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Deutsche-Bank-Fondstochter DWS-Chef Asoka Wöhrmann baut Führungsriege um

Das Unternehmen trennt sich mit Thorsten Michalik und Jon Eilbeck von zwei hochrangigen Managern. Vertraute des DWS-Chefs Asoka Wöhrmann übernehmen die Jobs.
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Der neue DWS-Chef besetzt wichtige Posten mit seinen Vertrauten. Quelle: Marko Priske für Handelsblatt
Asoka Wöhrmann

Der neue DWS-Chef besetzt wichtige Posten mit seinen Vertrauten.

(Foto: Marko Priske für Handelsblatt)

Frankfurt Asoka Wöhrmann fackelt offenbar nicht lange: Gut drei Wochen nachdem der neue DSW-Chef in seiner ersten Ansprache die Mitarbeiter auf einschneidende Veränderungen eingestimmt hat, trennt sich die Deutsche-Bank-Fondstochter von Vertriebschef Thorsten Michalik und von Organisationschef Jon Eilbeck. Beide werden das Unternehmen zum Ende des Monats verlassen, wie die DWS mitteilte.

Ersetzt werden sie mit zwei erfahrenen Managern aus dem Deutsche-Bank-Konzern: Dirk Goergen, zuletzt Leiter des Vertriebs für Privatkunden in Deutschland in der Privat- und Firmenkundenbank der Deutschen Bank, wird den Vertrieb in Europa leiten. Mark Cullen wird neuer Organisationschef (COO).

Cullen arbeitet seit 26 Jahren im Konzern in verschiedenen Führungspositionen, zuletzt als Chef der Konzernrevision. Er war zwischen 2004 und 2012 bereits COO der Deutsche-Bank-Fondstochter, die damals Deutsche Asset Management hieß. Beide gelten als enge Vertraute von Wöhrmann.

Mit diesen beiden Umbesetzungen adressiert Wöhrmann zwei Bereiche, in denen der DWS Schwächen nachgesagt werden. Michalik war wie der Ende Oktober geschasste DWS-Chef Nicolas Moreau nach milliardenschweren Kapitalabflüssen in diesem Jahr unter Druck geraten. Neben Problemen mit der Performance großer aktiv gemanagter Fonds gilt eine Schwäche im Vertrieb als Grund dafür.

Michalik wie Moreau wurde Insidern zufolge intern vorgeworfen, keinen engen Draht zu den starken Vertriebspartnern der DWS zu haben. Zudem galt Michalik als jemand, der zu stark auf das margenschwache passive Geschäft gesetzt habe und wenig vom aktiven Geschäft verstehe. Besonderen Nachholbedarf soll die DWS im Vertrieb an Großinvestoren haben.

Goergen soll nun offenbar beides in Schwung bringen: Er werde sich auf den Vertrieb für private und institutionelle Kunden in Europa „konzentrieren“ und auch die digitale Vertriebsstrategie der DWS verantworten, teilt die DWS mit. Dazu passt, dass Goergen in der Deutschen Bank etwa bereits an der Integration der traditionellen und digitalen Vertriebskanäle gearbeitet hat.
Die Position eines Organisationschefs stellt sich Wöhrmann Insidern zufolge stärker operativ vor – mit einem Manager, der Strategien beherzt umsetze. Jon Eilbeck habe die Funktion offenbar eher technisch ausgefüllt, heißt es. So gebe es Synergien zu heben, ließen sich etwa doppelte Strukturen in verschiedenen Regionen finden.

Eilbeck arbeitete jahrelang als COO und hatte, bevor Wöhrmanns Vorgänger Moreau anfing, zwischenzeitlich das Unternehmen als Vorstandschef geleitet. Cullen hat in seiner Zeit bei der Fondstochter bereits direkt mit Wöhrmann zusammengearbeitet.

Der DWS zufolge soll damit der Umbau in der Geschäftsführung abgeschlossen sein. „Mit diesen Veränderungen in der Geschäftsführung haben wir jetzt das richtige Team, um alle unsere Anstrengungen auf die Umsetzung unserer Strategie zu fokussieren“, kommentiert Wöhrmann die beiden Top-Personalien.

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