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Drei Strategien, drei Depots Einzelwerte suchen und zugreifen

Der Gesamtmarkt kommt kaum von der Stelle. Dafür geht es bei Einzelaktien hoch her. Übernahmen und Börsengänge kommen wieder in Mode. Frank Wiebe sieht darin Potenzial. Dafür muss man allerdings sehr schnell sein.
3 Kommentare
Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Quelle: Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

(Foto: Jens Dietrich)

Die Übernahme von Heinz durch Warren Buffett macht deutlich: Es geht wieder was. Wir bewegen uns in eine neue Börsenphase hinein. Der breite Markt hat vielleicht gar nicht mehr so viel Potenzial und die Unterstützung von der „realen“ Wirtschaft für die Börse hält sich in Grenzen, wie in den schwachen Wachstumszahlen zum Ausdruck kommt.

Aber wenn Übernahmen wieder häufiger werden und die Firmen mutig genug sind, ihre gehorteten Bargeldbestände zu investieren, dann ist zumindest für einzelne Aktien Potenzial zu erkennen. Vielleicht wird es in der nächsten Zeit wichtiger, sich einzelne Unternehmen anzuschauen, oder schnell zu reagieren, wenn Übernahmephantasien spürbar werden.

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Die nächste Phase wäre eine, wo plötzlich wieder sehr viele Unternehmen neu an die Börse drängen oder Konzerne große Kapitalerhöhungen durchziehen. Das freut dann die Banken. Allerdings ist in dieser Phase klar: Wenn Unternehmen Eigenkapital als „billig“ einschätzen, dann heißt das umgekehrt, dass Unternehmen teuer sind. Häufig ist das die Endphase gut laufender Börsen - aber da sind wir noch nicht.

Der Börse steht keine leichte Woche bevor

Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Die vergangene Woche war nicht sehr erfreulich für Dax-Investoren. Vor allem schwache Konjunkturdaten aus Europa drückten die Stimmung. Letztlich ging der Dax mit einem Abschlag von rund einem halben Prozent aus der Woche.

Die Konjunkturdaten werden in den kommenden Tagen aber nicht enttäuschen, davon sind viele Volkswirte überzeugt: Sowohl der ZEW-Indikator morgen als auch der am Freitag anstehende Ifo-Geschäftsklimaindex dürften gut ausfallen, heißt es. Auch die anderen Konjunkturtermine sollten keine böse Überraschung bereiten. Unternehmensergebnisse stehen ebenfalls auf dem Terminkalender: Am Dienstag legt die Deutsche Börse Zahlen vor, am Donnerstag die Allianz. Aus der zweiten Reihe veröffentlichen unter anderem Pfeiffer Vacuum, Aareal Bank und Kabel Deutschland Ergebnisse.

Sorgen bereiten den Börsianern aber andere Themen. So wurde am Wochenende in Zypern ein neuer Regierungschef gewählt, und in Italien beginnen in ein paar Tagen die Parlamentswahlen. Auch den Schmiergeldskandal in Spanien haben viele Anleger noch nicht vergessen. Die Sorge um die Folgen der Schuldenkrise in Europa ist wieder in den Vordergrund gerückt.

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Der Börse steht somit keine leichte Woche bevor. Da haben es die US-Investoren etwas besser: Sie starten wegen eines Feiertags erst am Dienstag in die Woche.

Erholung der Commerzbank-Aktie fällt aus

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

(Foto: Pablo Castagnola)

Commerzbank-Aktionäre sind Kummer gewöhnt, vor allem wenn sie schon länger bei Deutschlands zweitgrößtem Kreditinstitut investiert sind. Dem schmerzhaften Absturz des Aktienkurses in der Finanzkrise folgte nicht, wie bei so vielen anderen Häusern, die Erholung. Im Gegenteil. Die Aktie dümpelt vor sich hin, hat im vergangenen Jahr sogar noch mal kräftig verloren. Und das, obwohl der Dax fast 30 Prozent zugelegt hatte. Eine weitere Enttäuschung.

Auch ich habe auf die Erholung des Papiers gesetzt, als ich Mitte November eingestiegen bin. Immerhin hat die Aktie seither gut zehn Prozent zugelegt. Ob die Commerzbank-Aktie weiteres Potenzial hat, wird sich zeigen.

Denn was am Freitag bei Vorlage der Bilanz aus der Bank zu hören war, verstimmte Börsianer eher. Die vorgelegten Zahlen und der Ausblick für 2013 vermochten keine Begeisterung auszulösen. Analysten bestätigten reihenweise ihre Empfehlungen, die Aktie zu halten.

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Es gab allerdings auch zwei Kaufempfehlungen: Equinet und Alpha Value glauben weiter die Commerzbank mit Kurszielen von 2,10 beziehungsweise 1,84 Euro. Das durchschnittliche Kursziel der vom Börseninformationsdienst Bloomberg befragten Experten liegt allerdings nur bei 1,49 Euro – und damit exakt auf dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag. Damit hätte die Aktie dann kein Potenzial mehr. Ich bin allerdings etwas optimistischer.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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3 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Einzelwerte suchen und zugreifen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Mr. Lao, ich gebe Ihnen Recht, das HB verleitet mit derartigen Artikeln den normalen Privatanleger von Aktien als Einzelwerte zum zocken!
    Ein Sprichwort sagt: Das Hin und Her macht nur die Taschen leer!
    Es gibt doch genügend fundierte und solide, nationale und internationale Aktien, welche die Redakteure dem Leser für sein persönliches Risikoprofil, vorstellen könnten.

  • @Lao
    @Tingeltangel-Sprichmitihm

    Also, kann mich da nicht anschliessen bei dieser eurer Meinung.

    Ich finde diese Kolumne köstlich und amüsant, zeigt sie doch, wie sehr ein Normalaktionär im Dunkeln tappt und sich sein Wissen erst mühsam über Versuch und Irrtum aufbauen muss. Lernen kann man daraus, dass es bei einmalig einsteigen nicht bleibt, sondern man am Ball dran bleiben muss, um den Kaufkurs zu verbessern (mal abgesehen davon, dass man alle 9-13 Jahre mal einen der tiefen Crash-Rücksetzer nutzen kann).

    Leider, und das vermisse ich, ist die Reihe etwas zu sehr auf zocken gemünzt und zuwenig auf Langfristanlage - liebe Damen, lieber Herr, Abhilfe wäre leicht zu erreichen. ;-)

  • Liebe HB-Redaktion,

    ich finde es weiterhin befremdlich, was über diese Depot-Rubrik suggeriert wird.

    Wen wollen Sie damit erreichen? Wir sind uns sicherlich einig, dass es für professionelle / institutionelle Investoren eher eine kleine Belustigung ist, sagen wir "leichte Kost", die Vorgehensweise zu beobachten.

    Und wollen Sie wirklich dem privaten, finanzinteressierten Publikum (die anderen lesen ja kein Handelsblatt) vorhalten, dass man sich jeden Tag auf ein neues mit dem Auf- und Ab der Börse auseinandersetzen muss, die "richtigen" Aktien rauspicken, um die schnelle Mark - pardon - den schnellen Euro zu machen? Wäre es nicht angebrachter, Hilfestellung in puncto Depotstrukturierung, Asset Allocation etc. für kurz-, mittel-, langfristigorientierte Anleger unterschiedlicher Risikoneigungen zu liefern?

    Wäre es nicht insgesamt stressfreier und somit ein Beitrag zu höherer Lebensqualität, wenn Anleger sich einfach nur einen breitgefaßten Indexfonds ihres Vertrauens - wie beispielsweise einen auf den MSCI World - ins Depot legen, von mir aus regelmäßig besparen und nachkaufen, wenn die Kurse fallen und den Rest der Zeit einfach leben, sich gern haben, sich weiterbilden oder selbstverwirklichen, Kinder kriegen etc.?

    Vielleicht wollte man den drei Redakteuren auch nur eine kleine Spielwiese im tristen Journalistenalltag bieten. Ok, aber das ginge auch offline als kleines Bürospielchen und am Ende trinken alle nett Prosecco.

    Nochmals die Bitte: nutzen Sie diesen redaktionellen Platz, der ja knapp bemessen ist, in Zukunft einfach sinnvoller.

    Ihnen eine schönen Woche
    Mr. Lao

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