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Digitaler Vermögensverwalter Liqid bietet künftig auch professionelle Immobilienfonds an

Der digitale Vermögensmanager Liqid erweitert sein Angebot. Künftig können die Kunden ihr Geld auch in professionellen Immobilienfonds anlegen.
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Das Zielvolumen für Liqid Real Estate wurde mit 30 Millionen Euro angegeben. Quelle: Westend61/Getty Images
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Das Zielvolumen für Liqid Real Estate wurde mit 30 Millionen Euro angegeben.

(Foto: Westend61/Getty Images)

FrankfurtDer digitale Vermögensverwalter Liqid baut sein Angebot abseits der klassischen Anlagethemen aus. Zukünftig können die Kunden ihr Geld auch in professionellen Immobilienfonds anlegen – vorausgesetzt, sie haben dafür mindestens 200.000 Euro frei verfügbar. „Kundenanfragen haben uns in dieses Thema getrieben“, sagte CEO Christian Schneider-Sickert am Mittwoch in Frankfurt.

Bisher hatte Liqid schon Beteiligungen an Private-Equity-Fonds ermöglicht, in solche unternehmerischen Beteiligungsfonds flossen bisher rund 100 Millionen Euro. Bei den Immobilien-Investments zielt man nicht auf 1A-Objekte, sondern auf Bestandsimmobilien in guten Lagen, die nach allen Kosten eine Rendite von fünf Prozent abwerfen sollten. Das Zielvolumen für Liqid Real Estate wurde mit 30 Millionen Euro angegeben.

Insgesamt will man mit Investments in zehn Zielfonds rund 100 bis 150 Objekte abdecken. Bei den Fonds handelt es sich um Profi-Geldtöpfe für Immobilien, die beispielsweise Blackrock, Barings, AEW oder EQT managen. Als privater Investor hat man hier in der Regel keinen Zugang, Liqid gelingt über die Bündelung von Interessen der Einstieg.

Partner von Liqid ist die Bad Homburger Gesellschaft HQ Trust, die das Vermögen der Familie Harald Quandt und anderer reicher Familien betreut. Bei wohlhabenden Kunden gingen heute schon bis zu 50 Prozent der Anlagegelder in illiquide Investments wie Private Equity oder Immobilien, wo über einen Zyklus hinweg Renditen von neun beziehungsweise fünf Prozent erzielbar seien, sagte Jochen Butz, Managing Partner von HQ Trust.

Anleihen würden dagegen im Mittel nur noch ein Prozent Rendite abwerfen, Aktien sechs Prozent, Hedgefonds circa drei bis vier Prozent.

Ob Immobilien auch zukünftig eine gute Wahl sind, ist offen, man sei „schon weit im aktuellen Zyklus“, gab Liqid-Gründer Schneider-Sickert zu. Außerdem tobt derzeit eine Diskussion, ob man Mieten in Ballungsräumen deckeln soll.

Die Anlagemanager räumten ein, dass die professionellen Immobilienfonds zwar auf leichte Mietsteigerungen setzten, dafür aber nach energetischen Sanierungen die Nebenkosten geringer ausfielen. „Es geht hier nicht um Luxussanierungen“, sagte der Liqid-Chef.

Spielfeld für Venture-Capital-Geber

Nach Auskunft des Managements ist Liqid beim verwalteten Vermögen „stark in Richtung 500 Millionen Euro unterwegs“, profitabel arbeitet die Plattform allerdings nicht. Zu den Investoren von Liqid zählen Toscafund, Project A Ventures, Dieter von Holtzbrinck Ventures und Berliner Volksbank Ventures.

Die Fintechs bleiben ein beliebtes Spielfeld für Venture-Capital-Geber, dreistellige Millionensummen kassierten dieses Jahr neben der Onlinebank N26 auch Chime in den USA sowie Oak North und Starling Bank in Großbritannien.

Die Experten der Beratungsgesellschaft KPMG rechnen bei den Fintechs für Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung, Online-Banking oder Versicherungsdienstleistungen mit Zusammenschlüssen, um so Marktanteile zu gewinnen. Zu den Wettbewerbern von Liqid zählt beispielsweise der Robo-Advisor Scalable Capital in München, an dem der Finanzkonzern Blackrock beteiligt ist.

Mehr: Die Allianz und das Fintech-Unternehmen Moneyfarm bringen einen neuen digitalen Vermögensverwalter auf den deutschen Markt. So funktioniert der neue Robo-Advisor von Allianz und Moneyfarm.

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