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DSW-Studie Welche Dax-Konzerne ihre Prognosen weichspülen

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Zehn Dax-Firmen erhalten das Prädikat „hohe Transparenz“

Am besten sind aus Sicht der Studien-Autoren aber echte quantitative Prognosen, da nur diese wirklich mit den erreichten Ergebnissen verglichen werden können. Dabei verlangen sie nicht, dass die Konzerne das Ergebnis des nächsten Geschäftsjahres auf die zweite Kommastelle genau vorhersagen. Es gehe vielmehr darum, Entwicklungen und Markttrends möglichst zielsicher zu prognostizieren und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das eigene Unternehmen zu antizipieren. „Das scheint mir keine unerfüllbare Anforderung an Manager, die den Markt kennen, in dem sie sich bewegen“, erläutert Hocker.

Insgesamt vergibt die Studie immerhin zehn Dax-Firmen das Prädikat „hohe Transparenz“, gegenüber acht im vergangenen Jahr. Zu den Aufsteigern zählen SAP und  Linde. Daneben fallen Allianz, Continental, Deutsche Post, Deutsche Telekom, Fresenius, Munich Re, Siemens und Volkswagen in diese Kategorie. Doch Hocker fordert mehr: „Trotz des grundsätzlich positiven Trend spricht es nicht gerade für den Transparenzwillen der deutschen Aktiengesellschaften, wenn von den 30 größten Firmen gerade einmal ein Drittel die Kriterien für eine hohe Transparenz erfüllt.“

Positiv ist jedoch auch, dass die Zahl der Unternehmen, denen die Studie eine „niedrige Transparenz“ bescheinigt, von zehn im Vorjahr auf aktuell sieben gesunken ist. Diese Gesellschaften haben unter anderem in ihren Prognoseberichten auf quantitative Angaben zum Konzernergebnis verzichtet – nämlich Beiersdorf, Daimler, Deutsche Bank, HeidelbergCement, K+S, Lanxess und Merck. Die restlichen 13 Dax-Firmen erhielten das Prädikat „mittlere Transparenz“.

Die Prognosen können allerdings noch so gut formuliert sein – für Investoren sind sie nur dann von Nutzen, wenn die Unternehmen sie auch einhalten können.  Die Studien-Autoren werten es denn auch positiv, dass sich die Zuverlässigkeit der Prognosen verbessert hat: 15 der 19 Gesellschaften, die quantitative Aussagen machen, haben „ihre in Aussicht gestellten Ergebnisse erreicht oder übertroffen“, betont Kirchhoff. Im vergangenen Jahr waren es lediglich elf Gesellschaften gewesen. Ihre Prognosen verfehlt haben 2014 nur Adidas, Deutsche Lufthansa, RWE und SAP.

Die durchschnittliche Länge der Prognoseberichte blieb dagegen mit 6,4 Seiten auf Vorjahresniveau. Den kürzesten Bericht legte Beiersdorf mit zwei Seiten vor, der längste kommt von der Deutschen Telekom und umfasst 13 Seiten. Letztere sei das einzige Dax-Unternehmen, das alle Anforderungen an eine transparente Berichterstattung erfüllt, lobt Kirchhoff. Die Länge des Prognoseberichts lässt unterdessen nicht auf dessen Qualität schließen: Linde komme mit einem dreiseitigen Bericht in das Spitzenfeld, während die Deutsche Bank trotz ihres elfseitigen Berichts nur wenig Transparenz schaffe, ergab die Studie.

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