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Indizes Kleine Aktien schlagen die Großen

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Vor allem der TecDax überrascht

Dieses Argument ist aber nicht unbedingt zwingend, damit ein Nebenwert interessant erscheint. Der Motorenbauer Deutz, der künftig unter den 50 Top-Nebenwerten im MDax vertreten sein wird, hat vor rund einem Monat seine Jahresprognose massiv nach oben gesetzt. Statt 200000 Motoren sollen es jetzt 225000 werden. „Deutz dürfte von einer breiteren Produktpalette profitieren“, sagt Ulrich Scholz von der Unicredit.

Bei der genaueren Betrachtung aller Nebenwerte überrascht vor allem der TecDax. Waren doch die Tec-Aktien in früheren Abschwungphasen stets die ersten, die das in Form fallender Kurse zu spüren bekamen. Weil die Unternehmen als sehr konjunktursensibel gelten, ihr Geschäft also besonders stark vom Auf und Ab der Weltkonjunktur abhängig ist, war die Reaktion der Börse durchaus nachvollziehbar.

Doch diesmal ist alles anders. Das liegt an einer Vielzahl von Veränderungen, die es in den vergangenen Jahren in diesem Bereich gegeben hat. Sie haben dazu geführt, dass der TecDax beispielsweise nicht mehr als der „legitime Nachfolger des Neuen Marktes“ gilt. Mit diesen Worten hatten Kritiker ihn bei seiner Initiierung im Jahr 2003 gerne beschrieben. Nur weil etliche seiner enthaltenen Werte ihre zugegebenermaßen wilde Jugend dort verbracht hatten. Heute aber gilt das keineswegs mehr als Makel.

Auch die Analysten gehen mit den Unternehmen im TecDax mittlerweile zurückhaltender und rationaler um. Marktschreierische Empfehlungen sind auch hier seriösen Analysen gewichen. „Wir stufen die Bewertungen inzwischen als fair ein“, heißt es beispielsweise vom genossenschaftlichen Dachinstitut DZ Bank. Und das, obwohl alle gängigen Bewertungsmechanismen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis eine deutliche Unterbewertung zeigen. In früheren Phasen hätte man mit großem Halali zum Einstieg geblasen.


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