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Investmentfonds Fondsmanager Henning Gebhardt startet neu

Der frühere Topmanager der DWS steuert jetzt einen Mischfonds bei einer kleinen Firma. Den Schwerpunkt sollen Wachstumsaktien bilden.
10.09.2021 - 14:59 Uhr Kommentieren
Der Fondsmanager startet ein neues Vorhaben. Quelle: Berenberg
Henning Gebhardt

Der Fondsmanager startet ein neues Vorhaben.

(Foto: Berenberg)

Frankfurt Henning Gebhardt betreut wieder Anlegergelder. Der frühere Topmanager bei der DWS und der Berenberg Bank ist seit Montag Gesellschafter und ab Anfang kommenden Jahres Geschäftsführer bei Hollyhedge Consult in Frankfurt. Bei der Anlagefirma betreut er zusammen mit Christoph Lampert den Mischfonds „Millennium Global Opportunities“ mit 45 Millionen Euro Kapital.

Im Gespräch mit dem Handelsblatt sagt Gebhardt zu den langfristigen Ertragszielen: „Fünf bis acht Prozent jährlich sollten die Märkte hergeben, wenn wir mehr schaffen, wären wir froh.“

Bisher ist der Fonds sehr aktienlastig. Der Anleihebereich besteht aus einer US-Staatsanleihe mit fünf Prozent Anteil am Fondskapital. Bei einigen Mischfonds anderer Anbieter sieht es ähnlich aus. Sie haben in der Tiefzinswelt die Quoten an Anleihen ebenfalls kräftig gesenkt.

Gebhardt möchte aber auch andere, neue Akzente setzen: „Über die Struktur machen wir uns Gedanken, denken über mehr Anleihen nach, auch über Fonds als Investment oder etwa Immobilienaktien.“

Der 53-jährige Manager sieht die Aktienmärkte momentan „eher teuer“. In Segmenten wie Technologie sei das Wachstum jedoch weiter da. Derzeit zählen in dem von ihm gemanagten Fonds Alphabet, Amazon, Apple und ASML zu den größten Positionen. Wachstumsorientiert solle der Fonds auch bleiben.

Gebhardt sieht Neustart realistisch

Kritischer blickt Gebhardt auf konjunktursensible Branchen. „Da gibt es Risse im Bild, unter anderem wegen des holprigen Wachstums in China“, sagt der studierte Betriebswirt. Eine neue Covid-Welle sei realistisch, mit Folgeproblemen für zyklische Branchen. Aus der lokalen Brille sei auch die Bundestagswahl ein Unsicherheitsfaktor, was auf die Anleihekurse und den Euro ausstrahlen könne.

Gebhardt sieht seinen Neustart angesichts des bescheidenen Fondsvolumens realistisch. „Es gibt viele Konkurrenzprodukte, da müssen wir uns durch Leistung unterscheiden“, sagt er. Den bekannten Fondsmanager Bert Flossbach mit seinem Flaggschiff „Multiple Opportunities“ und deutlich zweistelligem Milliarden-Euro-Vermögen erwähnt er ausdrücklich. Der schaffte in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Ertrag von 9,5 Prozent. Das Hollyhedge-Pendant brachte 12,5 Prozent und liegt damit deutlich über dem Schnitt der Wettbewerber.

Gebhardt konkurriert allerdings nicht nur mit bekannten Managern wie Flossbach oder Jens Ehrhardt. Im boomenden Technologiesektor haben sich auch Strategen wie Jan Beckers mit spektakulären Erträgen einen Namen gemacht.

Vor wenigen Wochen startete der renommierte Risikokapitalgeber Frank Thelen einen eigenen Fonds. Auch Gebhardt will den Fonds nicht nur durch seine Expertise voranbringen, sondern mit seiner Bekanntheit im Vertrieb unterstützen.

Auf einer Ebene muss Gebhardt allerdings nun deutlich kleinere Brötchen backen, gemessen an seiner Historie: Das Fondskapital ist gering, obwohl das Produkt bereits seit zwei Jahrzehnten angeboten wird.

Als Gebhardt vor zwei Jahren die Leitung des Asset- und Wealth-Managements der Berenberg Bank wegen verschiedener Differenzen aufgab, war er dort für rund 40 Milliarden Euro verantwortlich. Einen Namen gemacht hatte er sich davor als Chef des Aktiengeschäfts bei der Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS. Da war er für noch mehr Geld zuständig gewesen: insgesamt 115 Milliarden Euro.

Mehr: Das sind die zehn stärksten Aktien der Welt.

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