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Kommentar Computerspiele-Hersteller sollten staatlich gefördert werden – aber mit Maß

Es gibt gute Gründe, die Entwicklung von Computerspielen zu subventionieren. Denn sie dienen bei weitem nicht nur der Unterhaltung.
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Gamescom: Bär fordert staatliche Unterstützung für Computerspiele Quelle: dpa
Computerspiele

Technologien wie Virtual Reality und Plattformen für die visuelle Darstellung werden auch in der Autoindustrie, den Medien oder der Architektur eingesetzt.

(Foto: dpa)

Die Chancen stehen gut, dass die Computerspielehersteller in Deutschland Förderung aus dem Bundeshaushalt bekommen. Mit Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) setzt eine prominente Befürworterin das Thema in der Bundesregierung auf die Tagesordnung. Der Gedanke ist richtig: Die Branche entwickelt Zukunftstechnologien, die in der gesamten Wirtschaft zum Einsatz kommen können. Die Hersteller zu unterstützen dient dem Standort.

Erstens: Bei der Entwicklung von Computerspielen geht es nicht nur um Unterhaltung. Technologien wie Virtual Reality und Plattformen für die visuelle Darstellung kommen auch in der Autoindustrie, in den Medien oder in Architekturbüros zum Einsatz. Zudem sind die Hersteller bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen innovativ.

Zweitens: Die Entwickler in anderen Ländern arbeiten dank Steuerbefreiungen und anderer Subventionen mit geringeren Kosten. Deutsche Studios haben daher im internationalen Wettbewerb einen Nachteil, trotz einiger Programme der Bundesländer. Viele finanzieren sich weitgehend selbst und können daher einen Flop, wie er bei der Medienproduktion kaum vermeidbar ist, schlecht wegstecken.

Das von der Spielelobby präferierte Fördermodell ist klug konzipiert. Es unterstützt die Entwicklung von Spielen in Deutschland und die Ansiedlung von Kompetenzen und Arbeitsplätzen – nicht den Absatz, wie bei Elektroautos. Nebenbei dürfte es den strengen Beihilferegeln der EU entsprechen.

Zur ganzen Wahrheit gehört indes auch: Es liegt nicht nur an der mangelnden Unterstützung, dass sich deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb schwertun. So mancher Hersteller ist wegen schlechten Managements abgestürzt, zuletzt etwa Goodgame Studios, das inzwischen nicht mehr eigenständig ist.

Die Politik sollte daher die Förderung mit Forschung begleiten und nach einigen Jahren überprüfen, ob sie ihre Ziele erfüllt hat – wie am besten bei allen Subventionen.

„Die deutsche Gaming-Branche hat bei Fördergeldern das Nachsehen“

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