deutschen Leitindex ein weiteres Minus in Höhe von 7,9 Prozent bescherte. Dieser Ausverkauf überraschte auch Börsenexperte Stephan Heibel. Er hatte zwar im Falle weiterer Hiobsbotschaften mit neuen Turbulenzen gerechnet, doch eher eine leichte Erholung am Aktienmarkt prognostiziert.

Basis für seine Einschätzungen ist das Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentlich Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern. Aufgrund der Antworten ermittelt der Experte die Börsenstimmung, also ob Anleger auf die aktuelle und die künftige Entwicklung an den Aktienmärkten optimistisch oder pessimistisch eingestellt sind – was jeweils ein Kontraindikator ist. Weitere Prognosen, die bislang eine sehr hohe Trefferquote haben, finden Sie unter Vergleich Dax-Sentiment und Indexentwicklung.

Und wie sieht die aktuelle Börsenstimmung aus? Die Stimmung zur aktuellen Lage zeigt absolute Niedergeschlagenheit an, während die Zuversicht zur Börsenlage in drei Monaten auf einem erschreckend hohen Niveau verharrt. Vereinfacht gesagt: Die Anleger kapitulieren, zeigen aber keine Panik. Und aus Sentiment-Sicht muss erst Panik herrschen, damit es eine nachhaltige Trendwende geben kann und die Kurse wieder mittelfristig steigen.

Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, relativiert aber das Abstimmungsergebnis. „Die Umfrage wurde am Wochenende erstellt, der heutige Ausverkauf ist darin noch nicht enthalten“, gibt er zu bedenken. Und dieser Crash am heutigen Handelstag könnte den Zukunftsoptimismus der Anleger in Panik umwandeln.

Deswegen wird es zur Wochenmitte eine erneute Handelsblatt-Umfrage mit anschließender Analyse geben. Je nachdem wie stark der Optimismus vor dem Hintergrund des weiteren Ausverkaufs eingetrübt ist, wird sich nach Meinung von Heibel eine Antwort auf die wichtige Frage ableiten lassen: Stellt die in den kommenden Tagen zu erwartende Gegenbewegung nur eine kurze Erholung dar? Oder bildet sich ein nachhaltiger Boden aus als Grundlage für wieder steigende Kurse?

„Solche Extremwerte zeigen: Die Anleger haben kapituliert“
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