Musterdepots Autoaktien unter besonderer Beobachtung

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Zwei Strategen haben nur eine Sorge.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ulf Sommer

Die Aktien der Autobauer verlieren weiter, zum Wochenschluss erwischte es zur Abwechselung BMW. Die Aktie zählte zu den Flops im Dax. Nach der Gewinnwarnung bei Daimler fürchten Anleger für BMW und VW nun Ähnliches, denn genauso wie Daimler sind auch die beiden anderen Hersteller von freien Weltmärkten mit niedrigen Zöllen abhängig. Beides stellt US-Präsident Donald Trump infrage. Falls BMW und VW ihre Ertragsprognosen tatsächlich zusammenstreichen müssen, sind sie gut beraten, damit möglichst rasch an die Öffentlichkeit zu gehen, um den Kursdruck nicht wochenlang zu verlängern.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des finnischen Papier- und Zellstoffproduzenten UPM Kymmene gehört zum Kreis unserer bisher erfolgreichsten Einzeltitel. Das Papier befindet sich seit Auflage des Musterdepots Ende Januar 2014 im Portfolio und hat sich seit dieser Zeit sehr erfreulich entwickelt. Gleichzeitig bleibt UPM Kymmene laut unserer Analyse relativ günstig bewertet. Dies ist möglich, da der Kursanstieg von einer signifikanten Verbesserung der Konzernbilanz begleitet wird. Der Fortschritt bei den Bilanzkennzahlen ist auf das eindrucksvolle Effizienzsteigerungsprogramm der vergangenen Jahre zurückzuführen.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Sönke Niefünd

Die Aktien der hiesigen Autoindustrie geraten weiter unter Druck. Die Aussicht auf höhere Importzölle für deutsche Autos sind unserer Erachtens teilweise bereits in den Aktienkursen eingepreist. Auf Wochensicht büßte der Dax angesichts der Verluste der vergangenen Tage 3,3 Prozent ein. Der monatliche Ifo-Geschäftsklimaindex, der wichtigste deutsche Konjunkturindikator, dürfte am Montag die gegenwärtige Verunsicherung widerspiegeln und nicht großartig überraschen. Wir halten erst einmal unsere Liquidität trocken und werden bei Dax-Ständen zwischen 11.800 und 12.400 Punkten aktiv. 

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.

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