Dividenden Dax-Konzerne überweisen 29 Milliarden Euro

In der diesjährigen Dividenden-Saison schütten 15 Dax-Konzerne so viel aus wie noch nie zuvor in ihrer Firmengeschichte. Allerdings gibt es auch einige Negativausreißer, die die Gesamtbilanz etwas trüben.
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Wichtiger als eine hohe Dividendenrendite sind stetig steigende Dividenden. Quelle: IMAGO
Dax-Dividenden

Wichtiger als eine hohe Dividendenrendite sind stetig steigende Dividenden.

(Foto: IMAGO)

DüsseldorfDer Aktionär ist König – aber nicht überall. Die diesjährige Dividenden-Saison enthält viele Superlative: 24 der 30 größten börsennotierten Unternehmen zahlen ihren Aktionären in diesem Jahr mehr Dividende als im Vorjahr. 15 Konzerne schütten sogar so viel aus wie noch nie in ihrer Firmengeschichte, darunter der Pharmakonzern Bayer, der Gesundheitsspezalist Fresenius und die Autobauer BMW und Daimler. Dennoch sinkt die Gesamtsumme nach Berechnungen der Unternehmensberatung EY leicht um 1,9 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro.

Wie ist das Minus zu erklären? Fast alle kleineren und mittelgroßen Dax-Unternehmen erhöhen ihre Dividende, doch einige wenige Schwergewichte muten ihren Aktionären empfindliche Einbußen zu. So gehen Aktionäre bei der Deutschen Bank in diesem Jahr leer aus, auch RWE streicht seine Dividende zumindest für die Stammaktionäre komplett, stimmrechtslose Vorzugsaktionäre erhalten eine Mini-Dividende von 13 Cents je Aktie.

Schließlich kürzt Volkswagen seine Ausschüttung für die Stammaktien um gut 96 Prozent: Anstelle von 4,60 Euro pro Aktie, wie noch im Vorjahr, gibt es diesmal nur elf Cents. Allein diese drei Unternehmen stehen für ein Minus von 3,8 Milliarden Euro. Anders formuliert: Ohne diese drei Ausreißer wäre die Gesamtsumme der Dividenden um mehr als zehn Prozent auf fast 33 Milliarden Euro gestiegen.

Doch auch mit diesen wenigen, aber großen Ausreißern bedeutet die diesjährige Dividende im Dax die zweitgrößte Summe in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Größter Dividendenzahler Deutschlands ist Daimler mit einer Ausschüttungssumme von knapp 3,5 Milliarden Euro. Der Autobauer erhöht seine Dividende drastisch um 33 Prozent von 2,45 Euro auf 3,25 Euro.

Außerordentlich spendierfreudig zeigen sich auch der Autobauer BMW, der Zulieferer Continental und der Gesundheitsspezialist Fresenius. Sie erwirtschaften ungeachtet der Krise in vielen Schwellenländern Rekordgewinne. Auch der Markenkonzern Henkel und die Softwareschmiede SAP zeigen sich ökonomisch stabil ­­- und erhöhten ihre Dividende kräftig. Die Commerzbank und Deutsche Lufthansa zahlen nach einer Nullrunde im Vorjahr erstmals wieder eine Dividende.

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10 Kommentare zu "Dividenden: Dax-Konzerne überweisen 29 Milliarden Euro"

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  • FREUT euch nur über diese Zahlung

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    DIVIDENDE


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    Ihr werdet es noch sehen, das ist erst der ANFANG vom ENDE



    wir werden von den KONZERNEN nur geblendet





  • Nehmen Sie deutsche Aktien und Sie magern ab. Sie mit Ihrem Teufelszeug werden
    noch den Metz erleben. Siehe unten.

  • ja, eine Schade diese Steuer auf Gewinne ehrliche Aktien.

    Kein Wunder, das JEDER, wo es sich lohnt, dem deutschen H4-Staat den rücken kehrt.

  • hmmm, wer sagt eigentlich, dass man deutsche Aktien nehmen muss ??

    Ich sach ja, CFD auf den Dax

  • NEIN, die Nullzinspolitik zerstört die Marktwirtschaft. Das kapieren die keynesianischen Vollpfosten bei den ZB´s jedoch nicht. Die Dividendenjäger können sich nur für einen relative kurze Zeit freuen - danach wird für eine sehr, sehr lange Zeit nämlich komplett Schicht im Schacht sein:
    "Denn steigende Aktienkurse lassen die Aussicht auf künftige Verzinsung schwinden: Steigt der Aktienkurs, sinkt (bei gegebenen Unternehmensgewinnen) die in der Zukunft zu erwartende Verzinsung auf das eingesetzte Kapital.
    Nun lassen sich zwei Szenarien unterscheiden.
    Im ersten Szenario fällt die zu erzielende Verzinsung auf null: Mit dem dauerhaften Halten von Aktien lässt sich keine positive Verzinsung mehr erzielen.
    Im zweiten Szenario steigen die Aktienkurse so stark an, dass Anleger fortan sogar mit fallenden Kursen rechnen müssen, also mit einer negativen Verzinsung des Kapitals...
    Was also machen die Menschen, wenn die Marktzinsen unter den natürlichen Zins fallen oder gar negativ werden? Die Antwort lautet: Sie sparen nicht mehr, sondern konsumieren ihr gesamtes Einkommen. Gleichzeitig investieren sie nicht mehr: Weder gibt es Ersatz- noch Neuinvestitionen. Und sobald der Kapitalstock aufgezehrt ist, kann auch nichts mehr produziert werden.
    Man ahnt, wohin das führt: Die Volkswirtschaft fällt in eine primitive Subsistenzwirtschaft zurück. Die Arbeitsteilung endet, es kommt zur Verarmung und Verelendung.
    Was vielleicht auf den ersten Blick als „konjunkturstützend“ erscheinen mag, ist in Wahrheit verheerend. Die Null- und Negativzinspolitik der Zentralbanken baut nicht auf, sondern zerstört, reißt nieder."
    http://www.rottmeyer.de/welt-ohne-zins-ohne-zins-gibt-es-chaos/
    Und "Signore Draghi" ist einer der "Chefschwinger" der Abrissbirne für die Weltwirtschaft.

  • http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/porsche-se-vw-grossaktionaer-erhoeht-den-dividendenvorschlag/13499990.html

    Sehen Sie, was ich schreibe, von den deutschen Dividenden kann nicht mal der Porsche mehr leben, eine Schande und dann auch noch die KESt.

  • Das stimmt nur insofern, daß sich die Briefkästen im Ausland befinden.

  • Da macht sich das Handelsblatt über den Aktionär lustig, nur weil er beherzt um seine Dividende
    und Existenz am Würstchenstand beim Daimler kämpft. Dann behauptet die Fachpresse auch noch, daß die Konzerne spendierfreudig sind, obgleich der Durchschnitts-Aktionär immer dünner
    wird, ob der harten Kämpfe am Buffet. Solche Artikel sind mir unverständlich.

  • Wenn sich mehr als 80 Prozent der Daxwerte in der Hand ausländischer Anleger befinden, dann kriegen die wohl auch 80 Prozent oder 23 Milliarden Euro Dividende, stimmts?
    Wie viel wird davon in Deutschland versteuert? Durch Cum ex überhaupt nichts, aber die Mehrwertsteuer wird mehrfach ersetzt,ohne je bezahlt zu sein.
    Das finden die Daxkonzerne auch noch gut. Sind nur die Anleger gemeingefährlich oder auch die Dividendenausschütter, die nicht investieren.

  • Sehr gut. Also ist doch u.a. die Dividende der neue Zins beim passiven Einkommen aus Sachwerten und Produktivkapital/vermögen wie Aktien und Immobilien.

    Verstehe immer nicht wenn das angezweifelt wird und manche Menschen Signore Draghi für ihre falschen Investmententscheidungen verantwortlich machen.

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