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Depot-Gebühren Wie Anleger ihre Renditen vor zu hohen Kosten schützen

Handelsgebühren und laufende Kosten für Fonds und ETFs unterscheiden sich. Das nagt mitunter deutlich an der Rendite. Ein Vergleich lohnt sich.
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Oft lohnt es sich, bei Direktbanken oder Brokern nach geringen Gebühren zu suchen. Quelle: Moment/Getty Images
Depotzusammenstellung

Oft lohnt es sich, bei Direktbanken oder Brokern nach geringen Gebühren zu suchen.

(Foto: Moment/Getty Images)

Frankfurt Die Kosten für ein Depot und den Handel von Wertpapieren sollten Anleger unbedingt vergleichen, können diverse Gebühren doch empfindlich die Rendite schmälern. Grundsätzlich empfiehlt es sich, nach Depots ohne Grundgebühren zu schauen. Diese bieten oft Direktbanken oder Broker an.

Deutliche Unterschiede zwischen den Anbietern gibt es allerdings bei den Kauf- und Verkaufkosten für Wertpapiere, wie der Frankfurter Finanzdienstleister FMH-Finanzberatung in einem Vergleich von 18 Onlinebrokern feststellt. Für Depots zweier typischer Anleger klaffen die jährlichen Kosten des günstigsten Anbieters und teurerer Anbieter bis zum Fünffachen auseinander.

So zahlt ein Anleger für sechs Orders im Jahr über je 10.000 Euro für ein Depot mit einem Vermögen von 120.000 Euro beim niederländischen Broker DeGiro 27,60 Euro. Bei der Online-Investment-Plattform Maxblue der Deutschen Bank, bei Wüstenrot direct und der Targobank werden für diesen Anleger dagegen jeweils 150 Euro jährlich fällig.

Ein aktiverer Anleger, der 16 Orders von je 2.500 Euro im Jahr erteilt und 35.000 Euro Kapital im Depot liegen hat, zahlt bei DeGiro 42,40 Euro Gebühren. Bei der Direktbank DKB berappt er dagegen 160 Euro. Nur ein Anbieter unter den besten zehn Brokern in der Auswertung von FMH, die Netbank, nimmt Depotgebühren.

Außer für den Handel von Wertpapieren fallen unter Umständen weitere deutliche Kosten an, wenn ein Anleger aktive, also von Fondsmanagerhand gesteuerte Fonds besitzt. Im Durchschnitt kosten etwa Aktienfonds rund 1,5 Prozent des Anlagekapitals im Jahr, Anleihefonds rund ein Prozent und die aus verschiedenen Wertpapieren zusammengestellten Mischfonds oft mehr.

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Bei den Gebühren nennt Thomas Mai, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bremen, daher eine Toleranzschwelle: Fonds, die mehr als zwei Prozent pro Jahr kosten, seien nur in Ausnahmefällen zu rechtfertigen, meint er: „Zu einem derart teuren Fonds gibt es meist ein günstigeres Pendant.“

Damit aber nicht genug: Meist fallen für die Fonds zusätzlich Kaufgebühren, die Ausgabeaufschläge, an, von bis zu rund fünf Prozent der Anlagesumme. Allerdings bieten Broker und Direktbanken zahlreiche Fonds mit verringerten Kaufkosten an.
Deutlich preiswerter sind die indexnachbildenden börsengehandelten ETFs, die oft weniger als 0,5 Prozent im Jahr kosten. Sie werden über die Börse mit einer Differenz zwischen Verkauf- und Ankaufkurs gehandelt.

Diese Fonds werden beliebter, auch weil Renditevergleiche regelmäßig ergeben, dass die meisten aktiven Fonds auf Dauer schlechter als ihre Vergleichsindizes abschneiden. Dies liegt nicht zuletzt an den oft hohen Gebühren. Auch hier hält es Verbraucherschützer Mai mit einer Daumenregel: Fonds, die über einen langen Zeitraum von etwa fünf Jahren schlecht abgeschnitten haben, werden seiner Erfahrung nach auch künftig nicht zu den Spitzenprodukten gehören.

Von solchen Fonds sollten sich Anleger besser trennen, als auf bessere Zeiten zu hoffen.

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