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Musterdepots An der Börse gibt es keine Saisonmuster

Börsenregeln gibt es wie Sand am Meer. Das Problem ist: nur die wenigsten stimmen. Vor allem bei der Jahresendrally sind Zweifel angebracht, so Musterdepot-Autor Daniel Hupfer. Die Portfolios im Überblick.
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Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Besonders zum Jahresende kehrt sie mit Sicherheit wieder, die Diskussion um den Saisoneffekt und die Frage, ob es wieder einmal eine Jahresendrally geben wird. Dahinter steht die bei vielen Marktteilnehmern anzutreffende Überzeugung, dass der Aktienmarkt, ähnlich wie die Jahreszeiten, wiederkehrenden Schwankungen und Regelmäßigkeiten ausgesetzt sei, die sich ausnutzen ließen. Wir haben dieses getestet und kommen zu dem Ergebnis, dass das Bild für Saisonmuster weniger eindeutig ist, als es unter Anlegern immer wieder gehandelt wird.

International scheint eine bessere Kursentwicklung in den Monaten November, Dezember und Januar regelmäßig wiederzukehren und nicht nur dem Zufall geschuldet zu sein. Doch gerade in Deutschland sind Saisoneffekte in einzelnen Monaten deutlich weniger ausgeprägt, als es viele Kommentatoren immer wieder herausstellen. Von daher belassen wir unsere Aktienquote im Depot bei etwa 65 Prozent. Eine Aufstockung planen wir derzeit nicht.

Eine erstaunlich eindeutige Bestätigung ergeben unsere Berechnungen für die Vermutung, dass die Wintermonate eine bessere Wertentwicklung am Aktienmarkt mit sich bringen als die Sommermonate. Während die Wintermonate in vier betrachteten Indizes eine monatliche Wertentwicklung von durchschnittlich mehr als einem Prozent aufwiesen, blieben die Sommermonate mit einer Wertentwicklung von maximal 0,2 Prozent deutlich dahinter zurück.

Unseren Berechnungen nach ist es sehr unwahrscheinlich, dass es sich dabei nur um einen Zufall handelt. Ausreißer ist einmal mehr der Dax, bei dem die Saisoneffekte auch hier am schwächsten ausgeprägt sind. International sehen wir die alte Börsenregel „Sell in May and go away“ jedoch ganz klar als bestätigt an. Aktieninvestoren können durchaus als grobe Entscheidungsregel im Sommer die Aktienrisiken im Portfolio reduzieren und in den Wintermonaten tendenziell erhöhen.

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