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Dax-Umfrage Warum die fehlende Euphorie der Anleger ein gutes Zeichen ist

Die Anleger sind zwar optimistischer geworden, aber nicht euphorisch, zeigt eine Dax-Umfrage unter mehr als 3.300 Investoren. Was das zu bedeuten hat.
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Experten zufolge ist beim Deutschen Aktienindex charttechnisch bald eine wichtige Hürde in Sicht. Quelle: dpa
Handelssaal in Frankfurt

Experten zufolge ist beim Deutschen Aktienindex charttechnisch bald eine wichtige Hürde in Sicht.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Börsenexperte Stefan Heibel weiß: „Steigende Kurse führen stets zu einer besseren Laune der Anleger.“ Er fügt aber hinzu: „Von Euphorie ist nach nur einer Woche mit deutlichen Kursgewinnen nichts zu sehen. Im Gegenteil, Anleger haben sich auf dem aktuellen Kursniveau gegen fallende Kurse abgesichert.“

Grundlage für seine Einschätzungen sind die Antworten bei der Umfrage Dax-Sentiment, einer wöchentlichen Handelsblatt-Erhebung unter mehr als 3300 Investoren. Hinter den Umfragen steht die Annahme: Wenn viele Anleger optimistisch sind, haben sie bereits investiert. Dann bleiben wenige übrig, die noch kaufen und die Kurse in die Höhe treiben könnten – und umgekehrt. So besehen ist der Mangel an Euphorie eher ein gutes Zeichen.

Das Dax-Sentiment ist in der vergangenen Woche um 1,8 Prozent auf 11.458 Punkte gestiegen, der Deutsche Aktienindex (Dax) hat um zwei Prozent zugelegt. Mit 46 Prozent sehen die meisten Investoren den Markt in einer Seitwärtsbewegung, und das gilt ähnlich auch für ihre Erwartungen in drei Monaten.

Für knapp zwei Drittel haben sich die Erwartungen der Vorwoche überwiegend erfüllt. Gut 60 Prozent wissen noch nicht, ob die nächsten beiden Wochen eher zum Kauf oder zum Verkauf reizen werden.

Im Vergleich zur Vorwoche glauben aber mit 28 Prozent deutlich mehr Anleger an einen Aufwärtsimpuls an der Börse. Mit 21 Prozent ist auch die Quote der Anleger, die Aktien kaufen wollen, deutlich höher als zuvor.

Heibel zitiert aber auch das Euwax-Sentiment, das auf Daten der Börse Stuttgart beruht. Danach haben die Anleger stärker als bisher versucht, sich gegen Kursverluste abzusichern. Auch bei den Profis gab es relativ viele Optionskäufe mit dem diesem Ziel, wie sich an Daten der Eurex zeigt.

Grafik

Heibel weist darauf hin, dass der Dax nicht mehr allzu weit von einer charttechnischen Hürde bei 11.800 Punkten entfernt ist. Er glaubt allerdings nicht, dass der Index diese Marke ohne gute Nachrichten, etwa bei den Themen Brexit und Handelsstreit, überspringt.

Vor Erreichen dieser Punktzahl dürfte es seiner Meinung nach vermehrt zu Gewinnmitnahmen kommen. Insgesamt erwartet er eine „Richtungsentscheidung“, und meint damit einen Ausbruch der Spanne zwischen 11.500 und 11.800 Punkten, in der sich der Index zurzeit bewegt. Heibel folgert: „Es besteht noch kein dringender Bedarf, sich langfristig zu positionieren.“ Er empfiehlt aber, die bestehenden Positionen abzusichern, um nicht böse erwischt zu werden.

Die Handelsblatt-Umfrage startet jeden Freitag und endet am Sonntag. Die Auswertung lesen Sie tags darauf auf Handelsblatt Online.

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