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Inflation Wenn sich Geld in Luft auflöst

Seite 3 von 3:
Geldprofis setzen auf Sachwerte

Viele Geldprofis fahren wegen der wachsenden Gefahren bereits defensive Strategien. Die Berater für wohlhabende Privatkunden bei Feri Wealth Management machen sich seit einigen Jahren für hohe Sachwertbestände stark. Das gilt auch für die Kölner Verwalter Flossbach von Storch. Die Sachwertedepots bestehen häufig aus Aktien, Immobilien, Edelmetallen und Zinspapieren der wenigen noch als sicher geltenden Staaten.

„In Zeiten hoher Inflation suchen die Menschen sichere Häfen. Sie kaufen Gold, Kunst, Land, sichere Währungen“, sagt Fergusson. Die Deutschen halten Sachwerte in Höhe von 5,2 Billionen Euro, aber sehr unausgewogen. Ein Großteil steckt in Immobilien. Nun gelten die eigenen vier Wände als guter Inflationsschutz. Doch kommen Regierungen ernsthaft in die Klemme, schreiben sie neue Regeln. „Die Staaten müssen sich zum Schuldenabbau bei den Privatvermögen bedienen“, sagt Schubert von der Bantleon Bank. Gerade das unbewegliche immobile Vermögen bietet sich für einen Zugriff an. „Wer nach dem Zweiten Weltkrieg Immobilien besaß, hatte im Handumdrehen eine Zwangshypothek im Grundbuch stehen“, sagt Homburg. Er warnt: „Der Anleger sollte nicht versuchen, klüger zu sein als alle anderen und zum Beispiel leichtsinnig Immobilien mit hoher Fremdfinanzierung erwerben.“

Umfrage: Welche Anlageformen schützen gegen Inflation?

in Prozent

Selbst genutzte Immobilien75
Kapitalanlage-Immobilien62
Kapitallebensversicherungen32
Riester-Sparen30
Sparbücher28
Aktien/Aktienfonds18
Zinspapiere12
Gold2
Andere Edelmetalle1
Quelle: Deutsches Institut für Altersvorsorge; 1000 Befragte, Forsa

Bei vermieteten Immobilien ist der Zeithorizont entscheidend. Kurzfristige Mietverträge ermöglichen es, steigende Preise schnell durch höhere Mieten auszugleichen. Wer dagegen langfristig vermietet hat, der verliert in Zeiten höherer Inflation.

Wie beim Sachvermögen ist auch Geldvermögen der Deutschen unausgewogen angelegt. Die immerhin 4,9 Billionen Euro stecken überwiegend in inflationsgefährdeten Anlagen wie Bankeinlagen, Anleihe-Direktbesitz und Versicherungen. Der größte Posten sind Versicherungen. Hier schlägt die Krisen-Falle zu. „Bei Versicherungen sollten sich gerade die Deutschen darüber klar sein, dass auch diese zu einem Teil in Staatsanleihen investiert sind“, sagt Bernholz.

Die Deutschen fürchten sich zwar vor Inflation, aber die wenigsten handeln. Das zeigt eine Umfrage der Postbank. Demnach sagen nur zwölf Prozent aller Bürger ab 16 Jahren, dass sie die Inflation beim Sparen fürs Alter berücksichtigen. Um dafür zu werben, dass sich die Deutschen mehr um ihre Finanzen kümmern sollen, rechnen die Postbanker vor, wie sich eine durchschnittliche Inflationsrate von "nur" 2,5 Prozent bemerkbar macht: Wenn ein heute 30-jähriger beim Eintritt in den Ruhestand mit 67 Jahren nach heutiger Kaufkraft über monatlich 1.500 Euro verfügen will, dann muss er im Alter das Zweieinhalbfache, nämlich 3.740 Euro, zur Verfügung haben.

Der wichtigste Ratschlag lautet, auch wenn das wenig originell klingt: Kapital gut streuen. Homburg versucht optimistisch zu bleiben und resümiert: „Mit einem blauen Auge werden wohl die meisten rechnen müssen, aber wenn zumindest das andere Auge intakt bleibt, ist das alles nicht so schlimm.“

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Mehr zu: Inflation - Wenn sich Geld in Luft auflöst

38 Kommentare zu "Inflation: Wenn sich Geld in Luft auflöst"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • [email protected] Stubi, airscape


    ich verdiene Unix daran, wenn andere Short- / Long gehen.

    Jeder ist letztendlich für sich und sein Leben selbst verantwortlich. Aber es gibt das Internet, was hervorragend gut ist, wenn man sich informieren will, oder wenn es darum geht, wie man sein Geld für sich arbeiten lässt.

    Interactivebrokers (IB) ist nur eine von vielen Möglichkeiten, wie man im Minutentakt sein Geld in andere Währungen oder Anlagen umschichten kann. Dass es keine (TOD-) sichere Anlagen gibt, sollte jeder wissen. Es gibt auch mit IB keine Garantie, denn es ist nur eine Internetbroker und kein Sorglospaket.

    Achja, ich verdiene nix dran und ich selbst bin auch bei einem anderen Broker, der aber fast identisch dazu ist.

    Aber bitte hört endlich auf zu Jammern und bewegt Euren A....
    Nur die (arbeits- und denk-) Faulen werden betraft, wenn Veränderungen kommen. Die anderen aber haben gerade heute 100.000 Chancen, wie sie IMMER Sieger sind.

  • Dem von Ihnen unterstellten Irrglauben bin ich nicht verfallen. Ich wollte in etwa auf den Sachverhalt hinweisen, der im Buch "Das Geldsyndrom" von Helmut Creutz im Kapitel "Der Zins und andere Fehlstrukturen" unter der Überschrift "Gab es irgendwann zinsfreie Zeiten" als extremes Beispiel in diese Richtung weist: Erzbischof Wichmann von Magdeburg hat als erster mit der Einführung der Brakteaten im Jahre 1154 den "Verruf" zur Regel gemacht. Der Verruf war die zeitlich begrenzte Gültigkeit von Münzen, die nach Ablauf der Gültigkeitsdauer entweder ihren Wert vollständig verloren oder gegen andere Münzen geringeren Wertes eingetauscht werden konnten.
    Was man damit bezwecken wollte, war wahrscheinlich die Finanzierung des Staatshaushaltes. Der Nebeneffekt dieses Brakatengeldes, das sich in ganz Mitteleuropa ausbreitete war, dass das Geld in Umlauf war. Man konnte es verleihen - damit hatte ein anderer den Schwarzen Peter. Jeder war daher darauf aus, dieses Geld vor dem Verfallstermin "auszugeben". In einer Harvard-Studie wird diese Zeits als die wohl glücklichste der Menschehit bezeichnet.

  • @ Pro-D

    Was soll denn das fuer eine Alternative sein?!
    Interactivebroker?! Und dann glauben Sie, dass sie ihr Vermoegen umgeschichtet haben?! Sofern dieser Interactivebroker selbst die Krise uebersteht, kann man zumindest die eventuellen Wechselkursgewinne mitnehmen. Aber wenn es hart auf hart kommt, hat man sich halt nur ein Versprechen eingekauft. Und wie bei allen Versprechen sollte man mal genauer beleuchten, ob dieser Jemand sein Wort auch halten wird oder halten kann.
    Wenn ich jemandem Geld anvertraue, dann muss ich erstmal ueberzeugt werden, dass ich dieses von Selbigem auch wiedersehe. Egal ob Bekannter, Bank, Unternehmer oder windiger Interactivebroker.

  • Liebe Josefine, danke sehr dafür das sie den Mut haben der scheußlichen Wahrheit ins Auge zu schauen. Doch bitte erwarten sie es nicht von einem Journalisten.
    Die Antwort auf die Frage Warum? ist sehr einfach.
    Der durchschnittliche Journalist hat einen schnell kündbaren Arbeitsvertrag, ein Einfamilienhaus nicht zu weit von der Redaktion entfernt.
    Er hat eine Frau oder sie hat einen Mann und zwei Kinder. Sie leisten sich zwei Autos und zwei Urlaube im Jahr. Das Ganze gibt es zum Preis von ca 350000,- Euro Schulden + Zinsen obendrauf.
    Nun wenn jetzt diese Journalisten der Wahrheit ins Auge schauen müßten, dass sie aufgrund der derzeitigen Krise ihren geliehenen Reichtum nicht aufrecht erhalten könnten, dann müßten sie sich ja wohl oder übel etwas antun, oder zumindest Psychopharmaka nehmen.
    Also bleibt die allgemein übliche Journalistenformel:
    Inflation = die Schulden verschwinden (ooohhh sehet das Wunder, die Schulden, sie verschwinden)
    Daher sollte auf jedem Grab eines jeden Journalisten der Satz vermerkt sein-
    Von jetzt ab nur noch die WAHRHEIT.

  • Liebe Josefine, danke sehr dafür das sie den Mut haben der scheußlichen Wahrheit ins Auge zu schauen. Doch bitte erwarten sie es nicht von einem Journalisten.
    Die Antwort auf die Frage Warum? ist sehr einfach.
    Der durchschnittliche Journalist hat einen schnell kündbaren Arbeitsvertrag, ein Einfamilienhaus nicht zu weit von der Redaktion entfernt.
    Er hat eine Frau oder sie hat einen Mann und zwei Kinder. Sie leisten sich zwei Autos und zwei Urlaube im Jahr. Das Ganze gibt es zum Preis von ca 350000,- Euro Schulden + Zinsen obendrauf.
    Nun wenn jetzt diese Journalisten der Wahrheit ins Auge schauen müßten, dass sie aufgrund der derzeitigen Krise ihren geliehenen Reichtum nicht aufrecht erhalten könnten, dann müßten sie sich ja wohl oder übel etwas antun, oder zumindest Psychopharmaka nehmen.
    Also bleibt die allgemein übliche Journalistenformel:
    Inflation = die Schulden verschwinden (ooohhh sehet das Wunder, die Schulden, sie verschwinden)
    Daher sollte auf jedem Grab eines jeden Journalisten der Satz vermerkt sein-
    Von jetzt ab nur noch die WAHRHEIT.

  • Ich könnte mich kaputtlachen wenn ich die Tabelle auf der Seite 2 anschaue.
    "Entwicklung der Inflationsrate und der Leitzinsen in Prozent"
    Ich meine man muss sich das mal vorstellen: Wie lange muss ich da eigentlich hin- und herrechnen das bei 2011 2,2% Inflation rauskommt. Oder bei 2010 1,1%.
    Da kann ich mir gut vorstellen da wird ein Jahr aber auch nur gerade so reichen.
    Ich sage sogar von unserem Nymphensittich ist das Futter ca. 25% teurer geworden seit letztem Jahr. Im Jahr 2010 ist es um ca 12% teurer geworden. Und das sind lediglich Körner.
    Was ein Glück für die Jungs das der Durchschnittsdeutsche einfach nicht weis wie er die Prozente eigentlich ausrechnen muss.
    Aber ich bin ruhig, denn ich kann Prozentrechnen und die Wohnadressen von den Jungs vom Stalinistischen Bundeschlamp KRIEG ich zu gegebener Zeit auch noch raus.

  • 700 Billionen geistern um die Erde als DEVIRATE !!!! Das sind doch Wetten oder nicht ???

    Der Zins und Zinseszins der Staatsverschuldungen galoppiert stetigt voarn und nimmt immer schneller zu !!! Es wird ja nichts getilgt im Gegenteil es werden immer mehr Schulden aufgenommen!!!

    Der Guthabenzins für die 4,5 Billionen die in Deutschland irgendwo gespart liegen sollen, muß ja auch noch bezahlt werden, Wie schon andere geschrieben haben - die Guthaben - Krise!

    Deshalb muß eine Inflation kommen - so kann es ja mal nicht mehr weitergehen !

    Das Schneeballsystem endet mit einer horrenden Verschuldung !

  • Qualitätsjournalismus gibt's nur noch im Radio ... dem öffentlich rechtlichen - und deshalb regen sich die Verleger ja so darüber auf: die Konkurrenz des DLF etwa ist übermächtig.

    Ich persönlich habe mir das Lesen so gut wie abgewöhnt und gebe Geld nur noch für wirkliche Qualität (ich hab' ein Online Abo der Rock & Folk ;-) - wer liest schon die "Illuminatenblätter" Rolling Stone & Musikexpress, seit die lluminaten im Springerverlag sich diese unter den Nagel gerissen haben ...)

  • Aha, daher weht also Ihr Wind. Gehen Sie Short. Mehr fällt Ihnen bei politischen Börsen nicht ein ?
    Ach ich verstehe, Sie wollen Verkaufsprovisionen kassieren.
    Na dann versuchen Sie es doch wie, dies heute jeder Bankster macht: bei Hartz4lern und Rentnern!

  • ABER HALLO
    ich hab das hier schon ein paarmal geschrieben - aber diese hier gerade genannten Zahlen sind eine Lachnummer !!!
    Vor Tagen nannte das Handelsblatt die deutsche Gesamtverschuldung 8 Billionen Euro (12 Nullen)!
    Dividiert durch 80 MIllionen Deutsche (7 Nullen) ergibt das Euro 100.000,--, und zwar pro Einwohner.
    Ziehen wir mal die Kinder, Rentner, und 1 Euro-Beschäftigte ab, so kann man diese Zahl getrost mit 5 multiplizieren - also
    pro halbwegs noch "nachhaltigem" Steuerzahler 500.000,-- Euro.
    (Die gleiche Summe ergibt sich, wenn ich mit den genannten Zahlen rechne und es pro Haushalt sehe - und bitte streitet mit mir nicht um lächerliche 100.000 Euro)
    Bei dieser juristischen wie auch faktischen Unmöglichkeit ist der Crash also nur eine Frage der Zeit - und zwar solange wie uns die Obrigkeit noch belügen kann - bis sie Ihre vollen legislaturperioden und Traumpensionen gerettet haben.
    Sie allein wollen doch nur noch schnell ihren arsch retten - unseren ist ihnen sch.....egal!

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