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Kapitalmarkt Familie Harald Quandt: Vermögensverwalter HQ Trust setzt auf Aktien

Die Chefetage des Multi-Family-Office rechnet bis 2029 mit starkem Wachstum am Aktienmarkt. Für die Branche ist das eine selten klare Festlegung.
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Familie Quandt: Vermögensverwalter HQ Trust setzt auf Aktien Quelle: Liqid
Reinhard Panse

Der CEO von HQ Trust ist sich sicher, dass Aktien einer der wichtigsten Gewinnbringer im Depot bleiben.

(Foto: Liqid)

FrankfurtKlare Aussagen zur Aktienanlage sind in diesen turbulenten Tagen an der Börse selten geworden. Anders bei HQ Trust, dem Multi-Family-Office der Familie Harald Quandt, einem der größten in Deutschland. Für Geschäftsführer und Chefanleger Reinhard Panse bleiben Aktien auch in den kommenden Jahren einer der wichtigsten Gewinnbringer für das Depot.

Bis zum Jahr 2029 rechnet er in Europa und Japan mit einem Ertragszuwachs von zehn Prozent pro Jahr. Da können die US-Börsen nach seiner Ansicht nicht mithalten, sie dürften im Schnitt ein Plus von rund acht Prozent jährlich erreichen.

Aber auch kurzfristig setzt HQ Trust auf die Attraktivität von Aktien. „Zwei der größten Risiken – Italiens Budgetstreit sowie steigende US-Zinsen, die erschwerte Finanzierungsbedingungen für Schwellenländer mit sich bringen – haben sich jüngst deutlich reduziert“, sagt Marcel Müller, Leiter Portfoliomanagement bei HQ Trust.

Weitere große Gefahren sieht er im noch nicht beigelegten Handelsstreit zwischen den USA und China. Gleichwohl bleibt es für Geschäftsführer Panse dabei, dass US-Präsident Donald Trump ebenso wie die Chinesen nach einer Lösung suchen werden, um konjunkturelle Verwerfungen zu vermeiden.

Ölpreis spricht für gute Konjunktur

Doch selbst wenn das nicht gelingt, steht für andere große Investoren wie die UBS fest: „Der Handelskonflikt stoppt China nicht auf seinem Weg nach ganz oben.“ Denn wachsender Konsum, die Weltmarktführerschaft bei innovativen Produkten und Technologien sowie die Vormachtstellung bei der Gewinnung und Nutzung von Daten seien nur drei schlagkräftige Argumente, die auch künftig für ein starkes wirtschaftliches Wachstum in China sprächen: „China ist weiter auf dem Vormarsch und bietet attraktive Möglichkeiten, die Anleger nicht verpassen sollten“, urteilt Geoffrey Wong, Chef Emerging Markets bei UBS Asset Management.

Für eine fortlaufend gute Konjunktur spricht auch der Ölpreis. Die gefallene Notierung des Rohstoffs helfe der Wirtschaft, meint Müller von HQ Trust. Gleichzeitig könne ein schwächerer Ölpreis die Firmengewinne weltweit unterstützen. Doch so weit wird es nicht kommen, urteilt Mark Lacey, Fondsmanager beim Fondshaus Schroders. Zwar stelle der Einbruch der Rohöl- und Benzinpreise um rund 40 Prozent seit September „den größten Abverkauf von Öl in den vergangenen zehn Jahren dar“. Für das laufende Jahr rechnet Lacey aber mit einer robusten Nachfrage nach dem schwarzen Rohstoff, was auch im Fall einer Konjunkturabkühlung gelte. Zudem unterschätzten die Lobbyorganisation Opec und die Internationale Energieagentur IEA das Nachfragewachstum in China.

Wem Aktien zu risikoreich sind, dem bieten sich alternative Investments an: „Private Equity beispielsweise hat sich mit weniger Risiko langfristig besser entwickelt als der Aktienmarkt“, sagt Panse von HQ.

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