Drei Strategien, drei Depots Börsianer strafen SAP ab

Der Softwarekonzern SAP baut um: Künftig soll es nur noch eine Führungsspitze geben. Börsianer zeigen sich misstrauisch. Die Aktie fällt. Kerstin Leitel bleibt dennoch investiert - aus guten Gründen.
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Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Meine SAP-Aktie macht mir derzeit keine große Freude, ständig kommen neue Nachrichten, die die Aktie unter Druck setzen. Nun auch noch das: Überraschend wurde mitgeteilt, dass die derzeitige CEO-Doppelspitze im kommenden Jahr beendet wird. Bill McDermott wird allein verantwortlicher Vorstandsvorsitzender, Co-CEO Jim Hagemann Snabe wechselt nach der Hauptversammlung im Mai 2014 in den Aufsichtsrat.

Die Börsianer zeigten sich misstrauisch und verkauften, die Aktie fiel erneut zurück. Doch müssen hinter diesem Schritt tatsächlich schlechte Nachrichten aus Sicht der Aktionäre stecken? Hagemann Snabe  selbst erklärte dazu, nach über 20 Jahren bei SAP einen neuen beruflichen Lebensabschnitt zu beginnen, der es ihm erlaube, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das kann vieles heißen.

Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank sieht das jedoch nicht kritisch für die Aktionäre. „Da Jim Hagemann Snabe in den Aufsichtsrat wechselt, erwarten wir keinen Strategiewechsel“, erklärte er in einer ersten Einschätzung. Er verweist darauf, dass die Aktie – die von vielen Börsianern immer wieder als überteuert bezeichnet wird - seit Mai deutlich an Wert verloren habe. “Wir raten zum Kauf der Aktie auf diesem Kursniveau“, schlussfolgert Schnitzer. Also bleibe ich investiert.

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