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ESG-FondsBafin will ESG-Fondsanbieter stärker unter die Lupe nehmen

Das Interesse der Deutschen an nachhaltigen Geldanlagen steigt – doch es gibt Skepsis. Die Bafin will gegen irreführende Vermarktung von ESG-Fonds vorgehen. 15.06.2022 - 16:08 Uhr Artikel anhören

Die Bafin beschäftigt sich schon länger mit Regeln für Fonds, die mit Nachhaltigkeit und den sogenannten ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) werben.

Foto: dpa

Frankfurt. Die Finanzaufsicht Bafin will Anbieter von grünen Anlagen verstärkt unter die Lupe nehmen und gegen irreführende Vermarktung von ESG-Fonds vorgehen. „Wir werden Greenwashing nicht tolerieren“, sagte Thorsten Pötzsch, Chef der Wertpapieraufsicht bei der Bafin am Mittwoch bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.

Auch die Bafin beobachte ein erhöhtes Interesse an nachhaltigen Fonds. Doch die Verbraucher seien bei solchen Finanzanlagen auch skeptisch, ob diese ihr Versprechen der Nachhaltigkeit tatsächlich einhielten. „Nicht jeder ESG-Fonds ist sicher und bringt Rendite“, mahnte Pötzsch. Nur weil eine Anlage besonders förderungswürdig sei, sei sie nicht auch eine sichere Anlage.

Die Bafin beschäftigt sich schon länger mit Regeln für Fonds, die mit Nachhaltigkeit und den sogenannten ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) werben. Eine im vergangenen Jahr angekündigte Richtlinie für nachhaltige Investmentfonds hatte die Finanzaufsicht allerdings Anfang Mai vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und der energiepolitischen Lage zurückgestellt. „Für eine dauerhafte Regulierung ist das derzeitige Umfeld nicht ausreichend stabil“, sagte Behördenchef Mark Branson damals bei der Bafin-Jahreskonferenz.

Gegen die Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS laufen derzeit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt, der US-Börsenaufsicht und des FBI wegen des Verdachts auf Greenwashing. Ende Mai hatte die Bafin zusammen mit der Staatsanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt die DWS-Firmenzentrale durchsucht. Der bisherige Chef Asoka Wöhrmann trat daraufhin zurück. Die Deutsche Bank, der die DWS zu knapp 80 Prozent gehört, hat interne Untersuchungen eingeleitet.

rtr
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