Grauer Kapitalmarkt: ThomasLloyd stoppt Zahlungen – Anleger sind alarmiert
Mit Solar- und Biomassekraftwerken in Asien will ThomasLloyd für die Anleger hohe Renditen erwirtschaften.
Foto: ThomasLloydFrankfurt, Berlin. Das Versprechen klang gut: Grüne Energie und satte Gewinne. „Mehr Wachstum. Mehr Rendite“, schrieb das Fondshaus ThomasLloyd bis Ende 2019 in Werbebroschüren. Bis zu elf Prozent des eingezahlten Kapitals sollten pro Jahr ausgeschüttet werden. 25.000 Anleger investierten.
Nun hat ThomasLloyd die monatlichen Zahlungen auf Eis gelegt. Seit Oktober 2020 überweisen die vier Biomasse- und Sonne-Fonds „CTI 20“, „CTI Vario D“, „CTI 5 D“ und „CTI 9 D“ keine Gelder mehr an Anleger. Besserung ist vorerst nicht in Sicht.
Man habe im Sommer 2020 entschieden, die Ausschüttungen „bis zu einem Liquiditätsevent“ auszusetzen, teilt ThomasLloyd-Europachef Matthias Klein auf Anfrage mit. Darunter verstehe man „Entwicklungen auf Projektebene“, wie den „Exit eines Portfolios“, eine „Refinanzierung“ oder eine „Normalisierung des Marktumfelds“, so die Erklärung.
Die Zahlungen würden vollständig nachgeholt, verspricht Klein, sobald es „wirtschaftlich sinnvoll ist und die Liquidität des jeweiligen Fonds es erlaubt“. Unter guten Bedingungen könnte es in der zweiten Hälfte von 2021 so weit sein.