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Handelsblatt-Tagung Private Equity Gute Chancen bei Technologie-Beteiligungen

Die Firmenjäger können sich der Börsenschwäche nicht entziehen. Das gilt auch für Beteiligungsfonds, die sich auf Technologieunternehmen konzentriert haben. Doch hier sind die langfristigen Perspektiven gut.
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Auf der Handelsblatt-Tagung „European Private Equity Summit 2018“ am Freitag ging es unter anderem um Technologie-Beteiligungen. Quelle: Martin Leissl
Handelsblatt Finanz-Ressortleiter Daniel Schäfer

Auf der Handelsblatt-Tagung „European Private Equity Summit 2018“ am Freitag ging es unter anderem um Technologie-Beteiligungen.

(Foto: Martin Leissl)

FrankfurtDie Turbulenzen an den Börsen halten an. Dem kann Private Equity sich nicht entziehen. „Wenn die Aktienbörsen fallen, trifft das auch die Beteiligungen im Technologiebereich“, steht für Philipp Freise fest, der diesen Bereich in Europa beim Finanzinvestor KKR führt. Das ändert für ihn aber nichts daran, dass es sich weiter lohnt, in Technologieunternehmen zu investieren.

Europa müsse im Vergleich zu den USA und Asien aufholen, meinte er auf der Handelsblatt-Tagung „European Private Equity Summit 2018“ am Freitag. Das bietet Chancen, wie nicht nur der 100 Milliarden Dollar schwere Softbank Vision Funds mit seinem Engagement beim deutschen Gebrauchtwagenportal Auto1 gezeigt hat, wo fast 500 Millionen Euro investiert wurden.

Auch die chinesischen Unternehmen Alibaba und Tencent sind nach der Beobachtung von Freise auf der Suche nach Investmentmöglichkeiten in Europa. Der amerikanische Wagniskapitalfinanzierer Kleiner Perkins, der Staatsfonds Temasek aus Singapur sowie die chinesische Hillhouse Capital jagen in Deutschland ebenfalls nach Investmentchancen.

Allerdings brauchen die Beteiligungshäuser im Notfall einen langen Atem. Denn: „Wir befinden uns am Ende eines Bullenmarktes“, betont der Experte, der zusammen mit dem Start-up Unternehmer Oliver Samwer – Großaktionär bei Firmen wie Rocket Internet sowie dem Modehändler Zalando – an der privaten Hochschule WHU studiert hat. KKR selbst will einen neuen Technologiefonds auflegen, der 1,5 bis zwei Milliarden Dollar groß werden soll und damit mindestens das Doppelte des jetzigen, wie Finanzkreise berichten. Freise wollte sich dazu nicht äußern.

Dass die Zeiten schwieriger werden, macht auch eine Untersuchung des Analysehauses eFront deutlich. Beteiligungsgesellschaften, die Mehrheitsbeteiligungen eingehen (LBO), haben seit der Finanzkrise fast ein Jahrzehnt erlebt, in dem die Erträge immer weiter stiegen. Der Höhepunkt war im dritten Quartal vergangenen Jahres, als die Risiken am niedrigsten eingeschätzt wurden. Seitdem geht es nach der Beobachtung von eFront bergab.

Der Gesamtwert der Investments liegt nach den Berechnungen der Experten aktuell beim 1,45-Fachen des eingesetzten Kapitals. Das ist allerdings noch deutlich höher als während der Finanzkrise, als die Bewertung bei 1,1 lag. Der Chef von eFront, Tarek Chouman, erkennt in den Zahlen die gewachsenen Risiken für die Branche. „Die Auswahl des richtigen Fondsmanagers sei schwieriger geworden und werde verknüpft mit dem Trend, Private Equity Häuser auszuwählen, die weniger Risiken eingehen“, betont er.

Trotz eines möglichen Rückschlags erwartet Ben Langworthy, Co-Europachef von Centerbridge Partners, der schon für die ungarische Investorenlegende George Soros gearbeitet hat, weiteres Wachstum bei Private Equity. Die erzielten Renditen seien immer noch denen bei Anleihen weit überlegen. Auch geht er davon aus, dass Gelder aus den unregulierten Hedgefonds in die Beteiligungsunternehmen fließen werden. Allerdings würden sich die Finanzinvestoren neue Investitionsmöglichkeiten in Unternehmen suchen, die stärker spezialisiert seien.

Dennoch: Überhitzungstendenzen bei Private Equity erkennt auch der Vermögensverwalter Feri insbesondere im Bereich großer Übernahmen der Finanzinvestoren und bei der Bewertung von Mega-Deals. Deshalb gilt für die Experten als wichtig: Der Zugang und die Managerauswahl seien entscheidend für den Investitionserfolg. Feri schätzt den „historischen Renditeunterschied zwischen sehr guten, sogenannten Top Quartile Fonds und durchschnittlichen Managern in den vergangenen Jahren auf etwa acht Prozentpunkte im Jahr“. In anderen Anlageklassen wären Investoren schon mit Erträgen in dieser Höhe mehr als zufrieden.

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