Drei Strategien, drei Depots Die Geldmaschine gerät ins Stottern

Seit Jahren kennt die Kurve von Fresenius nur eine Richtung: nach oben. Doch nach dem Gewinneinbruch der amerikanischen Tochter befürchten viele Anleger ein Ende des Höhenflugs. Droht jetzt der große Kursrücksetzer?
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Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Ein Klassiker für mein konservatives Depot wären eigentlich die Aktien von Fresenius. Gesundheit ist schließlich ein wenig zyklisches Geschäft und 20 Jahre in Folge hat der Konzern seine Dividende erhöht. Doch mir war die Aktie bislang zu teuer. Am Dienstag hat sich an den Quartalszahlen aber gezeigt, dass auch das Gesundheitsbusiness nicht frei von Schwankungen ist.

Fresenius selbst verdiente zwar im vergangenen Jahr mehr, aber die auf Dialyse spezialisierte Tochter Fresenius Medical Care (FMC) musste zuletzt einen Rückgang verbuchen und schockte Anleger mit einer Gewinnwarnung. FMC spürt vor allem Gegenwind in den USA, weil es dort seit Jahresbeginn eine Steuer auf medizinische Geräte gib. Und da FMC 29 Prozent ihres Gewinnes beim Mutterkonzern abliefert setzt das auch die die Fresenius-Aktie unter Druck.

Im Prinzip finde ich die Fresenius-Aktie zwar trotzdem ein interessantes Investment. Mit knapp 95 Euro notiert sie aber weiter nahe ihres Allzeithochs und ist mir immer noch zu teuer. Unter den Analysten teilen allerdings nur die wenigsten meine Einschätzung. Von den 33 Bankern, die die Aktie beobachten raten nach Angaben des Informationsdienstes Bloomberg 20 zum Kauf. Doch das stört mich nicht.

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10 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Die Geldmaschine gerät ins Stottern"

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  • Fr. Schwarzer: wie kann man eigentlich mit 100.000,- starten, einen Vermögensstand von 99.482,66 haben und das Depot ist dennoch im Guten?

    Vom HB lernen, heißt also doch siegen lernen...

  • @Holzauge: Ganz Ihrer Meinung.

    @Wackelpudding: Ach, Wackel. Nach 3-5 Jahren habe ich eine Dividendenrendite von min. 30% kumuliert. Und da alle Untersuchungen zeigen, das Dividenden zahlende Werte in jedem 10-Jahres-Zeitraum die Übrigen outperformen, liegt der TR deutlich höher. Man muss sich eben mit bescheidenen 50-100 % in 5 Jahren zufrieden geben.

    Und wenn der Kurs um 20% einbricht, was ist passiert? Der manisch-depressive Mr. Market hat beim Tanzen wieder eine Pirouette gedreht. Wer so eine zum Tanzen auffordert: selber schuld!

  • Die Performancekurve von Frau Schwarzer zeigt nur:
    Keine belastbare Strategie, keine Ahnung, falsche Einstiegsszeitpunkte, falsche Werte. Kurz: ein Zeichen des Versagens, sozusagen ein Lehrstück darüber, wie man's nicht machen sollte.

  • Ach, Arthie.

    Was nützt mir die Dividende von 4-5%, wenn der Wert dann 20% einbricht und 3 bis 5 Jahre braucht bis er sich erholt.

  • Klassische Anlegerfehler. Leider wird mein Vorschlag daraus mal eine Serie zu machen ignoriert. Das würde einen wirklichen Mehrwert bringen.

    Fehler Nr. 1: Selbstüberschätzung
    Fehler Nr. 2: Markettiming bzw. Versuchen cleverer zu sein als der Markt
    Fehler Nr. 3: Emotional an einzelne Werte gebunden zu sein
    Fehler Nr. 4: Konfirmatorische Informationssuche, um sich und den anderen zu rechtfertigen, warum man die Aktie gekauft hat

    etc.

  • Ich kann es nur wiederholen. Seit Monaten steigen die Aktienkurse der Börsen auf der Welt; kürzlich sogar der DAX kräftig. Und Frau Schwarzers Depot liegt nicht einmal 1% im Guten! Das liegt nicht an der unglaublich "heißen Wette" mit einem Gold-Inliner, sondern an der mangelnden Risikokontrolle. "Commerzbank verkaufe ich nie, nie, nie. So!"

  • @Bob: Sie haben das Fibonacci-Retracement vergessen. 30, 50 oder 66 %, so wie es am besten passt fürs Aufschreiben.

    Motley-Fool ist wirklich nichts hinzuzufügen: "When someone starts to talk about charts, walk away."

    @Arbeiterkind: Was hat denn Kritik an der "Kreml-Astrologie" mit gegen den Aktienmarkt zu sein zu tun? Natürlich gibt es derzeit keine Alternative. Dividenden sind Trumpf.

  • Hallo Frau Schwarzer,

    machen Sie sich am besten einen Screenshot Ihres virtuellen Depots. Es wird bald tiefrot...

    Ausser Sie bekommen vorher wieder schnell nen Tipp zu verkaufen, gell?

  • @Bob

    Das heißt Sie sind aus den beschriebenen Gründen komplett gegen den Aktienmarkt?

    Was ist denn die Alternative im aktuellen Zinsumfeld für einen Anleger, der sein Geld 20 bis 30 Jahre lang für sich arbeiten lassen möchte?

  • Aufhören!!!!
    mit dem Geqaurke und den nachträglichen Erklärungen.
    Es ist viel einfacher als man gemeinhin denkt:
    Die Anleger werden mittels eines düsteren Szenarios auf die Short-Seite gelockt und die Steuermänner lenken genau anders herum, um deren Kohle abzugreifen.
    Und wieder die Feststellung: Gezocke auf Kosten des Staates und der Mittel-Anleger - die schlauen Kleinanleger sind Gott-sei-Dank so schlau, nicht in diese profit-gesteuerten Märkte zu gehen.
    Bevor der Staat erkannt hat, dass bei der Mittelschicht was zu holen ist, waren die cleveren Großbanker schon längst am Start und nun zocken sie tagtäglich mit ihren wunderbaren Finanzprodukten, mit den von ihnen gesteuerten Analysten und sogenannten "Charttechniken", die vorgeben, die Bewegung im Voraus sehen zu können, ab ohne jegliches Ende.
    Und die klugen Charttechniker und solche, die es gerne sein möchten wundern sich Tag für Tag aufs Neue.
    Die Erkenntnis, dass man Zukunft nicht voraussehen kann hat sich bei Ihnen noch nicht durchgesetzt.
    Schlimmer: Die Erkenntnis, dass die Großen sie erst mit den beschriebenen Mitteln in die Märkte locken, um dannn jedesmal das genaue Gegenteil dessen, was sie per Nachrichten gestreut haben, zu betreiben, leider auh nicht.
    Und so analysieren sie denn fleißigst weiter ihre Charts und wundern sich, dass die Dojis, die Kerzen, die Pivots und was sonst noch alles von dem, was die interessierten Kreise ihnen beigebracht haben, auch heute wieder nicht stimmen.
    Ein breites Grinsen von mir!

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