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Die Kursmacher Jim O’Neill

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Marktkapitalisierung der Aktienmärkte. Grafik: Wirtschaftswoche

Marktkapitalisierung der Aktienmärkte. Grafik: Wirtschaftswoche

Inzwischen hat sich die Idee verselbstständigt, neben Dutzenden Fonds mit Bric-Etikett gibt es mindestens noch einmal so viele Derivate, die das Thema spielen. HSBC musste den Fonds Bric-Freestyle sogar für neue Anleger schließen – mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro wäre er zu unbeweglich geworden. Der DWS Invest Bric ist mit 4,1 Milliarden Euro Anlegergeldern ausgestattet. Allein deutsche Privatanleger haben elf Milliarden Euro in Fonds dieser Machart gesteckt.

Aber "auch die Schwellenländer verfügen, wie die Rohstoffmärkte, nur über eine begrenzte Zahl liquider Aktien, in die Bric-Fonds investieren können", warnt Keppler, "an der indischen Börse haben die enormen Mittelzuflüsse schon zu teilweise haarsträubenden Bewertungen geführt." Kritiker werfen O’Neill vor, seine Idee sei gar kein Anlagekonzept, bestenfalls ein volkswirtschaftliches. Da nutzt es dem treuen Fan von Manchester United mittlerweile wenig, dass er genau das selbst immer betont hat.

Zum Schaden der Anleger war O’Neills Idee nicht: Viele der Fonds haben sich seit ihrem Start vervierfacht. Im Schnitt legten sie 2006 40 Prozent zu, mehr als der breiter angelegte Schwellenländerindex MSCI Emerging Markts. Bric-Erfinder O’Neill selbst ist der Erfolg seiner Idee nicht mehr geheuer. Er rät Anlegern, auch auf andere Länder zu setzen. Und er wäre nicht Jim O’Neill, hätte er nicht auch dafür ein griffiges Kürzel erfunden, das die Industrie bereits begeistert vermarktet: Die elf nach seiner Meinung wichtigen Länder, darunter zum Beispiel die Türkei, Bangladesch und Vietnam, haben zwar außer ihrem starken Bevölkerungswachstum nichts gemeinsam. Aber seit ein paar Monaten hören sie in der Finanzbranche gemeinsam auf den Namen "Next Eleven".

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