Family-Offices: Warum es die Superreichen in Scharen nach Singapur zieht
Der südostasiatische Stadtstaat lockt aktiv die Superreichen der Welt an und will ihnen Heimat bieten.
Foto: Caro / SchuelkeBangkok. Für Multimilliardäre ist Singapur ein Spielplatz, an dem fast alles möglich ist: Ihre luxuriösen Jachten liegen in der exklusiven Marina Keppel Bay vor Anker. Im Helikopter geht es weiter zur „Chairman Suite“ im Marina-Bay-Sands-Hotel – mit vier Schlafzimmern, zwei Wohnzimmern und einem privaten Fitnesscenter. Und wer davon noch nicht genug hat, kann im Dachrestaurant ein 18-Gang-Menü mit fünf Jahrzehnten alten Weinraritäten buchen.
Die Superreichen der Welt zieht es aber nicht nur in den südostasiatischen Stadtstaat, um dort ihr Geld auszugeben. Die Finanzmetropole an der Südspitze der malaiischen Halbinsel etabliert sich zunehmend auch als einer der bevorzugten Orte der besonders Wohlhabenden, um ihr Vermögen zu parken.
Das liegt einerseits an einem äußerst attraktiven Steuerrecht. Profitieren kann Singapur aber auch wegen der politischen Turbulenzen, die dem konkurrierenden Finanzplatz Hongkong zu schaffen machen.
Zahl der Family-Offices von 2017 bis 2019 verfünffacht
Google-Mitgründer Sergey Brin ist der jüngste Zugang in Singapurs Club der Milliardäre: Der 47-Jährige, der mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 80 Milliarden Dollar zu den zehn reichsten Menschen der Welt zählt, hat in Singapur eine Asien-Niederlassung seiner privaten Vermögensverwaltung Bayshore Global Management gegründet, wie diese Woche bekannt wurde.