Finanzplatz Vaduz Oh, wie schön war Liechtenstein

Vor acht Jahren erlebte das Fürstentum seinen „Panama“-Moment. In der Hauptrolle: Ex-Post-Chef Zumwinkel. Der Fall zeigt, dass öffentlicher und politischer Druck etwas bewirken kann – auch wenn manch einer leiden muss.
Verhaltener Optimismus am Finanzplatz Liechtenstein. Quelle: Reuters
Das Schloss in Vaduz

Verhaltener Optimismus am Finanzplatz Liechtenstein.

(Foto: Reuters)

ZürichDie Kamerateams schon standen bereit, als die Steuerfahnder an diesem Februar-Morgen beim damaligen Post-Chef Klaus Zumwinkel klingelten. Mit Hilfe seiner Liechtensteiner Stiftung „Devotion Family Foundation“ hatte der Top-Manager knapp eine Million Euro Steuern hinterzogen.

Das war im Februar 2008. Zumwinkels Daten hatten die Fahnder von Heinrich Kieber. Der Ex-Mitarbeiter der fürstlichen LGT Bank hatte Material von über 4000 Stiftungen und Kunden aus 13 Ländern seinem Arbeitgeber gestohlen und für angeblich 4,6 Millionen Euro an die deutschen Behörden verkauft.

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