Depot Contest Vermögensverwalter setzen auf Bankaktien

Das stärkere Wirtschaftswachstum in Europa könnte die Kreditvergabe europäischer Banken befeuern und ihre Aktienkurse in die Höhe treiben. Im Hintergrund lauern allerdings einige schwer kalkulierbare Risiken.
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Vermögensverwalter setzen auf Bankaktien. Quelle: Reuters
Bros von UBS und Credit Suisse in Zürich

Vermögensverwalter setzen auf Bankaktien.

(Foto: Reuters)

KölnWer höhere Renditen erzielen will als andere Anleger, muss abseits des Mainstreams nach Investmentchancen suchen. Michael Dutz hat das getan – und ist bei der Deutschen Bank fündig geworden. „Wir kennen aktuell niemanden, der positiv für die Kursentwicklung der Deutschen Bank gestimmt ist. Dadurch reichen kleine positive Meldungen aus, damit die Stimmung dreht“, erklärt Dutz, dessen Asset-Management-Haus Adlatus am jährlichen Depot-Contest des Online-Brokers DAB BNP Paribas teilnimmt, den das Handelsblatt als Medienpartner begleitet.

Aktien der Deutschen Bank haben dem Musterdepot von Adlatus auf kurze Sicht den höchsten Wertzuwachs beschert. Derzeit steht die Aktie des Geldhauses bei rund 17 Euro. Dutz hat ein Kursziel von 23 Euro im Blick. „Das Tal der Tränen ist durchschritten, wir sehen den klassischen Turnaround kommen“, sagt er.

Mit Bankaktien ist es so eine Sache: Einerseits drücken das niedrige Zinsniveau, die noch immer relativ schwache Konjunktur und die steigenden Regulierungsanforderungen auf die Margen der Geldhäuser. In der Folge sind ihre Aktienkurse unter Druck geraten. Andererseits haben kleine Erfolgsmeldungen, etwa über Umstrukturierungen, zuletzt hier und da Kursrallys angestoßen. Bald könnte es nachhaltig aufwärts gehen, sagen Marktbeobachter. Sie haben mehrere Faktoren im Blick, die die Kurse von Finanztiteln in die Höhe treiben könnten.

So beliebt sind Luxusgüter bei Investoren
Platz 10: Kunst
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Kunst ist kaum gefragt. Die Kapitalanlage sinkt laut Knight Frank Luxury Investment Index um 14 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Im Langzeitvergleich über zehn Jahre liegen Kunstwerke mit einem Plus von 139 Prozent noch im soliden Mittelfeld bei den alternativen Geldanlagen. Für die Gewichtung des Indizes werden jeweils Experten oder Branchendienste befragt. Erstellt wird er jährlich von dem Londoner Luxusimmobilienmakler Knight Frank. Der Renditeindex für Luxusgüter wird für die vergangenen zwölf Monate und im Langzeitvergleich über zehn Jahre ausgewertet.

Platz 9: Chinesische Keramik
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Die Verkaufserlöse für chinesisches Keramik gingen ebenfalls um 14 Prozent zurück. Das wertvolle Geschirr unterliegt wie andere Sektoren den aktuellen Modetrends und dem Geschmack der Sammler.

Platz 8: Möbel
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Auch schicke Luxusmöbel werden nicht mehr so stark nachgefragt, wie noch im vergangenen Jahr. Die Erlöse gingen um fünf Prozent zurück. Das ist kaum überraschend, denn es bestätigt den Negativ-Trend der vergangenen zehn Jahre: um 31 Prozent fiel der Wert seit den Erhebungen des KFLII.

Platz 7: Diamanten
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Der Oppenheimer Blue ist das teuerste Juwel, das je bei einer Auktion verkauft wurde: Für 57,6 Millionen Dollar ging der Diamant nach einer zwanzig minütigen Versteigerung an seinen neuen Besitzer. Die Verkaufspreise für Diamanten stiegen dennoch nur wenig an – um 0,4 Prozent.

Platz 6: Briefmarken
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Briefmarken – ein Luxusgut, dass wohl nie aus der Mode kommen wird. Die Verkaufspreise stiegen in den letzten zwölf Monaten um ein Prozent. Rückblickend ist das eine Erlössteigerung von 133 Prozent in den vergangenen zehn Jahren.

Platz 5: Schmuck
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Luxuriöser Schmuck ist weiterhin beliebt: Der Preis stieg um 3 Prozent im vergangenen Jahr. Eine Überraschung war der Verkauf eines 14,13 Karat schweren Rings für 1,4 Million Pfund im Dezember, ursprünglich wurde der Wert auf 800.000 britischen Pfund geschätzt.

Platz 4: Uhren
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Eine seltene Armbanduhr des Herstellers Patek Philippe brach den Rekord im vergangenen Jahr, sie ging für 11 Millionen unter den Hammer. Mit vier Prozent stieg der Preis für die Luxus Kapitalanlage.

Europäische, global agierende Banken haben ihre Hausaufgaben gemacht, Altlasten beseitigt und Kosten gesenkt, sagt Vermögensverwalter Dutz. Auch der Börsenboom in den USA und die geplante Lockerung der Bankenregeln durch US-Präsident Donald Trump dürften den Instituten zugutekommen. „Sollten dazu noch Übernahmefantasien und Fusionsgerüchte kommen, wäre der Damm endgültig gebrochen.“

Der Vermögensverwalter sieht bei europäischen Bankaktien bis Jahresende ein Kurspotenzial von 40 bis 50 Prozent. Neben der Deutschen Bank findet er derzeit BNP Paribas, Credit Suisse und UBS interessant. Alle drei Banken sind weltweit aktiv und haben ein starkes Standbein in den USA. Der Commerzbank, deren Aktienkurs sich zuletzt leicht erholt hat, steht Dutz skeptisch gegenüber. „Sie hat sich zu stark auf Europa fokussiert“, erklärt er.

Zu viel Europa-Geschäft gilt als problematisch – ein zu hoher US-Anteil allerdings auch. Viele Anleger sehen amerikanische Geldhäuser jetzt kritisch. Grund: Trumps Deregulierungspläne dürften dem US-Bankensektor zwar nützen. Solange nicht klar ist, wie die Branchenreform konkret aussehen wird, ist das Risiko für Anleger aber hoch. Europäische Vermögensprofis konzentrieren sich bei Bankaktien deshalb lieber auf den Heimatmarkt und suchen dort nach international aktiven Instituten.

Europäische Bankaktien sind vergleichsweise günstig.
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  • Wie gut das es die Vermögensverwalter gibt, sorgen sie doch dafür, dass uns Investoren nie das Geld ausgeht. Ha Ha Ha

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