Gamestop-Kaufsperre: „Hier haben wir keinen guten Job gemacht“ – Trade Republic entschuldigt sich bei Anlegern
Der zeitweilige Kaufstopp hat für viel Wirbel gesorgt.
Foto: ReutersFrankfurt. Es ist etwas, was in der Finanzbranche nicht allzu oft vorkommt: Die Gründer des Berliner Neobrokers Trade Republic haben nach dem vorübergehenden Kaufstopp für bestimmte Aktien auf die zahlreichen Beschwerden reagiert und sich an diesem Mittwoch ausführlich bei ihren Kunden entschuldigt. „Hier haben wir keinen guten Job gemacht“, heißt es in einem Schreiben von Christian Hecker, Thomas Pischke und Marco Cancellieri. Es seien schwierige Entscheidungen in einem besonderen Markt gewesen: „Am Ende haben wir unser Handeln nicht gut erklärt.“
Seit Mitte Januar waren Kleinanleger massiv bei Gamestop und anderen Aktien eingestiegen und hatten die Kurse zumindest zeitweise kräftig nach oben getrieben. Sie stellten sich damit auch gegen professionelle Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Viele Broker waren vom plötzlichen Ansturm der Anleger überrascht.
Trade Republic hatte am vergangenen Donnerstag zusätzlich mit technischen Problemen bei seinen Handelsplatzpartnern zu kämpfen. Nach Überlastungen bei der LS Exchange wechselte man zum Ausweichhandelsplatz Tradegate, bei dem es dann ebenfalls nicht reibungslos lief.