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Geschenke Schönheit mit Rendite

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Darauf sollten Kunden bei Diamanten achten

Bei Annabell Oelmann wird wohl kein Diamant unterm Weihnachtsbaum liegen. „Aber als Frau kriegt man natürlich schon allein beim Gedanken daran leuchtende Augen“, gibt sie zu. Für die Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale NRW ist die Investition in einen Diamanten als Anlagegegenstand nur dann sinnvoll, sagt sie, „wenn man es sich auch wirklich leisten kann“. Ebenso wie Arnim Kogge empfiehlt sie generell ein gemischtes Anlageportfolio, um das Verlustrisiko zu streuen. Im Gegensatz zu klassischen Geldanlagen bringen Diamanten weder Zinsen noch Dividenden. „Der Anleger setzt rein auf die Wertentwicklung des Gegenstands“, sagt Oelmann.

Wichtig ist, dass die Juwelen aus legitimen Quellen und Schleifereien stammen. Um Qualität und Preis zu ermitteln, werden die Diamanten nach den sogenannten vier „C“ beurteilt: Carat (Gewicht in Karat), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliffform). Beim Kauf sollten Anleger den Zertifikatnachweis genau prüfen. Diese Nachweise stellen beispielsweise das Deutsche Diamanteninstitut aus oder das Gemological Institute of America (GIA) aus. Die Institute begutachten Diamanten und bewerten seine Qualität nach den vier „C“.

Für wen ein Diamant mehr Anlageobjekt als Schmuckstück ist, dem rät Arnim Kogge, besonders genau auf die vier „C“ zu achten. „Der Stein muss schon halbkarätig oder ganzkarätig sein.“ Wichtig sei auch die Farbe. Verfärbungen sehe der Profi sofort - ein Ausschlusskriterium, wenn der Diamant später weiterverkauft werden soll. „Ein gelber Diamant kann auch sehr schön sein – als Schmuck“, sagt Kogge. Doch mit dem Ziel ihn wieder zu verkaufen, sollte er schon reinweiß sein.“

Vorsicht bei Lockangeboten

So schön sie auch funkeln, in Diamanten sollte nur investieren, wer sich der Risiken bewusst ist – und über das nötige Vermögen verfügt, sagt Annabell Oelmann. Der Markt für Diamanten ist nicht mit dem Aktien- oder Edelmetallmarkt zu vergleichen, denn es gibt keinen geregelten Markt. Zudem wird im Gegensatz zu Gold oder Silber der Wert nicht täglich ermittelt. Verbraucherschützer warnen außerdem vor dubiosen Anbietern. „Wenn das Angebot zu gut klingt, hat es meist einen Haken“, warnt die Verbraucherschützerin.

Während glitzernde Juwelen vor allem die Damenwelt verzückt, dürfte so manches Männerherze beim Anblick einer Luxusuhr höher schlägt: Ein schönes Weihnachtspräsent, doch wer sie als reine Geldanlage sieht, sollte einiges beachten.

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3 Kommentare zu "Geschenke: Schönheit mit Rendite"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Finde ich auch.

    Um sich an Schönem erfreuen zu können, muss man es gar nicht unbedingt besitzen.
    Entscheidende Voraussetzung dafür ist vielmehr das Umfeld, in dem man lebt:
    Damit der Mensch Schönes erschaffen oder es erhalten kann, muss er nicht nur entsprechend begabt sein, sondern auch von seinen Lebensumständen her die Möglichkeit und Gelegenheit dazu haben. Hier das (Gegen-)Beispiel eines solchen schönheitsfördernden Umfelds: Finden Sie die Protzbauten, mit denen diverse Machthaber – namentlich in von kommunistisch-sozialistischen Ideologien geprägten Staaten – ihre Vorstellung von „Volksdemokratie“ zum Ausdruck bringen, dabei ganze Landschaften verschandeln und sich nebenbei selbst ein Denkmal setzen wollen, etwa schön?
    Diese Voraussetzung ist aller Erfahrung nach nur in dem freiheitlichen Umfeld einer wirklichen Demokratie gegeben, das es jedem ermöglicht, seine Persönlichkeit frei zu entfalten.

    Das genaue Gegenteil eines solchen Umfelds erleben die Menschen zur Zeit im Nahen Osten. Schönes aus vielen Jahrhunderten wird unwiederbringlich zerstört.
    Es ist eine unfassbare Tragödie. Hoffentlich ist sie so schnell es irgend geht vorbei und Geschichte. Und hoffentlich habe wir dann alle daraus gelernt.

  • Gibt es eigentlich noch was das nicht an der "Rendite" gemessen wird !?
    Ich finde das nur noch abstoßend.
    Können Dinge nicht einfach Schön sein ?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.