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La Francaise Französischer Vermögensverwalter kauft deutsche Veritas

Ein französischer Vermögensverwalter will expandieren. Er kauft in Deutschland zu – will den Markennamen Veritas aber weiter erhalten.
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An den Börsen der Welt, wie hier in Frankfurt, wird viel von dem Geld gemacht, um das sich Vermögensverwalter wie Veritas kümmern. Quelle: dpa
Börse Frankfurt

An den Börsen der Welt, wie hier in Frankfurt, wird viel von dem Geld gemacht, um das sich Vermögensverwalter wie Veritas kümmern.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der französische Vermögensverwalter La Francaise kauft den deutschen Branchenvertreter Veritas. Der zur Credit-Mutuel-Gruppe – einer Großbank – gehörende Asset-Manager mit 72 Milliarden Euro Kundenkapital erwirbt den 7,3 Milliarden Euro großen deutschen Anbieter von einem Private-Equity-Investor, wie das Handelsblatt erfahren hat.

Die Gesellschaften geben den Deal am Montag offiziell bekannt, den Kaufpreis aber nicht. „Wir wollen damit unser Produktangebot erweitern und gleichzeitig deutsche Investoren besser ansprechen können“, sagt La-Francaise-Geschäftsführer Patrick Rivière dem Handelsblatt.

La Francaise deckt mit etwa 600 Beschäftigten eine breitere Palette von Investments vor allem in Immobilien, Aktien, Anleihen, alternativen Anlagen, Direktfinanzierungen ab. Die Angebote zielen vorwiegend auf institutionelle Kunden wie Versicherungen, Vorsorgeeinrichtungen und Stiftungen.

Rivière sieht besonders in den Bereichen Immobilien und Anleihen ein viel versprechendes Interesse von deutschen Anlegern. Einige der auf Produktkunden ausgerichteten Produkte wolle man über Veritas in Deutschland offerieren. „Wir werden den Markennamen Veritas erhalten, und mit Blick auf die Beschäftigten soll das keine Kostensenkungsübung werden“, sagt er.

Bei den ganz Großen im Asset-Management will Rivière aber nicht mitspielen. „Dazu werden wir zu klein bleiben, jenseits der Immobilien müssen wir unsere Chancen in Nischen suchen, etwa bei Nachranganleihen, Arbitragestrategien, alternativen Investments – Dinge, die nicht so leicht von Konkurrenten zu kopieren sind.“

Auch Veritas konzentriert sich mit über 30 Mitarbeitern vornehmlich auf institutionelle Kunden. „Der Bereich wächst“, sagt Veritas-Geschäftsführer Dirk Rogowski. Kern sind systematische, computergesteuerte Anlagestrategien bei Aktien sowie Mischfondskonzepte.

Problematisch sind die Privatanlegerfonds mit rund 600 Millionen Euro Volumen. Hier kam Veritas nicht voran, musste sogar die Zahl der Fonds halbieren. „Da sind wir zwar trotzdem profitabel, aber langfristig ist das nicht durchzuhalten, denn allein in zwei Jahren sind unsere regulatorischen Kosten um die Hälfte gestiegen“, erläutert Rogowski.

Veritas war unter anderem als erster Anbieter eines Fonds bekannt geworden, der börsengehandelte Indexfonds (ETF) als Bausteine einsetzte.

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