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Haushaltsstreit Rendite von Italien-Bonds fällt auf tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten

Ein Treffen der Regierung Roms mit EU-Kommissionschef Juncker am Mittwoch machte Anlegern Mut: Für italienische Staatsanleihen geht es wieder bergauf.
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Ein Treffen des italienischen Regierungschefs mit dem EU-Kommissionschef am Mittwoch gab den italienischen Staatsanleihen Aufwind. Quelle: Reuters
Giuseppe Conte und Jean-Claud Juncker

Ein Treffen des italienischen Regierungschefs mit dem EU-Kommissionschef am Mittwoch gab den italienischen Staatsanleihen Aufwind.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen ist am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Monaten gesunken. Sie lag zwischenzeitlich bei 2,89 Prozent, so niedrig wie seit dem 27 September nicht mehr. Zuletzt stieg die Rendite wieder leicht an auf 2,96 Prozent.

Die niedrigen Renditewerte sind ein gutes Zeichen, denn sie bedeuten, dass Anleger verstärkt in italienische Staatspapiere investieren, sie also mehr Vertrauen in die Solvenz des italienischen Staates haben.

Grund dafür ist die Hoffnung der Anleger auf eine Einigung im Haushaltsstreit zwischen der italienischen Regierung und der EU.

Nach monatelangem Hin und Her ist die italienische Regierung auf die EU zugegangen und hat ihre geplante Neuverschuldung für 2019 gesenkt. Sie soll nun nur noch 2,04 Prozent statt der geplanten 2,4 Prozent betragen.

Den ursprünglichen Haushaltsentwurf hatte die EU-Kommission zurückgewiesen, ebenso wie die folgenden Nachbesserungen. Die Kommission bemängelte, dass Italiens Neuverschuldung für 2019 dreimal so hoch liegt, wie von der Vorgängerregierung mit Brüssel vereinbart.

Am Mittwoch hatte sich dann der italienische Regierungschef Giuseppe Conte mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker getroffen. Nach dem Treffen sprach die Kommission von Chancen für eine Lösung abseits von Strafzahlungen. Der Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sagte aber auch: „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber Italien muss noch mehr tun.“

In Folge des Treffens und der steigenden Anleihekurse gab es auch Bewegungen am italienischen Aktienmarkt. Der italienische Leitindex FTSE MIB stieg zunächst an, verlor an diesem Freitag aber wieder kräftig Punkte und notierte zuletzt 1,13 Prozent im Minus. Insbesondere für die Papiere italienischer Banken wie Unicredit und Intesa Sanpaolo ging es in Folge der Gespräche in Brüssel kräftig. bergauf. Zuletzt fielen aber beide wieder auf ihr Niveau vom Mittwoch zurück.

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