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Mit neuen Modellen wollen sich die Analysten künftig gegen Rückschläge wappnen Investoren fordern besseres Research

In den Markt für Aktienanalyse kommt Bewegung. Zwei Gründe gibt es dafür: Zum einen verlangen die Anleger nach drei Jahren Börsenbaisse und der sich nun abzeichnenden Erholung nach neuen Analysemethoden, um künftig gegen Rückschläge besser abgesichert zu sein. Verschiedene Banken bieten hier neue Modelle an. Zum anderen haben zahlreiche Interessenkonflikte im klassischen Aktienresearch, die die US-Börsenaufsicht SEC im vergangenen Jahr aufdecken konnte, die Branche ins Gerede gebracht. Deshalb ist gerade das Wort „Unabhängigkeit“ hoch in Mode.

FRANKFURT/M. Seit Jahresanfang gab es bereits interessante Neugründungen von Analysehäusern mit bisher unbekannten Ansätzen. „Gerade institutionelle Anleger sind derzeit in einer Phase der Neuorientierung und interessieren sich zunehmend für bankenunabhängiges Research“, sagt Ralf Frank, Geschäftsführer der Analystenvereinigung DVFA.

Beispiel Kepler Equities: Seit gut zwei Wochen ist das einst als Julius Bär Brokerage bekannte Researchhaus unter diesem Namen am Markt. Relativ neu ist auch der Analyseansatz. Der lautet: mehr zu wissen als andere und dafür durch eine lokale Verankerung in Kultur und Geschäftspraktiken und ständige Besuche nahe am Unternehmen dran sein. Rund 50 Analysten an sechs Standorten decken derzeit über 500 europäische Titel ab. „Durch regelmäßige Unternehmenskontakte sind wir in der Lage, unseren Kunden auch die Nuancen zwischen den Quartalszahlen mitzuteilen. Dabei sind Kontrapunkte zur herrschenden Marktmeinung sehr willkommen“, sagt Managing Director René Seitz. Als Kunden zielt das Unternehmen auf institutionelle Anleger und Hedge-Funds ab, die bereit sind, für diesen Wissensvorsprung gutes Geld zu bezahlen.

Während Kepler Equities nur in Europa auftritt, ist die in London unter dem Namen Independent Research Consultancy (IRC) gegründete Research-Abteilung des Brokerhauses Instinet weltweit aktiv. Auch Instinet IRC will vor allem Großinvestoren bedienen. Jedoch anders als im herkömmlichen Sinne filtert das Unternehmen für diese aus dem riesigen Angebot unabhängiger Analyse-Häuser maximal drei bis vier Anbieter heraus. „Der Kunde muss so nicht jeden Anbieter auf Qualität und Leistung prüfen, spart also Zeit und Geld“, sagt Daniela Meyers. Schließlich ist die Liste der unabhängigen US-Anbieter so umfangreich wie ein Telefonbuch. Gerade mit Hedge-Funds gebe es im Moment viele Gespräche, bestätigt Meyers.

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