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Emerging Markets Investoren verlieren Vertrauen in Schwellenländer

Aus den Märkten der Schwellenländer haben Investoren bereits eine Menge Geld abgezogen. Und das Vertrauen in den Status der Emerging Markets als Goldgrube schwindet im Moment immer weiter.
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Die Inflation in China zwingt zu Bremsmanövern. Quelle: Reuters

Die Inflation in China zwingt zu Bremsmanövern.

(Foto: Reuters)

London Die Schwellenländer - eine Goldgrube. Diese Gleichung war bislang ein ehernes Gesetz unter Investoren. Doch dieses wird allmählich infrage gestellt. Können die vielbeschworenen Emerging Markets - wie sie im Finanzkauderwelsch genannt werden - in Zukunft die Erwartungen erfüllen? Die Stimmen der Skeptiker werden lauter. Anlagestrategen warnen vor einem Stimmungsumschwung. Und die internationale Investorenherde hat bereits eine Menge Geld aus den aufstrebenden Märkten abgezogen.

Sorgen bereitet vor allem die Konjunkturlokomotive China. Dort zwingt die hohe Inflation Regierung und Notenbank zu Bremsmanövern, eine Überhitzung der Wirtschaft soll verhindert werden. „Investoren haben offenbar die Auswirkungen der Elektrizitätsengpässe und der geldpolitischen Straffungen in China unterschätzt“, konstatieren die Analysten von Nomura. „Während es an den Aktienmärkten jüngst zu Korrekturen kam, scheinen Investoren ihre Erwartungen noch nicht angepasst zu haben“, warnen sie.

Diese Einschätzung passt zur jüngsten Fondsmanager-Umfrage von Bank of America-Merrill Lynch. Demnach bevorzugen Vermögensverwalter weiter Engagements in Schwellenländern im Vergleich zu solchen in den USA, allerdings längst nicht mehr in dem Maße wie noch Ende vergangenen Jahres.

In Shanghai ist ein wichtiges Börsenbarometer, an dem sich das Anlageverhalten ausländischer Investoren ablesen lässt, in den vergangenen sechs Wochen um rund 28 Prozent abgesackt. Der MSCI-Index für die Schwellenländer hat sich in diesem Jahr bislang um zwei Prozentpunkte schwächer entwickelt als das globale Marktbarometer.

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