Dax & Co. Warum die Börsen gegen den Terror immun sind

Die Terroranschläge in Paris haben an den Aktienmärkten nur kurz für Verunsicherung gesorgt. Schon zum Wochenstart drehten die Börsen im Handelsverlauf wieder in den Rally-Modus. Ein historischer Erklärungsversuch.
Blick in den Handelssaal der Börse in Frankfurt. Quelle: dpa
Die Aktienmärkte befinden sich wieder im Rally-Modus

Blick in den Handelssaal der Börse in Frankfurt.

(Foto: dpa)

FrankfurtIst es gefühllos und hartherzig, wenn man sich mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen die Terroranschläge in Paris auf die Börsen haben, während die Welt noch trauert? Die Analysten der US-Großbank Citigroup wissen durchaus, dass man ihnen einen Mangel an Mitgefühl unterstellen könnte, aber sie argumentieren: die Finanzmärkte sind offen und man kann professionell bleiben, während man gleichzeitig schockiert ist vom Tod so vieler unschuldiger Menschen.

Generell, so die Analyse der Citi, hat sich die New Yorker Leitbörse relativ schnell von geopolitischen Schocks erholen können – wenn sie sich nicht auf amerikanischem Boden ereigneten. Das deckt sich auch mit einer im „European Journal of Political Economy“ veröffentlichten Studie, in der analysiert wird, wie lange der US-Index DJIA gebraucht hat, bis er sich nach Katastrophen, Kriegen und Terroranschlägen wieder berappelt hatte.

Demnach war der bisher längste Rückschlag nach der Invasion Hitlers in Frankreich im Jahr 1940 zu verzeichnen. Damals brauchte der Index für die 30 wichtigsten Industriewerte in den USA genau 795 Handelstage, bis er wieder zu alter Stärke fand. Der Überfall Japans auf den amerikanischen Marine-Stützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 schockte natürlich auch die Börsianer und es dauerte 232 Tage, bis das Niveau vor der Attacke wieder erreicht werden konnte.

Die besten Tipps für faule Anleger
Das Basis-Portfolio
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Die Stiftung Warentest hat die besten Tipps für faule Anleger zusammengestellt. Die einfachste Variante besteht dabei aus zwei Fonds: zum einen ein Aktien-ETF auf den Weltaktienindex und zum anderen ein Renten-ETF auf einen Euro-Staatsanleihenindex.

Die Mischung macht's
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Ein wichtiger Faktor beim Anlegen für Faule ist die Mischung der Fonds. Grundsätzlich sollten langfristig orientierte Anleger eine 50-50-Mischung wählen und zur Hälfte in Aktienfonds, zur Hälfte in Rentenfonds investieren. Besonders vorsichtige Anleger können auch 75 Prozent ihres anzulegenden Vermögens in den Rentenfonds stecken. Wer mehr riskieren will, sollte stärker auf Aktienfonds setzen.

Variationen
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Das Portfolio für Faule kann leicht variiert werden, indem man statt eines Aktien-ETF auf den Weltaktienindex einen ETF auf einen europäischen Index wählt.

Schwellenländer
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Eine andere Möglichkeit, das Portfolio für Faule anzureichern ist, ihm einen ETF auf Schwellenländer-Aktien oder Rohstoffe beizumischen.

Langfristig denken
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Beim Anlegen für Faule geht es um langfristigen Vermögensaufbau. Geld, das nicht kurzfristig gebraucht wird, kann dort angelegt werden. Außerdem können sich Anleger auch mit einem Sparplan ein Faulen-Portfolio aufbauen.

Notgroschen
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Faule Anleger sollten darauf achten, einen Teil des Geldes kurzfristig zur Verfügung zu haben, um für unvorhergesehene Ausgaben gewappnet zu sein. Wie hoch dieser Notgroschen sein sollte, hängt von der Lebensführung der Anleger ab. Empfohlen wird aber ein Notfalltopf in Höhe von zwei bis drei Monatsgehältern oder -renten.

Minimalbetrag
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Wie hoch der Minimalbetrag beim Anlegen für Faule ist, hängt in der Regel davon ab, wie teuer die Bank ist und welche Art des ETF-Portfolios gewählt wurde. Günstig wird es etwa ab 10.000 Euro.

Beim Terror-Angriff auf das World Trade Center am 11. September 2001 erholte sich die New Yorker Börse innerhalb von 40 Tagen – hier hatten die Broker in der Wall Street den Angriff hautnah miterleben müssen. Ein Grund für die relativ rasche Erholung waren auch große Liquiditätsspritzen der US-Notenbank.

Das Massaker in Paris hat die US-Börse – die den Takt für die weltweiten Finanzmärkte vorgibt – überhaupt nicht in die Knie zwingen können. Am Montag, dem ersten Handelstag nach den Attentaten, zog der Dow Jones um knapp 1,4 Prozent an.

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