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Yacht-Show in China

430 Milliardäre verließen die Reichenliste 2018 – die Hälfte davon stammt aus der Volksrepublik.

(Foto: dpa)

Hurun-Report 430 Milliardäre weniger – wie die Superreichen ihr Geld verloren

Die Turbulenzen an den Börsen haben im vergangenen Jahr Vermögen im Wert von rund einer Billion Dollar vernichtet. Weltweit gibt es 430 Milliardäre weniger.
3 Kommentare

FrankfurtDie Welt verändert sich mitunter schnell. Entwickelte sich das Jahr 2017 noch nahezu perfekt für die Reichen mit einer brummenden Konjunktur und steigenden Aktienkursen, sieht die Lage ein Jahr später ganz anders aus: Die Wirtschaft stottert, die Politik bereitet Anlegern Sorgen, bei Aktien kam es Ende 2018 zu einem Ausverkauf.

Das Ergebnis: Ein Vermögen von knapp einer Billion Dollar wurde vernichtet, wie aus der renommierten „Hurun Global Rich List“ der weltweit vermögendsten Menschen hervorgeht. Insgesamt gibt es aber immer noch 2 470 Milliardäre rund um den Erdball, die zusammen ein Vermögen von 9,6 Billionen US-Dollar besitzen.

Aus der Liste der Reichsten der Welt fielen allerdings infolge der Börsenverluste 430 Milliardäre heraus. Fast die Hälfte davon stammt aus China. Rupert Hoogewerf, Chairman des Hurun Report, begründet das „mit dem Einbruch von 23 Prozent an Chinas Aktienmärkten kombiniert mit einem Fall der chinesischen Währung Yuan um sechs Prozent“.

Für die Entwicklung an den Märkten spielte und spielt US-Präsident Donald Trump eine entscheidende Rolle. Der Handelsstreit der USA mit China bedroht die Märkte, auch wenn sich Trump zuletzt zuversichtlich gezeigt hat: Es sei wahrscheinlicher, dass es ein Abkommen gebe, als dass dieses nicht zustande komme.

Peking sprach ebenfalls von deutlichen Fortschritten. Das hat Aktien seit dem Jahresbeginn weltweit beflügelt. 2018 dagegen schien sich der Streit noch zuzuspitzen. US-Präsident Trump spürt das indes auch am eigenen Vermögen. Nach Berechnungen von Hurun sank der Wert seines Besitzes um 0,5 auf drei Milliarden Dollar. Damit sackte Trump in der Liste der Reichsten um 46 Plätze ab auf Rang 793

Grafik

An der Spitze der reichsten Menschen der Welt steht zum zweiten Mal Jeff Bezos, Chef und Großaktionär des Onlineversandhändlers Amazon. Sein Vermögen kletterte 2018 um 24 auf 147 Milliarden Dollar. „Bezos‘ Reichtum steigt mit der Globalisierung“, betont Hoogewerf. Der Amazon-Chef habe 100 Milliarden Dollar Vermögen in nur drei Jahren geschaffen, was dem gesamten Reichtum von Bill Gates entspreche. Bezos profitierte vom Umsatzanstieg Amazons um fast ein Drittel auf 232,9 Milliarden Dollar. Zudem kaufte der Konzern den Pharmariesen Pillpack für eine Milliarde Dollar.

2019 aber kann sich vieles ändern. Bezos lässt sich von seiner Frau Mackenzie Bezos scheiden. Spekulationen zufolge muss er ihr die Hälfte seines Reichtums abgeben. Als Ex-Frau des Amazon-Chefs würde Mackenzie Bezos auf einen Schlag zu den zehn reichsten Menschen der Welt aufsteigen.

Aktuell käme sie direkt nach Mark Zuckerberg auf Rang sechs (Grafik). Unter den Top Ten der Welt gehalten haben sich trotz des Kurseinbruchs der Tech-Aktien Ende 2018 neben dem Facebook-Gründer auch Sergey Brin und Larry Page von Google.

Um einen Platz auf Rang zwei verbesserte sich Microsoft-Gründer Bill Gates. Für Hoogewerf ist klar: „Trotz seiner hohen Spenden sollte Gates die Marke von 100 Milliarden Dollar durchbrechen.“ Vergangenes Jahr hat Gates zugesichert, in fünf Jahren eine Milliarde Dollar zu spenden, um gegen die von der Tsetse-Fliege übertragene Schlafkrankheit Malaria zu kämpfen. Gates Reichtum basiert vor allem auf Aktienpaketen im Beteiligungskonzern Berkshire Hathaway und von den Unternehmen Waste Management, Canadian National Railway, Walmart, Caterpillar und natürlich Microsoft.

Vermögen von Buffett schrumpft

Das Vertrauen in die Investorenlegende Warren Buffett und dessen Unternehmen Berkshire Hathaway hat Gates allerdings Vermögen gekostet. So erging es auch Warren Buffett selbst als drittreichstem Menschen der Erde. Sein Reichtum ist 2018 um 14 Milliarden Dollar oder 14 Prozent zusammengeschmolzen. Mit 88 Milliarden Dollar bleibt sein Vermögen dennoch unvorstellbar groß. Buffett hat zuletzt seinen Anteil an den Konzernen Apple, Goldman Sachs, Bank of America und Bank of New York Mellon erhöht. Außerdem kaufte er Aktien von JP Morgan Chase, Oracle, PNC Financial Services und Stoneco.

Der 88-Jährige spendete aber auch Berkshire-Hathaway-Aktien im Wert von über 3,4 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke. Der Großteil ging an die Bill-&-Melinda-Gates-Stiftung. Die mit Abstand meisten Milliardäre leben in China und in den USA. Auf Rang drei ist nun Hurun zufolge Deutschland geklettert, hat damit Indien verdrängt. 117 Milliardäre gibt es hierzulande. Unter die 100 Reichsten stiegen gleich vier Deutsche mit ihren Familien auf. Zu ihnen gehören Beate Heister und Karl Albrecht jr. (Aldi Süd) sowie Reinhold Würth (Würth). Auf Platz 100 rangiert Heinz Hermann Thiele nach dem Börsengang des Bremsenherstellers Knorr-Bremse im Oktober.

Vermögen hat zwar viele positive Seiten. Das Streben nach einem verantwortlichen Umgang mit dem Reichtum kann aber auch belasten. Eine Umfrage der Fürstlich Castell‘schen Bank bei Vermögenden im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass die Suche nach der passenden Anlagestrategie knapp der Hälfte der Befragten schon „die eine oder andere schlaflose Nacht“ beschert hat. Das dürfte angesichts diverser möglicher aktueller Störfaktoren für die Kapitalmärkte vorerst auch so bleiben.

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3 Kommentare zu "Hurun-Report: 430 Milliardäre weniger – wie die Superreichen ihr Geld verloren"

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  • Die Bill- % - Belinda -Gates - Stiftung bekämpft die Malaria, die mit etwa 200 Millionen Erkrankten im Jahr die wohl häufigste Infektionskrankheit der Welt ist. Diese auch Sumpffieber genannte Krankheit wird von den Anophelesmücken übertragen. Die Tsetsefliegen übertragen die Afrikanische Trypanosomiasis, auch Schlafkrankheit genannt, die Menschen, Rinder, Antilopen etc. befallen und in den feuchten Tropen zu Hause ist. Beide Krankheiten sind gefährlich aber zwei völlig unterschiedliche Ereignisse.

  • Ich kann mich Herrn J.-Fr. Pella nur anschließen, der Artikel ist wirklich unnötig. Lieber darüber berichten, welche Auswirkungen die Turbulenzen an der Börse und die aktuelle politische Lage auf die anderen 99% der Menschheit hat.

  • Dieser, in meinen Augen unnötige Artikel, verschlug mir angesichts der Dramatik fast die Sprache.
    Niemals zuvor bin jemanden begegnet, der mehr Sorgen und Probleme hatte, als diese Milliardäre.
    Bitte betrachten sie diese Zeilen als Ausdruck meines tiefsten Mitgefühls.
    the stupid german.