Drei Strategien, drei Depots Zähne zusammenbeißen und durchhalten

Das Kursplus am Freitag nach schlechten Arbeitsmarktzahlen lässt Anleger etwas ratlos zurück. Sie fürchten eine Zick-Zack-Bewegung – mit Trend aber immerhin nach oben. Ein größerer Crash scheint ausgeschlossen.
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Kerstin Leitel Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Die DZ Bank hat eine Studie zu den Aussichten für den Dax veröffentlicht. Unter dem Strich sollen die Kurse steigen. Aber: „Wir erwarten im weiteren Jahresverlauf durchaus schwieriges Fahrwasser“, wird gewarnt. „Zunächst könnte die schwache konjunkturelle Entwicklung und damit enttäuschende Berichtsdaten für Ernüchterungen sorgen“. Und damit nicht genug: Im Laufe des Jahres drohen noch politische Risiken, und auch die Notenbankpolitik und die Frage nach dem Ende der geldpolitischen Hilfsmaßnahmen könnten die Aktien belasten.

Das klingt nicht eben positiv. Aber „wir hoffen auf solche Rücksetzer, weil wir sie als Kaufgelegenheiten betrachten“, zieht der Analyst Christian Kahler Fazit. Sobald den Anlegern klar geworden sei, dass die Weltwirtschaft trotzdem weiter wachsen werde, dürfte eine „potenzielle Kursdelle“ ausgebügelt werden. Ende dieses Jahres dürfte der Dax bei 8600 Punkten notieren, ein halbes Jahr später bei 9600 Zählern, lautet die Prognose. Da heißt es für Anleger, die nicht kurzfristig umschichten wollen wohl: Zähne zusammenbeißen und durchhalten. Allerdings hat sich die Stimmung am Freitag ohnehin wieder gebessert. Vielleicht hält dieser Optimismus ja etwas vor.

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Schlechter Arbeitsmarkt ist gut für den Dax
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2 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Zähne zusammenbeißen und durchhalten"

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  • 'Seien Sie mutig und lassen nebenher ein viertes virtuelles Depot laufen, in dem nur ein ETF auf den MSCI World enthalten ist oder von mir aus auch gerne 60/40 gewichtet noch ein Renten-ETF dazu.'

    Ich glaube, ein Depot, dass nur aus einem oder zwei Papieren besteht ist eventuell zu uninteressant, wenn man darüber auch noch wöchentlich berichten möchte. Was sollte man denn dazu schreiben? Aber als Referenz könnte so etwas eine gute Idee sein.

  • Discountzertifikate, Bonuszertifikate...

    wenn ich sowas lese, wird mir einfach nur schlecht.

    Ich finde es traurig, dass hier trotz Personalwechsels - wenn man diese Rubrik schon aufrechterhalten möchte - eine Chance vertan wird, einen wirklichen Mehrwert für Leser zu schaffen.

    Wer, liebe Redakteure, sind denn Ihre Leser? Profis, interessierte Laien, Liesschen Müller?

    Anscheind glauben Sie, dass es potenzielle Käufer von Zertifikaten sind.

    Ist Geld anlegen wirklich so kompliziert, dass man dafür auf irgendwelche Konstrukte zurückgreifen muss, die kaum jemand wirklich versteht (im Sinne von Transparenz)/braucht?

    Seien Sie mutig und lassen nebenher ein viertes virtuelles Depot laufen, in dem nur ein ETF auf den MSCI World enthalten ist oder von mir aus auch gerne 60/40 gewichtet noch ein Renten-ETF dazu. An diesem Beispiel würde deutlich, dass (erfolgreiches) Anlegen nicht schwer sein muss.

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