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Gloria von Thurn und Taxis „Meine Lieblingsaktie ist Apple“

Die Fürstin ist weiß genau was sie besitzt - und das ist überschaubar. Gloria von Thurn und Taxis über die Geldprobleme des Adels, die Instinkte der Frau, und warum die Facebook-Aktie ihr nicht sympathisch ist.
4 Kommentare
Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Quelle: dpa

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

(Foto: dpa)

Fürstin Gloria, Sie mussten nach dem plötzlichen Tod Ihres Mannes im Jahr 1990 sehr schnell die Verwaltung eines großen Vermögens übernehmen. Kann man die Rolle eines Großinvestors lernen?

Wir sind keine Großinvestoren, sondern wir betreiben in erster Linie Land- und Forstwirtschaft. Aber wie bei allen Dingen im Leben ist es wichtig, Expertenrat einzuholen. Dabei geht es darum, strukturierte Prozesse zu schaffen. Zuerst muss dabei eine Strategie bestimmt werden. Hernach müssen transparente Verwaltungsprozesse geschaffen werden, deren Verlauf kontrolliert und der Erfolg gemessen werden kann.

Sind Sie froh, dass Sie etwas nicht mehr besitzen?

Glücklicherweise besitzen wir seit vielen Jahren weder eine Bank noch eine Brauerei. Das sind äußerst schwierige Geschäftsfelder, aus denen wir uns rechtzeitig zurückgezogen haben.

Sie sagten mal: "Wer weiß, was er besitzt, ist nicht wirklich reich." Wissen Sie, was Sie besitzen?

Allerdings wissen wir das, und es ist durchaus überschaubar.

Und wie viele Tische besitzen Sie heute? Als Sie zur Begleichung der Erbschaftsteuer einen Großteil des Mobiliars versteigern ließen, sagten Sie den berühmten Satz: "Wer 150 Tische besitzt, kann bestimmt auch mit 100 überleben."

Wir hatten damals deshalb so viel Möbel, weil ja über die letzten Jahrzehnte viele Schlösser aus Kostengründen aufgegeben wurden, deren Mobiliar aber nach Regensburg verbracht wurde. Daher war es möglich, Möbel zu verkaufen, ohne anschließend auf dem Fußboden sitzen zu müssen.

Warum hat gerade der Adel in Deutschland heute so oft Geldprobleme?

Der Adel, dessen Besitz im ehemaligen Ostdeutschland war, ist von den Kommunisten enteignet worden. Dort wurde primär nichts falsch gemacht, sondern der Adel zum Sündenbock der Machthaber, die ideologische Feindbilder gebraucht haben. In einer Krise ist es leicht, auf die Besitzenden zu zeigen und die arme Bevölkerung gegen die Reichen aufzuhetzen. Ähnliche Phänomene können wir auch heute beobachten.

„Der Fiskus darf nicht als Feind gesehen werden“
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4 Kommentare zu "Gloria von Thurn und Taxis: „Meine Lieblingsaktie ist Apple“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Leider wahr.

  • "Der Adel, dessen Besitz im ehemaligen Ostdeutschland war, ist von den Kommunisten enteignet worden..."

    2/3 der DDR ist nach der Wiedervereinigung von der CDU enteignet worden. Für 1000 ha ist eine minimale Entschädigung von 200 000 € angesagt. Nur wann wird diese Entschädigung gezahlt? Vorerst ist das Geld wohl in den “Rettungsschirm” geflossen…. auf Nimmerwiedersehen.
    Das ganze ist ein Betrugsszenarium.

  • Prinzessin von Thurn und Taxis mag, wie wir alle, alles Mögliche sein, Fürstin nicht -- die gibt es hier seit fast 100 Jahren schon nicht mehr ..

  • http://www.myspace.com/music/player?sid=20275165&ac=now

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