Griechenland Der Daumen geht nach unten

Viele Finanzprofis glauben an eine Pleite Griechenlands und einen Austritt aus der Währungsunion. Während Bankkunden in Athen bereits ihre Konten plündern, warten Investoren auf günstige Kaufkurse.
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Griechischen Banken steht Wasser bis zum Hals

FrankfurtDie Situation in Griechenland spitzt sich weiter zu. Ein wichtiges Krisensymptom: Bankkunden heben immer mehr Geld von ihren Konten ab. Investmentexperten gehen jetzt mit großer Mehrheit von einer Pleite Griechenlands aus. Rund drei Viertel erwarten eine Insolvenz, das zeigt eine Umfrage der DVFA, der Standesorganisation der Finanzexperten, vom Freitag. Auch den „Grexit“, einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone, hält die Mehrheit der Befragten für realistisch.

Eine Insolvenz wäre für die Europäische Union zwar fiskalisch teuer, aber letztendlich zu bewältigen, glaubt über die Hälfte der Experten. Im Falle eines Austritts aus dem Euro rechnet fast jeder Zweite damit, dass dies Klarheit schaffe und dadurch Märkte, Währung und Wirtschaft beflügele.

Martin Stürner, Vorstand beim Vermögensverwalter PEH Wertpapier, teilt diesen Optimismus. „Sollten Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden, gehe ich davon aus, dass die Kapitalmärkte positiv reagieren“, sagt er, „erste Indikationen dafür sind die Börsentendenzen am Donnerstag und Freitag“. An beiden Tagen tendierten viele europäische Märkte freundlich.

Die griechische Finanzwelt steht allerdings nahe am Abgrund. „Das griechische Bankensystem wird in Kürze aufhören zu funktionieren“, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Das dürfte seiner Meinung nach noch einmal negativ auf die Wertpapiermärkte durchschlagen.

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  • Griechenland kann über Nacht reich werden, indem die griechische Notenbank noch schnell vor dem Grexit Geld druckt, dieses in Russische Rubel tauscht und auf Konten in Russland überweist. Wer könnte dies verhindern?

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