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Drei Strategien, drei Depots Vorsicht bei extremen Übernahmen

In den USA hat die WhatsApp-Übernahme durch Facebook für Furore gesorgt, in Deutschland soll Lkw-Bauer Scania durch VW übernommen werden. Die Autoren beobachten dieses Geschehen und sehen Chancen – aber auch Risiken.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Ein Megadeal sorgt für Irritationen an der Börse: Nachdem das weltweit führende Online-Netzwerk Facebook vergangene Woche beim Kurznachrichtendienst-Betreiber Whatsapp zugeschlagen hat, reißt die Diskussion um den Rekord-Coup nicht ab. Ging es anfangs noch darum, ob 19 Milliarden Dollar für eine Chatplattform nicht völlig überzogen seien, sehen Experten nun in der viertgrößten Technologietransaktion der Geschichte ein Warnsignal für den gesamten Sektor.

In der Vergangenheit war es oft so, dass Wendepunkte in Überhitzungsphasen oft durch extreme Übernahmen und Fusionen gekennzeichnet waren. Vor allem wenn der Käufer einen Großteil mit eigenen Aktien bezahlt  - so wie beim Whatsapp-Deal – ist Vorsicht angebracht. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass schon die Aktien des übernehmenden Unternehmens zu hoch bewertet sind.

So erwarb beispielsweise Rohstoffhändler Glencore Anfang 2012 der Minenbetreiber Xstrata für über 43 Milliarden Dollar und legte dafür ausschließlich eigene Anteilsscheine auf den Tisch. Wenig später brachen die Preise für viele wichtige Rohstoffe ein, der Super-Zyklus war zu Ende – Aktie aus dieser Branche gingen auf Talfahrt. Auch dem Ausbruch der weltweiten Banken, Finanz- und Schuldenkrise vor sechseinhalb Jahren waren nicht zuletzt im Finanzsektor zahlreiche Großübernahmen vorausgegangen. Derzeit sollten daher vor allem Investments im Technologiebereich besonders genau geprüft werden.

Europeripherie bietet mehr Chancen
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