Musterdepots „Attraktives Chance-Risiko-Profil“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Stratege Alexander Kovalenko rät zu Aktienanlagen – auch im Hinblick auf die Altersvorsorge.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die französische Großbank Société Générale hat Rheinmetall mit der Empfehlung „kaufen“ und einem Kursziel von 130 Euro neu in ihre Bewertung aufgenommen. Das Potenzial beträgt demnach fast 40 Prozent. Die Aktie des deutschen Autozulieferers und Rüstungskonzerns habe ein attraktives Verhältnis aus Chancen und Risiken zu bieten, schrieb Analyst Sebastian Ubert. Das Autogeschäft profitiere von Megatrends in der Branche, etwa alternativen Antrieben samt Elektromobilität, und der Rüstungsbereich dürfte von steigenden Ausgabebudgets profitieren – auf die US-Präsident Donald Trump drängt.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Bei der Struktur der Finanzanlagen in Deutschland ist die Gewichtung zugunsten der Posten „Bargeld und Einlagen“ und „Lebens- und Rentenversicherungen“ stark verschoben. Dabei sind diese Anlagen derzeit extrem renditeschwach. Zudem gehört die deutsche Bevölkerung zu den ältesten Gesellschaften weltweit. Dies führt dazu, dass die reale Höhe der staatlichen Rente unausweichlich sinken wird. Da die niedrigen Zinsen im Euro-Raum der Status quo bleiben, sind Aktienanlagen ratsam. Diese bieten trotz kurzfristiger Schwankungen ein attraktives langfristiges Chance-Risiko-Profil.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Allianz-Aktien haben wir seit Langem in unserem Depot. Der Versicherungskonzern beginnt nun sein kürzlich bekanntgegebenes Aktienrückkaufprogramm und kann in den nächsten drei Monaten eigene Aktien im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro erwerben. Dieses Programm dürfte dem Aktienkurs eine solide Unterstützung geben. Nach den Zukäufen von Liverpool Victoria und Euler Hermes ist derzeit offenbar keine größere Übernahme geplant. Wir bleiben investiert, da sich der Aktienkurs wegen des Rückkaufprogramms in zunehmend volatilen Marktphasen stabiler als der Dax entwickeln dürfte. 

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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