Drei Strategien, drei Depots Charttechnik entpuppt sich als Rohrkrepierer

Die Nokia-Aktie schießt nach oben. Für das entsprechende Zertifikat im spekulativen Depot ist das keine gute Nachricht. Und der Erkenntnisgewinn von Charttechnik liegt in etwa auf dem Niveau einer Bauernregel.
8 Kommentare
Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

(Foto: Pablo Castagnola)

Zwei Mal hatte ich beschrieben, warum das Bonuszertifikat auf Nokia (WKN: VT7ZWM) gegenüber dem Direktinvestment die bessere Wahl war. Doch nun kam alles anders. Mit dem Verkauf der Mobilfunksparte für mehr als fünf Milliarden Euro sprang die Nokia-Aktie von 2,96 auf bis zu 4,31 Euro und damit deutlich über den maximalen Rückzahlungsbetrag des Zertifikats in Höhe von 3,86 Euro. Das war der Preis für das geringere Risiko.

Denn die 3,86 Euro hätte ich bereits erhalten, wäre die Aktie bis Ende März 2014 niemals auf die Marke von 1,95 Euro gefallen. Doch hätte und könnte sind an der Börse keine relevanten Begriffe – zum Schluss zählen nur Gewinn oder Verlust.

Die 2500 Zertifikate habe ich verkauft und freue mich über einen Gewinn von mehr als 1600 Euro in nur zehn Wochen. Denn die Jahresrendite, die ich mit dem Bonuszertifikat auf Nokia hätte erzielen können, lag nach diesem Kurssprung nur noch bei zwei Prozent. Viel zu wenig für ein spekulatives Musterdepot. Nun suche ich nach neuen Investmentchancen. Je nach Börsenlage warte ich noch ein paar Wochen ab, bevor ich kaufe.

Hugo Boss bleibt im Depot
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Drei Strategien, drei Depots - Charttechnik entpuppt sich als Rohrkrepierer

8 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Charttechnik entpuppt sich als Rohrkrepierer"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • GGGGÄÄÄÄHHHNNNNNNNNN

  • Es ist absolut nicht nachvollziehbar, wie jemand, der die Charttechnik auch nur halbwegs verstanden hat seit Anfang August nennenswerte Verluste einfahren konnte.

    Zum ersten Short bei 8460 gehörte schon etwas Erfahrung und eine gewisse Chuzpe - wenn die "Strolche" den Dax nachbörslich so weit hochziehen ist ein Short fast schon Pflicht.

    Danach immer über 8400 short Stop 8460 und ging es auf die 8200 zu long mit Stop 8200.

    Das ermöglichte jedes mal grosse Positionen.

    Kleiner Stop = kleines Risiko = Mehr Positionen bei 1% Depotrisiko.

    Auf einmal fiel es ohne sonst übliche grosse Tricksereien weiter und die 8200 wurde durchbrochen.

    Der Short von 8400 war ja im Depot, wo er auch blieb als sich gegen 16:30 Uhr um 8260 die Bullen unüblich bedeckt hielten.

    Nun das Gap. Wird ein Gap geschlossen geht es normalerweise erst mal wieder in die andere Richtung.

    8080 also Short raus Long rein.

    Kurse steigen dann normalerweise wieder bis an die vorher durchbrochene Unterstützung, die dann als Widerstand fungiert - 8200 kam auch.

    Dort dann wieder short bis zum Retest von 8080.

    Also bei 8080 abermals long.

    Als nächstes das 50er Fibo-Retracement der Abwärtsstrecke 8420 - 8080 - so um die 8260.

    Dort short, da das 61,8 er Retracement (8300) normalerweise nicht in einem Zug angelaufen wird. Ziel eigentlich 8125.

    Nach dem Sell-off mit extrem hohen Umsätzen an die 8140 erst mal den Short raus. Normalerweise fallen die Kurse nach so einem Ereignis für mehrere Stunden nicht mehr nennenswert darunter.

    Was mich dann am Dienstag Abend zu einem Long bei 8140 bewegte. Stop 8070. Ziel 8300+. Morningstar im Stundenchart - die Chancen stehen gut.

    Also alles wie aus dem Lehrbuch.

    WO kann man sich dann da schwer vertun???

    Wer die Stops gesetzt hat konnte nicht viel verlieren.

    Auf die Nase gefallen sind diejenigen, die im Glauben an die Crash-Propheten blindlinks in die Landschaft geshortet haben und dachten das sein jetzt der Beginn des grossen Crashs als 8200 durchbrochen wurden.

  • Der Sinn der Charttechnik ist NICHT das Orakel, das stets über die Kursrichtungen bescheid weiss.

    Der Sinn ist die Long oder Short Einstiegspunkte zu bestimmen, die mit einem geringsmöglichen Risiko (Stop loss) eine mindestens doppelt so hohen Gewinn wie das Risiko versprechen. Dabei wird der potentiele Gewinn ebenfalls aus der Charttechnik abgeleitet.

    Um bei dem "Versager" vom Freitag Abend zu bleiben:

    Nach einem geradezu mustergültigen Flaggenanstieg vom Tief am Mittwoch wurde dieses Tief am Freitag abermals getestet.

    Trotzdem können die Kurse am Montag natürlich steigen oder fallen.

    Die Charttechnik sagt mir long beim abermaligen Test des Tiefs - wird es unterschritten folgen weiter fallende Kurse, hält es ist von einem weiteren Anstieg auszugehen, der idealerweise über die 8215 hinausgeht.

    Also Long 8090 mit einem Schein KO 8050 (=Stop). Das schützt vor grösseren Verlusten bei einer dramatisch tiefen Eröffnung am Montag.

    Also Risiko 40 Gewinnaussicht mindestens 165.

    Geht man davon aus, dass die Trades zu 60 % klappen ist langfristig ein Gewinn unvermeidbar.

    Chartteschnisch korrekte Trades wohlgemerkt.

    Dazu gehört auch die Charttechnisch ermittelten Ziele einzuhalten - zumindest das doppelte des Risikos denn sonst geht die Rechnung am Ende nicht auf.

    UND: Es ist ganz klar festzustellen. Die Charttechnik hat bei den im Artikel beschriebenen Sachverhalten nicht versagt.

    Es wurde offensichtlich einer fehlerhaften Analyse gefolgt, was das Beispiel vom Freitag eindeutig belegt.

    Analysen, die überall zu lesen stehen und bei denen sich alle einig sind stimmen meistens nicht bzw. der Markt sorgt dann dafür, dass sie nicht stimmen denn die Macher der Kurse sind auch diejenigen, die die Gewinne der Anleger bezahlen müssten.

    Gleiches Spiel wie am Freitag heute. Gehe Dax long 8140 Ziel mindestens 8300 Stop 8070.


  • Seltsame Kommentare, noch seltsamere Strategien. Eine Richtung und eine wirkliche Strategie ist für mich nicht zu erkennen. Aber klar: wenn sie wirklich gut wären, bräuchten sie nicht hier für kleines Geld zu schreiben...

  • Mit eigenem Ged wäre die Party der 3 Affen bald u ende,
    mit fremden Geldern macht das ja ichts.

    Nutzloses pekultive Geschreibe ohne Wert

    Rudolfo

  • Nutzlose Kommentare,

    eine Strategie ist nicht erkennbar. Die einzige die ich hier sehe ist: Hin und her macht Taschen leer.

    Den Platz für interessante Artikel einsparen und solchen Schwachsinn nicht mehr veröffentlichen

    Schönen Abend noch

    Rudolfo

  • Ein besoffner Affe mit einem Stift bringt eine bessere Rendite zustande.

  • Charttechnik als Bauernregel. Warum nicht. Aber dann werden einige arbeitslos. Ich schätze mal so 15-20% bei Printmedien, Banken, Fonds, ... Handelsblatt will Arbeitsplätze abbauen. Viel Spaß dabei.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%