Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Geldanlage in Krisenzeiten „So schwierig wie jetzt war es noch nie“

Die Märkte kommen nicht zur Ruhe. Wie soll man sich da als Anleger positionieren? Man muss viel aktiver sein als früher, sagt Matthias Habbel, Vermögensverwalter aus Wiesbaden. Warum Rendite zur Nebensache wird und Sicherheit an erster Stelle steht.
5 Kommentare
Matthias Habbel, Geschäftsführer und Gesellschafter der Wiesbadener Vermögensverwaltung Habbel, Pohlig Quelle: Pressebild

Matthias Habbel, Geschäftsführer und Gesellschafter der Wiesbadener Vermögensverwaltung Habbel, Pohlig

(Foto: Pressebild)

Herr Habbel, für einen Vermögensverwalter sind die Zeiten nicht leicht. Welche Lehren ziehen Sie aus der Krise?

Es geht nicht mehr um Rendite. Das ist zur Nebensache geworden, der Erhalt des Vermögens steht im Vordergrund.

Ist das Anlegen schwieriger geworden?

So schwierig wie jetzt war es noch nie. Als Anleger muss man heute viel aktiver sein. Das gilt auch für uns als Vermögensverwalter. Früher wurde zu Beginn des Jahres eine Strategie festgelegt. Das funktioniert heute nicht mehr. Man muss kurzfristig reagieren können. Autopilot ausschalten und auf Sicht fahren, heißt die Devise.

Wer Sicherheit suchte, ging früher in Staatsanleihen.

Die Anleihen mancher Staaten sind weniger sicher als die von soliden Unternehmen. Wenn wir Staatanleihen kaufen, dann nur von Ländern mit bester Bewertung, und auch dann nur sehr kurzlaufende Anleihen.

Wie sieht es mit Aktien aus?

Da sind wir relativ vorsichtig, halten uns zurück. Wir haben unsere Aktienquote bereits Ende 2009 reduziert. Damit haben wir zwar die weitere Rally an den Aktienmärkten nicht ganz mitgenommen. Aber mir ist es lieber, etwas zu früh auszusteigen, als zu lange dabeizubleiben und vom Einbruch überrascht zu werden.

Welche Aktien haben sie verkauft, welche noch im Depot?

Finanztitel und konjunktursensible Aktien haben wir überwiegend verkauft. Außerdem haben wir uns aus Aktien der Schwellenländer zurückgezogen. Diese Märkte sind inzwischen zu teuer, die Risiken hoch. Stattdessen setzen wir auf Substanzwerte aus Deutschland, Frankreich oder der Schweiz, auf Versorger beispielsweise und Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie.

Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

5 Kommentare zu "Geldanlage in Krisenzeiten: „So schwierig wie jetzt war es noch nie“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Man sollte ein solches interview "so schwierig... nicht abdrucken. Das ist ja geradezu banal, was in dem interview gesagt wird; ich würde gern seine Performance der letzten 18 Monate sehen; der Vermögensverwalter hat doch die Ralley vom DAX 2.800 auf 6.000 verpaßt; und nur Kurzläufer Anleihen im Depot keine Schwellen-Länder, alles lachhaft.

  • ich finde es immer sehr sinnvoll zuerst die komentare (danke an euch) zu lesen und dann erst den bericht.

    kann mir bitter wer dagen wo man aktien-anleihen am günstigsen, sichersten, schnellsten und einfachsten kauft -- kurz gesagt wo kauft man aktien am besten?
    dann bei einer bank kommt man ja auch ins weinen wenn man an die 1,5% pro transaktion denkt - kauf-verkauf= 3.....
    also danke erstmals

  • Selbst die cleverste Geldanlage nützt nichts, wenn die Währungen selbst zunehmend verfallen....

    Deshalb müssen wir doch zunächst mal die Voraussetzungen für einen stabilen EURO schaffen, also die verkorkste EU-Struktur erst mal sanieren:

    insgesamt ist nur eine RESET- Lösung mit Neugründung des zu schnell und mit unreifen Staaten aufgeblähten aktuellen EU- Konglomerats sinnvoll: D und F treten gemeinsam aus dieser bisherigen EU aus, lösen den heutigen EU-Moloch auf und beginnen völlig neu:

    Erster Schritt:
    Zuerst muss eine starke Kernzone in Europa bestehend aus D, F, benelux, CH, A wirtschaftlich (Einführung des USE- EURO) und politisch geeinigt werden: gemeinsame Verfassung der USE (United States of Europe), Amtssprache Englisch, Hauptstadt bonn (analog Washington USA). Dann muss sich diese Kernzone der USE erst mal für 20 Jahre bewähren.

    Zweiter Schritt:
    Dann packen wir die überfälligen Reformen auf den Gebieten Strukturen, Steuern, Renten etc. und die Halbierung der Anzahl der öffentlich bediensteten im Lande und in den USE an. Wenn das alles geschafft ist, kann frühestens an eine Erweiterung der USE gedacht werden. Aber es könnte durchaus auch noch viele Jahre bei diesen bewährten Staaten bleiben. Solidität geht eindeutig vor Wachstum der USE.

    Mehr Professionalität ist nunmehr in der Politik gefordert. Schon bei der nächsten Wahl, indem wir nur Leute aus der Freien Wirtschaft wählen, die auch im berufsleben stehen (echte Leistungsträger) und keine verbeamteten Partei- Taktiker, die nicht handeln, sondern die von ihnen selbst geschaffenen massiven Überschuldungs- Probleme nur zerreden……

    Der USE- EURO ist nur stark, wenn er von einer echten Leistungsgemeinschaft, den USE der Leistungs- Staaten D, F, benelux, CH, A getragen wird.




  • Wenn man sich die Strategien unterschiedlicher Vermögensverwalter ansieht, dann kann man davon ausgehen, daß die meisten Kunden dieses Jahr eine 0-Rendite zu erwarten haben (1-2% Provision - 2% Rendite + Steuern). Wofür brauche ich denn hier einen Vermögensverwalter? Man kann mit einer Mischung aus konservativen und riskanteren sowie kurz- und mittelfristigen Anlageformen heute noch 5-10% p.a. einfahren. Mir gelingt das seit Jahren. wieso nicht jemanden, der so einen guten Ruf hat?

  • Es ist immer dasselbe: Die Vermögensverwalter und Analysten erzählen einem immer die gleiche "Story". Wer deren "Dienstleistung" auch noch bezahlt, ist selber schuld. im konkreten Fall kauft der Herr für Dritte E.on, RWE, Nestle und bund-Anleihen mit 3-4 jähriger Restlaufzeit. Macht wahrscheinlich eine Rendite von 3-4 % p.a. und läßt sich für diese "Leistung" fürstlich bezahlen. Zum Kundenstamm scheinen nur Omas mit einem großen Vermögen zu gehören. Für jemanden der geradeaus denkt, kann diese Papiere auch selbst kaufen und braucht keine "Expertise" und hat so Provisionen gespart.

Serviceangebote