Grünes Fintech: Tomorrow will den Markt der Öko-Banken aufmischen – aber nur ein Siebtel der Kundeneinlagen ist grün angelegt
Die App des Fintechs Tomorrow, die inzwischen über 60.000 Menschen installiert haben.
Foto: TomorrowKöln. Tomorrow gibt ein hoffnungsvolles Versprechen: „Mobile Banking für ein besseres Morgen“. Das junge Finanz-Start-up trifft damit einen Nerv. Es verknüpft zwei Trends, die die Bankenbranche und zahlreiche Kunden gerade bewegen: Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Nach einer Umfrage des Bundesverbands deutscher Banken ist inzwischen zwei Dritteln der Anleger wichtig, dass ihr Geld sozial und umweltverträglich investiert ist. Und nach einer Umfrage des Verbands der Digitalbranche, Bitkom, können sich 38 Prozent der Deutschen vorstellen, ein Konto bei einer digitalen Bank zu eröffnen – in der Vorjahresumfrage waren es nur 29 Prozent.
Digitale Banken sind bisher nicht besonders auf Nachhaltigkeit fokussiert, nachhaltige Banken hingegen hinken bei der Digitalisierung hinterher. In dieser Lücke möchte sich Tomorrow positionieren – als Angreifer auf dem deutschen Markt für sozial-ökologische Finanzdienstleistungen.
Das Fintech bietet ein kostenloses Girokonto für das Smartphone an, bei dessen Nutzung Spenden für ein Regenwaldprojekt generiert werden. Bei den auf dem deutschen Markt etablierten Ökobanken kostet ein Girokonto inklusive Debitkarte dagegen bis zu zehn Euro pro Monat.