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Geschenke Schönheit mit Rendite

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Geldanlage am Handgelenk

Das ist die teuerste Uhr der Welt!

Oliver Hoffmann war erst fünf Jahre alt, da schenkte ihm sein Großvater eine Taschenuhr. Mit dem glänzenden Stück von A. Lange & Söhne konnte er als kleiner Bub kaum etwas anfangen. Das änderte sich als er älter wurde. Er entdeckte seine Leidenschaft für schöne Uhren. Heute ist Hoffmann Experte beim Auktionshaus Auctionata.

Er hat nicht viel Zeit, denn die nächste Auktion beginnt in wenigen Minuten. Im Auktionskatalog finden sich 180 Uhren von Rolex und Patek Philippe. Für eine Damenuhr von Patek Philippe, perlmuttfarbenes Ziffernblatt, diamantenbesetzt, Startpreis von 14.000 Euro, liegt der Schätzpreis heute bei 28.000 Euro. Eine Rolex, Modell Submariner James Bond, aus dem Jahre 1962, Startpreis 45.000 Euro, soll für 90.000 Euro den Besitzer wechseln. Doch auch für den etwas schmaleren Geldbeutel bietet das Auktionshaus Uhren an: Eine Rolex mit weißem Ziffernblatt aus dem Jahre 2000 startet mit 1000 Euro, erwarteter Preis 2000 Euro.

Sein Großvater weckte in Oliver Hoffmann die Leidenschaft für wertvolle Uhren. Heute ist er Experte für Armband- und Taschenuhren.

Sein Großvater weckte in Oliver Hoffmann die Leidenschaft für wertvolle Uhren. Heute ist er Experte für Armband- und Taschenuhren.

Glaubt man dem Luxusgut-Investmentindex des Beratungsunternehmens Knight Frank, brachten es Luxusuhren in den vergangenen zehn Jahren auf einen Wertanstieg von 65  Prozent. „Bei wirklich guten Uhren kann das sogar noch mehr sein“, sagt Oliver Hoffmann. So habe eine Rolex Paul Newman vor zehn Jahren noch 20.000 bis 30.000 Euro gekostet, heute sei sie zwischen 50.000 und 70.000 Euro wert. „Der Markt ist regelrecht explodiert.“

Auch bei einer Investition in Luxusuhren rät Annabelle Oelmann von der Verbraucherzentrale NRW zu Vorsicht. „Auch hier setzt der Käufer nur auf die Wertentwicklung“, sagt sie. Für die meisten sei eine Uhr als reines Investment daher eher ungeeignet.

Luxusuhren: In Gebrauchte investieren

Wer, wie Oliver Hoffmanns Großvater, eine Uhr verschenken möchte, sollte bereits vor dem Kauf einiges beachten. Wenn die Uhr künftig an Wert gewinnen soll, „ist die Wahl der richtigen Marke entscheidend“, erklärt Hoffmann. „Käufer sollten auf Handwerkskunst, Tradition und Ansehen der Marke achten.“ Für Tradition stehe beispielsweise Patek Philippe, die Marke Rolex sei die bekannteste in Deutschland. Im niedrigeren Preissegment sei Omega empfehlenswert.  

Käufern, die eine Uhr vor allem als Investment sehen, rät er zu gebrauchten Uhren, denn bei neuen komme noch die Händlermarge dazu. Wenig falsch machen könne man mit einer Vintage-Uhr aus den 60er-Jahren. „Da gibt es Potenzial nach oben.“ Vor allem, weil sie  damals nur in geringer Menge gefertigt wurden – häufig gibt es nur 20 Stück eines Modells. Je nach Marke und Modell gibt es zwischen 5000 und 8000 Euro „sehr attraktive Stücke“, erklärt Hoffmann. Wer allerdings Zusatzfunktionen haben möchte, muss zwischen 20.000 und 50.000 Euro hinblättern.

Das sollten Käufer beachten

Vor dem Kauf solle man besonders auf den Zustand der Uhr achten, rät Oliver Hoffmann unerfahrenen Käufern. „Wichtig ist auch, dass Papiere vorhanden sind, die Teile Originale sind und die Uhr regelmäßig gewartet wurde.“

Er rät, das Stück alle fünf Jahre warten zu lassen und eine Versicherung abzuschließen. Und natürlich: Am wenigsten an Wert verliert eine Uhr trocken gelagert in einer Box, verschlossen hinter dicken Tresorwänden, sagt Oliver Hoffmann. „Aber sie ist doch vor allem zum Tragen da und sollte Freude bereiten.“

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3 Kommentare zu "Geschenke: Schönheit mit Rendite"

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  • Finde ich auch.

    Um sich an Schönem erfreuen zu können, muss man es gar nicht unbedingt besitzen.
    Entscheidende Voraussetzung dafür ist vielmehr das Umfeld, in dem man lebt:
    Damit der Mensch Schönes erschaffen oder es erhalten kann, muss er nicht nur entsprechend begabt sein, sondern auch von seinen Lebensumständen her die Möglichkeit und Gelegenheit dazu haben. Hier das (Gegen-)Beispiel eines solchen schönheitsfördernden Umfelds: Finden Sie die Protzbauten, mit denen diverse Machthaber – namentlich in von kommunistisch-sozialistischen Ideologien geprägten Staaten – ihre Vorstellung von „Volksdemokratie“ zum Ausdruck bringen, dabei ganze Landschaften verschandeln und sich nebenbei selbst ein Denkmal setzen wollen, etwa schön?
    Diese Voraussetzung ist aller Erfahrung nach nur in dem freiheitlichen Umfeld einer wirklichen Demokratie gegeben, das es jedem ermöglicht, seine Persönlichkeit frei zu entfalten.

    Das genaue Gegenteil eines solchen Umfelds erleben die Menschen zur Zeit im Nahen Osten. Schönes aus vielen Jahrhunderten wird unwiederbringlich zerstört.
    Es ist eine unfassbare Tragödie. Hoffentlich ist sie so schnell es irgend geht vorbei und Geschichte. Und hoffentlich habe wir dann alle daraus gelernt.

  • Gibt es eigentlich noch was das nicht an der "Rendite" gemessen wird !?
    Ich finde das nur noch abstoßend.
    Können Dinge nicht einfach Schön sein ?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.