IWF-Kapitalmarktdirektor José Viñals „Der Ölpreis wird zum Existenzproblem“

Der Kapitalmarkt-Direktor des IWF ist beunruhigt: Er warnt vor einer Pleitewelle in den Schwellenländern. Zudem mahnt er Reformen in Europa an und spricht über die Wachstumseffekte der deutschen Flüchtlingspolitik.
Viñals, 61, ist Kapitalmarkt-Direktor des Internationalen Währungsfonds und berät IWF-Chefin Christine Lagarde in Finanzfragen. Der überzeugte Europäer hat in der spanischen Zentralbank Karriere gemacht, stieg dort bis zum Vize-Gouverneur auf. Zum Ökonom wurde Viñals in Valencia, London und Harvard ausgebildet, selbst unterrichtete er an der kalifornischen Elite-Universität Stanford. Quelle: picture alliance/dpa
José Viñals

Viñals, 61, ist Kapitalmarkt-Direktor des Internationalen Währungsfonds und berät IWF-Chefin Christine Lagarde in Finanzfragen. Der überzeugte Europäer hat in der spanischen Zentralbank Karriere gemacht, stieg dort bis zum Vize-Gouverneur auf. Zum Ökonom wurde Viñals in Valencia, London und Harvard ausgebildet, selbst unterrichtete er an der kalifornischen Elite-Universität Stanford.

(Foto: picture alliance/dpa)

Er ist so etwas wie der Chefinspekteur des Weltfinanzsystems: Als Leiter der Finanzabteilung des Internationalen Währungsfonds analysiert José Viñals die globalen Kapitalmärkte. Seine Diagnosen beeinflussen die Investitionsentscheidungen von Anlegern genauso wie die Geldpolitik von Notenbanken. In seinem Washingtoner Büro sprach der Spanier mit dem Handelsblatt über den Ölpreiskollaps, die Weltkonjunktur und die Wachstumseffekte der deutschen Flüchtlingspolitik.

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