Drei Strategien, drei Depots Die Psychologie der Börse

Für Börsenlaien dürfte der Kursverlauf von Hugo Boss für Irritationen gesorgt haben. Trotz eines Gewinneinbruchs legte die Aktie kräftig zu. Das Beispiel zeigt: Erwartungen bestimmen das Spiel an der Börse.
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Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Sechs Prozent Plus habe ich am Donnerstagnachmittag mit meinen Hugo-Boss-Aktien gemacht. Eine solche Schwankung erschreckt mich fast in meinem konservativen Depot, aber dass Aktien in der Regel volatiler sind als Anleihen, ist mir ja klar. Und solange es rauf geht, ist das ja prima.

Dabei waren die Quartalszahlen, die der Modekonzern am Donnerstag vorgelegt hat, alles andere als berauschend. Der Gewinn fiel um 14 Prozent.

Dabei spielten vor allem der lange Winter und die Kosten für den Ausbau des eigenen Ladennetzes eine Rolle. Aber eben der Handel in den eigenen Läden brummt und ist prinzipiell profitabler als der Vertrieb über Kaufhäuser. Schließlich lassen sich hier der Warenumschlag und die Preise besser steuern

Deshalb will Hugo Boss weitere Läden vor allem in Osteuropa, Asien und den USA eröffnen und bestätigte seine Jahresprognose. Das beflügelte die Phantasie der Anleger und lässt auch mich an der Aktie festhalten. Obwohl sie mit 94 Euro ein Allzeithoch erreicht hat, sehe ich noch Potenzial.

„Draghi hat geliefert"
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4 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Die Psychologie der Börse"

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  • Woher hat der cholerische Asympath mehrere hundert Millionen Euro?
    Hoeneß hat laut eigenem Bekenntnis "richtig gezockt". Wie wir aber alle wissen, verliert der "richtige" Zocker mehrheitlich seine Kohle. Ist Hoeneß also ein überdurchschnittlich vom Glück gesegneter richtiger Zocker? Kaum zu glauben, vor allem, weil er selber den Hinweis auf den fiebrigen Wahn gibt. Und seine Erklärungen bleiben nebelig-trüb.

    Hoeneß Coming Out gibt zu denken. Zumal sein Name auf einer Steuer-CD aufgetaucht war. Und nach der Zockerei hatte eigentlich niemand wirklich gefragt? Viel interessanter wäre eine Antwort für die Herkunft der hunderten Millionen Euro gewesen. Statt dessen erklärt er den Hebel von CDS.
    Mir scheint, das steckte ein fachanwaltlicher Rat dahinter, um eine falsche Spur zu legen und blöde Nachfragen nach den Millionen zu verwischen. Denn, wer richtig zockt und richtig gewinnt, was hätte der sich vorzuwerfen?

    Journalisten und Kriminelle, das ewige who is who des Lesers. Das sollte ein guter Rechtsbeuger wissen, die werden feucht beim Anblick dicker Konten wie kleine Mädchen vor Justin Biber.

  • Professionelle Black Jack-Spieler zum Beispiel meiden an die Börse. Die haben ein super trainiertes Gedächtnis und eine bis ins kleinste durchgerechnete Strategie. Die halten sie konsequent durch. Wer emotional wird, verliert. Auffällig werden die nur, weil sie am Ende der Runde immer mehr kassiert haben als verloren. Und dann werden sie gesperrt.

  • Liebe Redakteure,

    mit Verlaub und dem gebührenden Respekt - von Psychologie haben Sie noch weniger Ahnung als von der Geldanlage.

    Ich nenne mich ja auch nicht "Journalist" nur weil ich ein paar Zeilen in dieses Forum tippe.

  • Na, wer sagt's denn. Die Martstudie ist erschienen, die mir Recht gibt. Denn dass die meisten Zocker Verluste machen, lässt sich ausrechnen:

    Börsensucht Zehntausende zocken wie Hoeneß

    02.05.2013 · In Deutschland ist das exzessive Handeln an der Börse weit verbreitet. Unter dem Strich machen die meisten Verluste - nur etwa 1 Prozent der Anleger erzielt eine Marktüberrendite, sagen Studien. (FAZ)

    Von den Verlierern hört man ja nichts, das kommt, weil die in den Handelsblättern kein Forum kriegen. Nur im Börsenaccount weinen sie rum und keinen schert's.
    Natürlich sollte die Studie ein paar Prozent Gewinner ausgeben, aber auf Dauer verlieren die auch. Und das kommt, weil die alle nicht rechnen können.
    Man darf nur spielen, wenn man weiss, dass man gewinnt.

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