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In Mexiko Wie ein Milliardär sein Vermögen halbiert

Der Reichtum des Mexikaners Ricardo Salinas, der Ende 2014 noch über ein Vermögen in Höhe von 10,2 Milliarden Dollar verfügte, befindet sich im freien Fall. Und seine Bank hat eine hohe Quote an Zahlungsausfällen.
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Ein Bild aus noch guten Zeiten: Ricardo Salinas, Grunder und Chef von Azteca/Salinas-Gruppe, mit seiner Frau Maria. Sein Vermögen hat sich seit Januar 2015 halbiert. Quelle: AFP
Milliardär Ricardo Salinas

Ein Bild aus noch guten Zeiten: Ricardo Salinas, Grunder und Chef von Azteca/Salinas-Gruppe, mit seiner Frau Maria. Sein Vermögen hat sich seit Januar 2015 halbiert.

(Foto: AFP)

Bereits vor dem Ausverkauf an den Aktienmärkten am Montag dieser Woche hatten die beiden größten Beteiligungen von Salinas - der Fernsehsender TV Azteca SAB sowie der Bank- und Einzelhandelskonzern Grupo Elektra SAB - zusammen rund 5,9 Milliarden Dollar an Wert seit Jahresbeginn eingebüßt.

Gleichzeitig schrumpfte Salinas Vermögen um 49 Prozent auf nur noch 5,2 Milliarden Dollar. Im Bloomberg Billionaire Index, der die reichsten Menschen der Welt abbildet, ist er jetzt auf Rang 260 zu finden. Ende des vergangenen Jahres hatte er noch den 113. Platz belegt.

Auch jenseits des Peso-Falls auf ein Rekord-Tief und einer zurückgenommenen Wachstumsprognose der Regierung in Mexiko-City haben die Firmen des Milliardärs Probleme. So sanken beispielsweise bei TV Azteca die Umsätze im jüngsten Quartal - angesichts eines schwachen Einzelhandels und der Tatsache, dass viele Werbetreibende mehr Geld in digitale Plattformen als ins Fernsehen steckten, berichtet Analyst Homero Ruiz von Signum Research.

Bis einschließlich Dienstag hat TV Azteca im bisherigen Jahresverlauf mehr als 62 Prozent an Wert verloren. Salinas hatte den TV-Sender 1993 gekauft, um mit Grupo Televisa SAB zu konkurrieren. “Es gibt bei dem Unternehmen ganz klar einen Mangel an Investorenvertrauen”, sagt Ruiz im Interview mit Bloomberg. Ich denke, wir haben noch nicht das Ende des Rückgangs von Azteca gesehen. Die Margen werden weiter schrumpfen - eine kritische Situation für ein Medienunternehmen.

Nicht viel besser sieht es bei Elektra aus. Die Aktie ist in dieser Woche auf ein Achtjahrestief gefallen. Auch wenn die Umsätze im Einzelhandel gestiegen sind, so belastet doch die Bankensparte des Konzerns - Banco Azteca - den Kurs, berichtet Analyst Francisco Guzman von Interacciones Casa de Bolsa SA. Die Bank stehe hinter rund zwei Drittel des operativen Geschäfts der Elektra-Gruppe.

Salinas und seine Familie besitzen 73 Prozent der Anteile an Elektra und 65 Prozent der Aktien von TV Azteca. Ein Vertreter der Salinas-Gruppe wollte auf Nachfrager von Bloomberg keinen Kommentar abgeben.

Die heftigsten Kursrutscher seit dem Dax-Allzeithoch

DAX ®

WKN
ISIN
DE0008469008
Börse
Xetra

-11,64 -0,10%
Chart von DAX ®
Dax
1 von 16

Am 10. April dieses Jahres knallten bei vielen Börsianern die Sektkorken. Als Reaktion auf das von Mario Draghi aufgesetzte Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank, kletterte der Leitindex auf 12.391 Punkte – und damit auf sein Allzeithoch. Doch die Feierstimmung währte nicht lange. Der Index begab sich auf Korrekturkurs. Seitdem hat der Dax mehr als 2500 Punkte verloren. Einige Werte haben nach der Hausse eine besonders bittere Landung erfahren müssen. Ein Überblick.

E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000ENAG999
Börse
Xetra

-0,02 -0,26%
+8,16€
Chart von E.ON SE NAMENS-AKTIEN O.N.
DAX - Eon
2 von 16

Die Energiewerte hatten es nicht leicht im Dax. Auch Eon konnte die Anleger wenig überzeugen. Nach dem Allzeithoch haben sich die Anleger beeilt, die Aktien des Düsseldorfer Versorgers aus ihren Depots zu nehmen.

Verlust seit dem 10. April 2015: -28,7 Prozent

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
Xetra

+0,50 +0,85%
+59,47€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
DAX - BASF
3 von 16

Der Chemiekonzern BASF hat Anleger und Analysten mit eher schwachen Quartalszahlen enttäuscht. Im Dax landet das Unternehmen auf Platz vier unter den Verlierern.

Verlust seit dem 10. April 2015: -30,2 Prozent

BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN

WKN
ISIN
DE0005190003
Börse
Xetra

+0,18 +0,30%
+60,73€
Chart von BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG STAMMAKTIEN
DAX - BMW
4 von 16

Zu Beginn des Jahres zählte BMW noch zu den absoluten Lieblingen der Anleger. 123,75 Euro kostete die Aktie des bayerischen Automobilherstellers im März. Seitdem ging es allerdings deutlich bergab. Inzwischen notiert das Papier deutlich unter 80 Euro. Grund für den Pessimismus der Anleger sind die wachsenden Sorgen um die chinesische Konjunktur.

Verlust seit dem 10. April 2015: -33,9 Prozent

VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.

WKN
ISIN
DE0007664039
Börse
Xetra

+1,52 +1,07%
+144,14€
Chart von VOLKSWAGEN AG VORZUGSAKTIEN O.ST. O.N.
DAX - Volkswagen
5 von 16

Mit Volkswagen geriet ein weiterer Automobilhersteller wegen wachsender China-Sorgen ins Taumeln. Vor allem die Yuan-Abwertung Anfang August hat den deutschen Autowerten zugesetzt. Dabei ist eine schwache chinesische Währung an sich nicht schlimm – VW produziert die Autos für den chinesischen Markt vor Ort und wäre als Exportunternehmen von der Abwertung nur mäßig betroffen. Doch die Anleger sorgen sich um die chinesische Nachfrageseite. Und die wird von der schwachen Konjunktur negativ beeinflusst.

Verlust seit dem 10. April 2015: -35,6 Prozent

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

-0,19 -0,74%
+25,33€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
DAX - RWE
6 von 16

Die Aktie von RWE hat seit dem Allzeithoch am stärksten gelitten. Analysten blicken mit Sorge vor allem auf die hohe Steuerquote des Energieversorgers. Insgesamt sei das politische und regulatorische Umfeld in Deutschland ungünstig für das Unternehmen, begründet etwa Analyst Vincent Gilles von der Credit Suisse.

Verlust seit dem 10. April 2015: -43,6 Prozent

GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006602006
Börse
Xetra

-0,03 -0,12%
+23,97€
Chart von GEA GROUP AG INHABER-AKTIEN O.N.
MDAX - Gea Group
7 von 16

Deutlich bergab ging es auch für den auf Maschinen für die Nahrungsmittelindustrie spezialisierten Anlagenbauer Gea. Schrumpfende Auftragseingänge und die Russland-Krise machen dem Unternehmen zu schaffen. Zudem schlagen hohe Kosten für den Konzernumbau zu Buche, mit dem Gea-Chef Jürg Oleas das Unternehmen nach den Zukäufen der vergangenen Jahre verschlanken will. Das brachte dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 21,8 Millionen Euro ein.

Verlust seit dem 10. April 2015: -29,4 Prozent

Erst in diesem Monat hatte die mexikanische Zentralbank ihre Wachstumsprognose für das Land im Jahr 2015 nach unten korrigiert. Sie verwies dabei auf einen Rückgang bei der Ölproduktion. Im vergangenen November hatte Salinas den Verkauf seines Mobilfunkanbieters an die US-amerikanische AT&T Inc. für 2,5 Milliarden Dollar angekündigt.

Besorgt sind Investoren in diesem Jahr vor allem um die hohe Quote an Zahlungsausfällen bei Banco Azteca, sagt Guzman. Im Juni hatte sie bei 9,1 Prozent gelegen - verglichen mit einem Durchschnitt von 3 Prozent für Banken, belegen die jüngsten Daten von Mexikos Bankenaufsicht.

Mit Blick darauf, warum die Zahlen für Elektra so schlecht sind, lässt sich sagen, dass vieles davon auf das Konto des Finanzsektors geht, erklärt Guzman. Sobald sie ihr Kredit-Portfolio aufgeräumt haben und es wieder Wachstum geben wird, wird der Aktienmarkt reagieren.

Finance Briefing
  • Bloomberg
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