Dax & Co. Absichern gegen den Euro-Absturz

Mit Fremdwährungen im Depot können sich Anleger gegen den weltweiten Abwertungswettlauf der Notenbanken wappnen. Welche Devisen von Experten jetzt empfohlen werden - und wieso auch Gold ein Comeback in den Portfolios erleben dürfte.
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Experte raten auch vorsichtigen Anlegern, ihrem Depot Fremdwährungen und Edelmetalle beizumischen. Quelle: dpa
Goldbarren und Geldnoten

Experte raten auch vorsichtigen Anlegern, ihrem Depot Fremdwährungen und Edelmetalle beizumischen.

(Foto: dpa)

Frankfurt am Main„Wir sind gar nicht im Krieg“, bemühte sich Mario Draghi nach der jüngsten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt seine Zuhörer zu überzeugen. Zuvor hatte die EZB eine künftig noch expansivere Geldpolitik bekanntgegeben. Worauf sich der Notenbank-Chef bezog: Vorwürfe von Kritikern, die Notenbanker ignorierten mit ihren neuen Maßnahmen das Risiko eines sogenannten „Währungskrieges“. Also eines weltweit ausgetragenen Kampfes um die günstigste heimische Währung – und damit um Wettbewerbsvorteile auf Kosten anderer Volkswirtschaften und zum Nachteil vieler Anleger.

„Die Gefahr, dass die Zentralbanken durch ihre unkonventionellen geldpolitschen Maßnahmen einen Abwertungswettlauf in Gang setzen, ist nicht von der Hand zu weisen“, sagt etwa Bernhard Falk, Portfoliomanager bei Deutsche Asset Management, der Vermögensverwaltungssparte der Deutschen Bank.

Die Europäische Zentralbank senkte vor anderthalb Wochen all ihre Zinssätze und weitete ihr monatliches Anleihenkaufprogramm um ein Drittel aus, um eine drohende Deflation im Euroraum abzuwenden. Die Anleihenkäufe werden ab April auf monatlich 80 Milliarden Euro erhöht, auch Unternehmensbonds können nun gekauft werden.

Die Folge: Der Euro verbilligte sich zeitweise um mehr als einen US-Cent auf 1,084 Dollar. Und: Nachdem sich der Wechselkurs einige Tage lang von diesem Tiefschlag erholen konnte, hat die EZB jetzt erneut nachgelegt – vorerst nur verbal: So hat die EZB nach Ansicht ihres Chefvolkswirts Peter Praet trotz der jüngsten Leitzinssenkung noch Spielraum für eine weitere geldpolitische Lockerung: "Wie man bei anderen Notenbanken sieht, haben wir rein technisch noch nicht das untere Ende erreicht", wurde der Belgier Ende vergangener Woche von der italienischen Zeitung „La Repubblica“ zitiert.

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  • Wenn Herr Draghi ernsthafte Überlegungen anstellt, Helikopter-Geld zu verteilen, sollte er auch in Erwägung ziehen, Helikopter-Lebensmittel, Fernseher, Autos und Immoblilien abzuwerfen. Wenn ihm das nicht möglich sein sollte, (es muss jemand zunächst diese Werte real produzieren), ist es wenig sinnvoll, fiktive Werte wie Anleihen, Lebensversicherungen und Sparkonten zu halten. Denn nur Reales ist Wahres!

  • @ Napf

    Sie sollten nicht zu viel Vertrauen in Bargeld haben, denn letztendlich ist das, was wir so im Geldbeutel (außer Münzen, die haben wenigstens noch einen Metallwert) herumtragen und was der Herr Draghi inzwischen jeden Monat in Massen produziert, nichts anderes, als bunt bedrucktes Papier.
    Ein "wahrer" Wert steht da nicht (mehr) dagegen und wie bereits erwähnt, kann es mit der Druckerpresse problemlos und beliebig "vervielfältigt" werden.

    Ein "Wertspeicher" sieht in meinen Augen anders aus.......

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