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Drei Strategien, drei Depots Ist die Korrektur schon ausgestanden?

Aus charttechnischer Sicht war der Kursrückgang vergangene Woche überaus gesund, findet Jürgen Röder. Damit stellt der Dax das Gerüst für möglicherweise neue Spitzenwerte. Doch ist die Korrektur wirklich schon ausgestanden?
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Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Quelle: Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

(Foto: Pablo Castagnola)

Ist die Korrektur schon ausgestanden? Die meisten technischen Analysten  haben den Kursrückgang in der vergangenen Woche begrüßt und auch die Aktienmarktstrategen zeigen sich erleichtert über die tieferen Kurse. Von der Seite her gesehen dürften die Notierungen beim deutschen Leitindex bald wieder in Richtung 9400 Zähler gehen.

Denn aus charttechnischer Sicht war der Kursrückgang gesund und bereitet den Boden für möglicherweise neue Höchststände. Ein Anstieg über die Marke von rund 9250 Punkten wäre ein wichtiger Anhaltspunkt für den Startschuss einer Jahresendrally. Auf der fundamentalen Seite sieht die Situation anders aus.

Deutschlands Topmanager, die bei Aktiengeschäften durch ihren direkten Einblick ins eigene Unternehmen einen großen Vorteil haben, bleiben skeptisch: Sie verkaufen weiterhin deutlich mehr Aktien als sie kaufen. Das dürfte meiner Meinung nach mögliche Kursanstiege in den nächsten Wochen bremsen. Ob der Dax noch in diesem Jahr ein neues Jahreshoch markiert, bleibt angesichts des Verhaltens der Insider fraglich.

Konservatives Depot: Stimmung hellt sich auf

Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich wieder aufgehellt, der Dax machte zum Wochenstart wieder Boden gut. Auch die Aktie der Deutschen Post verbuchte Gewinne. Seit meinem Einstieg Ende September ging es damit für die „Aktie Gelb“ fünf Prozent aufwärts. Eine Meldung, dass die Post mit ihren höheren Portokosten möglicherweise Kunden vergrault, fiel offenbar weniger ins Gewicht als die Aussagen zum Geschäft mit Lebensmitteln.

Bei der Internettochter Allyouneed.com habe sich kürzlich der hunderttausendste Kunde registriert, hatte Post-Manager Andrej Busch in einem Interview gesagt. Zum Umsatz sagte der Chef des deutschen Paketgeschäfts von DHL nichts —, aber Lebensmittel-Paketzustellungen sollen in Zukunft „einen wichtigen Teil unseres gesamten Paketgeschäfts“ ausmachen, erklärte er.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Einkäufe nicht mit Drohnen ausgeliefert werden. Ich hätte ein ungutes Gefühl, wenn über meinem Kopf Einkaufstüten mit Eiern und Olivenöl herumschweben. Aber solange es dem Aktienkurs hilft…

Ausgewogenes Depot: Verkehrte Welt

Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Wie willkürlich das Geschehen an den Aktienmärkten mittlerweile ist, ließ sich zuletzt eindrucksvoll beobachten: Die Kurse legten am Freitag kräftig zu, obwohl es überraschend gute US-Arbeitsmarktdaten gab. Die Arbeitslosenquote fiel auf 7,0 von 7,3 Prozent, den niedrigsten Wert seit November 2008.

Dabei hatten Börsianer eigentlich auf schlechte Zahlen gehofft — aus Angst, die US-Notenbank Fed würde andernfalls eher früher als später ihre Stützungsmaßnahmen drosseln. Sie pumpt derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar in die Wirtschaft. Und zu den größten Profiteuren hiervon gehören die Aktienmärkte.

Nun aber heißt es plötzlich: Weniger Arbeitslose seien doch ein Beleg dafür, dass die Wirtschaft robust genug sei, um eine Kappung der Fed-Hilfen zu verschmerzen. Also seien das prima Nachrichten. Auch für Anleger. „Verkehrte Welt“ an der Börse bedeutet demnach fortan nicht nur: Negative Konjunkturzahlen gleich Kursgewinne. Sondern auch: An den Börsen geht’s nur noch aufwärts. Soso... Für mich ist das ein Alarmsignal. Ich bleibe vorerst bei der defensiven Ausrichtung meines Portfolios.

Im Wechsel werden Musterdepots in den Kategorien „konservativ“, „ausgewogen“ und „spekulativ“ präsentiert. Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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