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Drei Strategien, drei Depots Euro-Krisenländer sind die Börsengewinner 2013

Der Dax konnte im Rekordjahr 2013 bisher um mehr als 20 Prozent zulegen. Im europäischen Vergleich reicht es mit der Rendite allerdings nur zu Platz 4. Das Rennen machen ausgerechnet die größten Euro-Sorgenkinder.
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Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

(Foto: Pablo Castagnola)

Welche Börse hat sich in diesem Jahr bisher am besten entwickelt? Kaum zu glauben, es ist die in Athen, die in den vergangenen Jahren während der Beinahe-Pleite des südeuropäischen Landes noch ins Bodenlose gestürzt ist. In diesem Jahr ist – bis Anfang Dezember – der dortige Index um 35 Prozent gestiegen.

Wie heißt noch das passende Sprichwort dazu: Die Letzten werden die Ersten sein. Denn auch auf Rang zwei liegt ein Land, dass die europäische Schuldenkrise mit Wucht traf: Irland. Die Börse in Dublin wies zu dem gleichen Zeitraum ein Plus von mehr als 32 Prozent auf. Offenbar haben die Anleger auch honoriert, dass die Insel sich vom europäischen Rettungsschirm für Schuldensünderstaaten befreit hat. Dahinter folgt Finnland auf Rang drei unter allen internationalen Aktienmärkten mit einem Zuwachs von 26,0 Prozent im Jahre 2013.

Für den wichtigsten Börsenplatz Deutschland hat es hingegen nicht ganz für das Siegertreppchen gereicht. Die Frankfurter Börse weist seit Jahresbeginn bis Anfang Dezember ein Plus von 23,5 Prozent auf - und erreicht damit Platz vier.

Einzeltitel statt Börsenindizes

Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Anders als bisher werde ich in den kommenden Monaten nicht mehr möglichst breit in die Aktienmärkte investieren und vor allem auf Börsenindizes setzen, sondern verstärkt in ausgewählte Einzeltitel investieren. Grund für den anstehenden Strategiewechsel: Getrieben wurde die Hausse in den vergangenen viereinhalb Jahren durch die günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen wie das Niedrigzinsumfeld und immer neue Stützungsmaßnahmen der Notenbanken.

Das hat das Bewertungsniveau insgesamt angehoben und die Notierungen auf breiter Front steigen lassen. Die Kurse sind dadurch im Schnitt viel stärker gestiegen als die Unternehmensgewinne. Doch mit dem spätestens im Frühjahr erwarteten Start der geldpolitische Wende in den USA, werden Anleger stärker auf die Fundamentaldaten einzelner Unternehmen achten müssen, um weiterhin positive Renditen zu erzielen. Die Marktschwankungen werden zunehmen, die Spreu sich vom Weizen trennen.

Henkel-Aufsichtsrat trennt sich von eigenen Aktien

Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Am Donnerstag zählte Henkel zu den schwächeren Werten im Dax. Einen Grund, sich Sorgen zu machen, ist das zwar nicht. Schließlich lag die Aktie nur leicht im Minus, zudem habe ich seit meinem Einstieg im November 2012 rund 30 Prozent Gewinn gemacht.  Laut Datenanbieter Bloomberg empfiehlt auch mehr als die Hälfte der Analysten die Aktie immer noch zum Kauf.

Was mich dennoch zum Nachdenken bringt, ist der Verkauf von Henkel-Aufsichtsrat Kaspar von Braun. Anfang Dezember trennte er sich von Aktien im Wert von etwa 13 Millionen Euro. Vorstände und Aufsichtsräte sollten ihr Unternehmen eigentlich am besten einschätzen können. Und wenn sie Anteile losschlagen, lohnt es sich häufig, das gleiche zu tun – und Gewinne zu sichern.

Noch warte ich aber ab. Die Analysten sehen das Kursziel für die nächsten zwölf Monate im Schnitt bei 85 Euro, zuletzt lag die Aktie nur bei gut 80 Euro. Die Experten erwarten vor allem noch Luft nach oben, wenn sich die globale Konjunktur weiter erholt.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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