Gold und Cash Die Dagobert-Duck-Strategie

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Wie Buffett oder Soros

Zu unsicher ist die Welt geworden, selbst in Entenhausen. Staaten, da wären wir wieder bei den Europäern, die immer mehr Schulden machen und irgendwann pleite sein könnten. Banken, die spätestens wenn die Staaten pleite sind, auch pleite sind. Sparer, die den Banken ihr Geld anvertraut haben, es aber nicht wieder bekommen, wenn die Bank pleite ist und die dann auch pleite sind.  Eine Welt voller Pleitiers!

Duck ist deshalb seit jeher vorsichtig. Gold und Bargeld, sicher verwahrt. So hat er alle Krisen der vergangenen Jahrzehnte, große wie kleine, unbeschadet überstanden. Die Ölkrise in den 1970ern, den Börsencrash 1987, Dotcom-Blase oder Finanzkrise. Duck war stets vorsichtig, hielt seinen Besitz beisammen. Der letzte Kontoauszug, abgedruckt im „Mickey Maus Spezial“, dem Geburtstagsheft, wies das Duck’sche Vermögen mit insgesamt 13 Trillionen 224 Billionen 567 Milliarden 778 Millionen Taler und 16 Kreuzer aus.  

Der hohe Gold-Anteil schützt den Erpel gegen Inflation, vor der sich so viele Sparer, die ihr Geld in Anleihen oder in andere verzinsliche Anlagen gesteckt haben, so sehr fürchten. Der rasante Preisanstieg des Edelmetalls hat ihn noch viel reicher gemacht.

Andere, weit weniger vermögende Investoren, haben Ducks Strategie, oder besser: Teile davon kopiert. George Soros beispielsweise, der bekannte Devisenspekulant, hat in den vergangenen Monaten in großem Stile Gold gekauft. Zwar fürchte er, dass der Preis für das Edelmetall zur größten Blase unserer Zeit werden könne. Noch allerdings sei es längst nicht so weit.

Oder Warren Buffett, das Orakel von Omaha in Nebraska, nicht weit von Entenhausen entfernt. Jener Super-Investor, der dafür bekannt ist, die besten Aktien der Welt zu finden, soll seit geraumer Zeit Bargeld horten, ganz nach der Geiz-Strategie Ducks. Zur Halbjahresfrist, so ist in den Geschäftsunterlagen Buffetts nachzulesen, waren die Bargeldbestände um 7,5 Prozent auf umgerechnet mehr als 40 Milliarden Euro gestiegen.

Das Vermögen ist stets bedroht
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16 Kommentare zu "Gold und Cash: Die Dagobert-Duck-Strategie"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Heilige Einfalt. Wer glaubt den ernsthaft, dass Buffett 40 Milliarden Dollar in bar gehortet hat ? Im Safe, oder was ? Das wird ja immer bescheuerter hier.

  • @Brasil
    also ich lese lieber mal über Dagobert Duck als ständig über solche "Wohltäter" und selbstlosen Gurus wie Warren Buffet, Soros etc... Nicht nur weil ich den Dagobert viel sympatischer finde, nein, da merkt wenigsten auch JEDER, daß der betreffende Artikel nicht ernstzunehmen ist.

  • Sollte Herr Bofinger tatsächlich gesagt haben, dass Dagobert Duck die personifizierte Liquiditätsfalle sei, so muss ich dem heftigst widersprechen.
    1. Gold ist ein Sachwert. Irgendwer muss es ja halten, wenn es nicht im Boden steckt. Damit ist dem Kreislauf kein einziger Cent entnommen.
    2. Der Umkehrschluss wäre, dass man nicht sparen solle, sonst würde man der Wirtschaft schaden. Eine Aussage, die gerade für einen Wirtschaftsweisen alles andere als weise ist. Der alte Spruch "spare in guten Zeiten, damit du in schlechten hast" sollte meines Erachtens erst genommen werden!
    3. Einzig die WirtschaftsKONZERNE haben interesse daran, dass ständig neue Güter gekauft werden. Und zwar um deren Profit zu steigern und -- aktueller Trend -- Offshore zu bunkern.
    4. Ein Mensch, der keine Reserven hat ist unfrei. Er ist sein eigener Sklave und eine Marionette eines grösseren Systems. Der Staat liebt unfreie Marionetten -- es stärkt seine Macht!
    5. Ein Kilo Gold ist heute ein Kilo Gold und morgen ein Kilo Gold und war gestern ein Kilo Gold. Auch Hr Duck wird nicht reicher, indem er x Kilo Gold hält. Nur: Das Geld verliert mit der Zeit an Wert!
    6. Frage: Wer ist der grösste private Immobilienbesitzer in Deutschland? Antwort: Die Kirche! Frage: Zahlen die Steuern?

  • Jetzt wird Bofinger endlich konkret (Ironie!).Nachdem er uns in den vergangenen Jahren überzeugen wollte, dass die Rettungsschirme für bankrotte EU-Staaten sinnvoll wären und Schuldenmachen kein Problem. Dass er jetzt zur Küchenökonomie wechselt, ist folgerichtig. Jeder Ökonom weiss, dass Liquidität keine geeignete Zielgrösse ist. Bofinger offenbar noch nicht.

  • "Dem Wirtschaftskreislauf wird somit Geld entzogen"
    So ein Unsinn !
    Das Geld ist immer noch da, es "kreisläuft" nur nicht, wenn es dafür keinen Anlaß gibt.
    Muß es denn unbedingt "kreislaufen" ?
    Der "Kreislauf" ist doch nur das Resultat von Interessen und Interessenausgleich.
    Und wer bezahlt, bestimmt die Musik ( wenn er denn welche will )

  • Alles Gute zum 65. Herr Duck & weiter so.
    Gold & Silber Ahoi

  • Wie wahr. Verglichen mit unseren kriminellen Politikern sind die Panzerknacker die reinsten Waisenknaben.

  • Nur das Symptom beschreibt "John Maynard Keynes, der legendäre britische Ökonom, hatte das Phänomen der „Liquiditätsfalle“ ...", denn
    das Vermögen von Dagobert Unternehmer wächst und das verfügbare Einkommen der Arbeitnehmer sinkt so die Realität, das ist ein "Räuber - Beute" System.

    Fehlt das Einkommen (Beute), sinkt die Nachfrage, lohnt sich keine Investition, denn jetzt freie Liquidität zu investieren bringt keinen zusätzlichen Ertrag. Die Folge sind Insolvenzen, denn fehlt ausreichend Beute (Einkommen) müssen die Größe und Anzahl der Räuber (Unternehmen, Staat) so lange schrumpfen, bis sich die Beute (Arbeitnhemer) finanziell wieder erholt.

    Helfen würde ein angemessenes Einkommen und ganz bestiummt nicht deren Kürzung um zu sparen.

  • Dass Vermögen bedroht sind ist richtig und eigentlich unveräußerliche Grundlage des Kapitalismus.

    Weil aber das den Vermögenden nicht schmeckt, gibt es den Lobbyismus, der Regierungen eher planwirtschaftliche Ansätze aufdrängt, die letztlich Vermögen sichern sollen, wie Fürstentümer.

    Verschuldete Staaten bedeuten sichere Einnahmen für Vermögende. Zumal, wenn es denn mal schiefgeht, der Staat die Bankschulden absichert und dem Steuerzahler aufbürdet.

  • @abc: ein Punkt wurde vergessen:
    Dagobert ignoriert die Wirtschafts- und Anlagemagazine, insbesondere die deutschen. Sollte er einmal zufällig auf eine der kostenlosen Online-Ausgaben stoßen, so nimmt er dies zum Anlaß, das Gegenteil von den dortigen Empfehlungen zu tun.

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