EZB und Anleihekäufe Katastrophenschutz für Ihr Depot

Die Finanzmärkte spielen verrückt. Anleger schauen auf die Europäische Zentralbank und fragen sich: Wann kommt die nächste extreme Verwerfung. Welche Gefahren Ihrem Vermögen drohen und wie Sie reagieren sollten.
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Rettungsring fürs Vermögen: Zahlreiche Krisen bedrohen das Vermögen. Quelle: Getty Images

Rettungsring fürs Vermögen: Zahlreiche Krisen bedrohen das Vermögen.

(Foto: Getty Images)

Die Einschläge an den Finanzmärkten kommen derzeit ebenso häufig wie unerwartet. Wer hätte noch vor einem halben Jahr damit gerechnet, dass sich der Ölpreis in diesem Zeitraum halbiert? Und wer hätte noch vor zwei Wochen darauf spekuliert, dass sich die Schweizer Notenbank vom Euro lossagt und den Schweizer Leitindex SMI innerhalb von zwei Tagen um fast 15 Prozent in die Tiefe jagt?

Schon drohen neuen Szenarien am Horizont, die Anleger mindestens ebenso fordern dürften wie diese beiden Ereignisse. „Die US-amerikanische Notenbank schickt sich an, das größte geldpolitische Experiment der jüngeren Geschichte zu beenden“, sagt Wolfgang Leoni, Vorsitzender des Vorstands der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim. In den Vereinigten Staaten stehen die Erhöhung der Leitzinsen und eine restriktivere Geldpolitik bevor. „Dies alleine schon wird die Kapitalmärkte in Unruhe versetzen“, sagt Leoni.

Gleichzeitig marschiert die Europäische Zentralbank (EZB) heute in die Gegenrichtung. Die EZB wird ihre Bilanz massiv ausweiten und im großen Stil Staatsanleihen kaufen. Damit wird sich die Zinsschere zwischen den USA und der Europäischen Währungsunion weit öffnen. Der Ausgang dieses weltumspannenden Finanz-Experiments ist offen.

Diese Zinsklippe ist nicht das einzige Risiko für Vermögende. Handelsblatt Online erklärt auf den nächsten Seiten, womit Geldanleger rechnen müssen. Basis sind fünf Szenarien, für die die Volkswirte von Sal. Oppenheim die Auswirkungen auf Anleger berechnet haben.

1. Szenario: Alles kommt wie erwartet
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13 Kommentare zu "EZB und Anleihekäufe: Katastrophenschutz für Ihr Depot "

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  • Jens Weidmann sieht die Sache zu nüchtern: Die Aktion von Draghi, die europäische Welt mit Geld voll zu pumpen, wird die notwendigen Strukturanpassungen in vielen Ländern der Währungsunion, insbesondere den mediterranen Ländern und Frankreich, die bereits seit 2005, dem Ende der „Eingewöhnungsphase“ des Delors-Plans angeglichen sein sollten, weiter verzögern, im Gegenteil: Um den politischen Sprengsatz, die Sozialleistungen und den Arbeitsmarkt, nicht weiter verkommen zu lassen, muß man wirtschaftlich expandieren. Das geht aber in vielen Staaten, auch bei uns, nur auf Pump (siehe z.B.: Rente mit 63 etc.). Die EU meint, sie hätte „etwa“ 8,0 Bio. Euro Schulden; aber allein Deutschland hat mit den sogenannten Nachhaltigkeitshaushalten für Soziales (Krankheit, Pflege, Alter) schon 8,0 Bio. Euro Schulden. Wenn ich diese Zahl mal mit 16 Ländern der Währungsunion multipliziere, käme ich auf 128,0 Bio Euro für ganz Europa. Das ist vielleicht etwas viel, kommt aber weit besser hin als die von der EU angegebene Zahl und wäre gar nicht mal so viel, verglichen mit USA, für die der Generationenforscher Prof. Kotlikoff von der Uni Boston eine Schuldengröße von 130,0 Bio. US-Dollar, bei 15,0 Bio. US$ BIP, errechnet. Da frage ich doch mal mit Draghi: Was wollt ihr denn, im internationalen Vergleich stehen wir doch noch gut da, und, noch nie was vom prolongierenden Wechsel gehört. Schon in der Antike wußte man: Schulden, die keiner zahlt, sind keine. Ist das etwa kein vertretbares Modell für unsere Zukunft? Utopia – Europa!!!!

  • Welche Gefahren Ihrem Vermögen drohen und wie Sie reagieren sollten.

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    Seinen vermögen kann man nur Real schützen...

    wenn man jetzt alle seine Aktien verkauft !!!

    Höchstkurse ausnutzen !!!

    Dann mit dem Geld Goldbarren kaufen !!!



  • Noch gelingt es offenbar, den "Preis" für Echtgeld - zumindest gemessen in den wichtigsten Fiat-LeiDwährungen - unter Kontrolle zu halten, aber eben auch nur durch Papierderivate an den Terminmärkten.
    Ich glaube, dass das Verhältnis physische Ware zu Goldforderungen mittlerweile ca. 1:100 beträgt.
    Das ist also nichts anderes als eine gigantische "Reise nach Jerusalem".
    Es wundert mich wirklich, dass man dieses Spiel überhaupt bis jetzt noch aufrecht erhalten konnte - denn es geht halt nur noch so lange, wie die überwiegende Zahl der Mitspieler sich mit Forderungen zufrieden gibt und nicht die Ware selbst haben will.
    Obwohl für mich (und Sie vermutlich auch) ist dieser Zeitgewinn ganz gut.;-) Aber die Fallhöhe des Systems wird halt immer mehr gehebelt, wie Sie richtig schreiben...

  • Ein Endergebnis. Zusammenbruch der Scheinwährung(en).
    Die Frage ist nur, wie schnell er kommt und somit, wie hoch die Fallhöhe damit wird.
    Das ist wie ein Luftballon mit Traglast, der immer mehr aufgeblasen wird, so imme höher steigt, bis er platzt.

  • nur zur Erinnerung:

    „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“

    Irgendwie hat "Mutti Merkel" da was missverstanden....

  • @ Jens Müller
    So ganz würde ich mich noch nicht auf das Endergebnis festlegen.
    Es gibt für die Weltverschuldungsorgie (aufgrund unseres Schuldgeldsystems) letztendlich ZWEI Lösungen:
    1. to default on the debt
    2. to hyperinflate it away:
    https://www.youtube.com/watch?v=yKjqHDb_Kjs
    Ersteres bestraft insbesondere die "Großen", Letzteres vor allem die "Durchschnittssparer" und den Mittelstand.
    Die ZB´s werden daher natürlich alles daran setzen, um den zweiten Weg einzuschlagen - die Frage ist nur, ob es ihnen auch gelingen wird. Ich habe hier schon mehrfach beschrieben, warum es gar nicht so einfach ist, die Schulden "wegzudrucken" und eine Hyperinflation (bei den Güterpreisen) zu erzeugen...

  • Ketzerisch kann man heute sogar sagen: So wenig wie möglich an Scheinwerten sparen, Mindestrente mitnehmen und reales Vermögen außerhalb der Wohlfahrtsdiktatur schaffen.

  • Die meisten sind ideologisch Verblödet, statt zukunftsfähig Informiert.
    Das sind Frösche, die nicht merken, daß sie gekocht werden, weil das Wasser immer nur langsam um ein Grad erwärmt wird.
    Da macht es wenig Sinn gegen diese Planwirtschaftsgötter von Sozialpolitikern und Notenbankern auf die Straße zu gehen.
    Viel mehr bringt es, in seinem privaten Umfeld die Folgen aufzuzeigen und zu erklären und selber entsprechend klug zu handeln.
    Schließlich steht das Endergebnis fest, wie jedes mal vorher.
    Einstein definierte Wahnsinn wie folgt: immer das selbe zu machen und ein jedes mal ein anderes Ergebnis zu erwarten.

  • Absolut notwendige Erstmaßnahmen:
    1. Kapitallebensversicherung (falls vorhanden)kündigen
    2. Riester-Rente (falls vorhanden) kündigen
    Besser jetzt ein Teilverlust aufgrund vorzeitiger Kündigung als später ein viel größeres Ungemach...

  • Mögliche QE Auswirkungen auf EURUSD: http://growthaces.com/articles/daily-forex-analysis-eurusd-qe-scenarios-size-matters

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