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Dax-Umfrage Auf zu neuen Höhen

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Skepsis auf Drei-Monats-Sicht
Die größten Anlegerfehler
Privatanleger machen vermeidbare Fehler
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Eine Studie der Wirtschaftsprofessoren Andreas Hackethal und Steffen Meyer für das Magazin „Finanztest“ hat knapp 40.000 Wertpapierdepots von Direktbankkunden im Zeitraum von 2005 bis 2015 ausgewertet.

Das Ergebnis zeigt, dass die Anleger weit hinter den Wertzuwächsen des Gesamtmarktes liegen. Während eine Rendite von jährlich 8,7 Prozent realistisch gewesen wäre, kommen die Anleger nur auf einen Wertzuwachs von 3,1 Prozent. Mangelnde Finanzkenntnisse müssen nicht die Ursache sein. Zu Einbußen führen meist kurzfristiges Denken, Gier und Aktionismus. Die vier gängigsten Fehler sind leicht zu beheben. Wir stellen sie vor – und entsprechende Gegenstrategien.

Das Bild zeigt die Börse von Abu Dhabi. Hier handeln Privatanleger mit größeren Beträgen als in Deutschland.

(Foto: Reuters)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Befund Sie ist die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Geldanlage – dennoch vernachlässigen sie viele Anleger: die Risikostreuung. Wie die Studie zeigt, streuen Anleger ihre Wertpapiere zu wenig; die Aktienkonzentration ist höher als noch vor zehn Jahren. Eines der untersuchten Depots beinhaltet heute im Schnitt zwölf Aktien.

In Santiago de Chile bedient ein Mitarbeiter der chilenischen Zentralbank eine Sicherheitstür.

(Foto: Reuters)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Folgen Zwischen der Streuung und dem Chance-Risiko-Verhältnis besteht laut den Autoren ein klarer Zusammenhang. Selbst die relativ breit aufgefächerten Depots reichen nicht entfernt an das Verhältnis des Weltaktienindexes MSCI World heran.

In manchen Depots befindet sich nur eine einzige Aktie. Wenn diese auch noch ein spekulativer Titel ist, unterliegt das Depot enormen Kursschwankungen.

Am 24. Oktober 1929, dem „Schwarzen Donnerstag“ kommen Menschen vor der New York Stock Exchange zusammen.

(Foto: AP)
Fehler 1: Mangelnde Streuung
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Gegenmittel Es ist leicht, ein breit gestreutes Depot aufzubauen: durch börsengehandelte Indexfonds (ETF). Sie beteiligen Anleger, je nach Art, an 1600 bis 2500 internationalen Aktien. Für Staatsanleihen gibt es ebenfalls ETFs.

Bestehende Depots umzubauen, ist nicht nicht ganz einfach. Anleger sollten sich von Verlustpositionen trennen. Ein Papier erst zu verkaufen, wenn es seinen einstigen Kaufpreis erreicht hat, ist irrational. Es sollten triftige Gründe für eine zu erwartende Wertsteigerung vorliegen.

Ein chinesischer Investor analysiert im August 2015 eine Kurstafel.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Befund Der Fehler erinnert an das Muster von Sportwetten: Unerfreuliche Ergebnisse werden ausgeblendet, Erfolgserlebnisse übermäßig hochgehalten. Anleger sollten aber ausschließlich die langfristige Entwicklung des Gesamtdepots im Blick haben.

Oft suchen sie ihr Heil in einer Kombination aus Einzelaktien: Im Falle eines Missgriffs ist es eine beliebte Methode, die Position aufzustocken, um den durchschnittlichen Einstandspreis zu senken und von der erwarteten Erholung zu profitieren. Das kann jedoch auch weiteres Unheil anrichten: Das sogenannte Klumpenrisiko, eine Übergewichtung einzelner Anlagen im Depot, steigt. Private Anleger haben gegenüber Profis hier offenbar schlechtere Karten.

Das Foto vom 20. Oktober 1987 zeigt Händler in der Frankfurter Börse. Am 19. Oktober 1987 erlebte die Wall Street einen ihrer schwärzesten Tage.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Folgen Vom Aktien-Picken betroffene Depots bringen nur 3,1 Prozent Rendite. Mit einer Indexmischung, die die durchschnittliche Vermögensaufteilung der Anleger widerspiegelt, hätten sie dagegen 8,7 Prozent erzielt.

Jeder fünfte Deutsche legt sein Geld in Fonds an. Diese werden von Fondsmanagern verwaltet, die das eingesammelte Geld in Aktien, Obligationen, Immobilien und andere Wertpapiere anlegen.

(Foto: dpa)
Fehler 2: Aktien-Picken
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Gegenmittel Aktien- und Renten-ETFs sind auch hier ein probates Mittel. Passionierte Zocker von einer solchen Strategie zu überzeugen, fällt manchmal schwer. Wer unbedingt eigenhändig zusammenstellen will, sollte zwingend auf eine möglichst gleichmäßige Verteilung auf die wichtigsten Branchen achten.

Die USA gelten als Nation der Aktienbesitzer.

(Foto: dpa)

Die Stimmung unter Börsianern ist zwar gut, aber offenbar noch nicht gut genug für einen nennenswerten Rückschlag. „Erst wenn die Stimmung über mehrere Wochen hindurch euphorisch ist, kann dies ein Warnsignal für einen bevorstehenden Ausverkauf sein“, sagt Heibel. Derzeit sei dies allerdings nicht der Fall.

Nur ein Fünftel (19 Prozent) der Anleger plant in den nächsten zwei Wochen zu kaufen, nicht ganz ein Drittel (29 Prozent) will lieber verkaufen, während die Hälfte (52 Prozent) unentschlossen ist. Zudem bleiben die Anleger trotz des kurzfristigen Optimismus auf Drei-Monats-Sicht eher skeptisch. Mehr als zwei Drittel der Befragten rechnen in diesem Zeitrahmen entweder mit einer Seitwärtsbewegung (32 Prozent) oder gar mit Abwärtsimpulsen (39 Prozent).

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So werden an der Privatanlegerbörse Euwax weiterhin große Absicherungspositionen eingegangen. Privatanleger wären bei weiter steigenden Kursen eher unterinvestiert, erkennt Heibel. Zudem sichern sich institutionelle Anleger über die Eurex nach wie vor gegen fallende Kurse ab. Heibel erkennt sogar die höchste Absicherungsaktivität seit dem Sommer 2016: „Damals endete die Korrektur und der Dax startete seine Rallye, die ihn heute auf immer neue Allzeithochs führt.“

Dafür gebe es zweierlei Erklärungen: Erstens würden die Absicherungspositionen schnell gedeckt, sollten die Kurse tatsächlich fallen. Einen Einbruch kann sich der Animusx-Geschäftsführer daher nicht vorstellen. Zweitens könnten die Kurse weiter steigen, etwa durch Zukäufe ausländischer Investoren. Dies war schon in den vergangenen Wochen der Fall. Bei europäischen Aktien erkennen Investoren gegenüber amerikanischen Aktien noch Aufholpotenzial. Dies könnte wiederum die Abwärtsspekulanten unter Zugzwang stellen, die dann ihrerseits wieder zukaufen.

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